Apotheke Lind Villach: Neueröffnung mit einem Apostore-Roboter

Tradition mit Innovation vereinen – das steht bei der Apotheke Lind an erster Stelle. Seit der Übersiedelung an den neuen Standort in der Genotte-Allee 12 und Eröffnung der modernen Verkaufsräume unterstützt ein Roboter die Apotheke bei der Lagerorganisation. Das bringt dem Apotheken-Team mehr Zeit, ihre Kunden in Gesundheitsfragen ausführlich zu beraten.

Text: Redaktion.

Seit der Eröffnung im Frühjahr 2021 optimiert ein Apostore-Roboter die Logistik der Apotheke und erledigt die zeitaufwändige Arbeit im Lager. „Der Apostore erledigt viele Tätigkeiten, die wir bisher mit großem Aufwand manuell machen mussten, wie zum Beispiel das Prüfen der Verfallsdaten und das Einsortieren der Medikamente in Ziehschränke“, verrät Mag. Sophia Telesko, Eigentümerin der Apotheke Lind. „Der Roboter optimiert unser Lager vollautomatisch. Dadurch bleibt mehr Zeit, die wir mit unseren Kunden verbringen können.“

Mehr Zeit für Kundenberatung.
Im Back Office-Bereich unterstützt der Roboter bei der Warenwirtschaft. „Unsere Mitarbeiter müssen sich nicht mehr um die Übernahme und das Wegräumen der Waren kümmern und haben dadurch mehr Zeit für wichtigere Tätigkeiten“, erzählt Sophia Telesko. Auch die Einlagerung der Medikamente in den Roboter erfolgt vollautomatisch. Ungefähr 15.000 Packungen lagern im Automaten, der alles platzsparend auf wesentlich kleinerer Fläche lagert. Auf Knopfdruck ist das gewünschte Medikament innerhalb weniger Sekunden an einem der 4 Verkaufsplätze. 750 bis 1.000 Packungen Medikamente und Gesundheitsartikel gehen hier jeden Tag über den Ladentisch „Die Automatisierung hat viele Vorteile für uns: Wir haben einerseits mehr Zeit für Beratung und andererseits ist unser Lager mit allen dazugehörenden Prozessen immer optimiert“, resümiert Mag. Telesko.

Tradition und Innovation.
Familie Telesko hat den Apostore-Roboter in ihrer Apotheke so integriert, dass auch die Kundschaft die Abläufe in der Apotheke mitverfolgen kann. „Da bei uns das Apotheker-Handwerk noch großgeschrieben wird, war uns dies ein großes Anliegen“, betont Mag. Telesko. Durch ein Sichtfenster sieht man, wie der Apotheker Medikamente selbst herstellt oder Salben anrührt, auf der anderen Seite kann man die innovative Technologie des Apostore-Roboters beobachten.

Technologiepartner KNAPP.
Der Apostore-Roboter ist ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung, da Daten einfach eingelesen und automatisch verarbeitet werden. „Unsere Apotheke ist jetzt hochmodern ausgestattet und für die Zukunft bestens gerüstet“, findet Mag. Sophia Telesko, „Die Zusammenarbeit mit KNAPP war hervorragend, angefangen von der persönlichen Betreuung über die Durchführung des Projekts bis zum laufenden Service.“ Das macht KNAPP Smart Solutions zum idealen Partner für Automatisierung und Digitalisierung in Apotheken. (RED)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 1/2022

 

KNAPP unterstützt mit starken Innovationen in schwierigen Zeiten

COVID-19 verändert unser Leben nachhaltig – auch für die Logistik gibt es große Herausforderungen. Es wird immer wichtiger, die Schutzmaßnahmen so effizient wie möglich in den Alltag zu integrieren. Dabei unterstützt KNAPP seine Kunden mit individuellen Lösungen und neuen Produkten zum Schutz vor dem Corona-Virus. Auch die Möglichkeit, remote zu unterstützen wird durch den Einsatz neuer Technologien sehr stark ausgeweitet…

Beitrag: Redaktion.

Produkte und Lösungen unterstützen in unterschiedlichen Bereichen dabei, Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, zum Beispiel:

• Zugangssysteme für Apotheken: Digital Butler von Apostore
• Kontaktlos einkaufen: Project Retail CX
• Sicherheit in Distribution, Produktion: Desinfektion mit UV-C-Licht
• Experten weltweit glasklar vernetzt: ivii.global.assist
• Navi für effizienten Anlagenbetrieb: redPILOT Operational Excellence Solution
• Intelligenter Helfer im Lager 24/7: Pick-it-Easy Robot

Digital Butler schafft Sicherheit der Apotheke.
Apotheken erleben in diesen Zeiten neue Herausforderungen. Kunden und Mitarbeiter sollen so gut wie möglich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden. Nur ein kontrollierter Zugang zum Shop bedeutet Sicherheit für Kunden und Team. Dabei unterstützt der Digital Butler: Das innovative Einlass-System regelt mit klaren Signalen, die kultur- und sprachübergreifend verständlich sind, den Zutritt zu Apotheken oder Geschäften. Um die empfundene Wartezeit der Kunden zu verkürzen, können individuelle Inhalte und zusätzliche Informationen am Bildschirm angezeigt werden.

Die Mitarbeiter regulieren dies sicher und stressfrei von jedem Arbeitsplatz oder mobilem Gerät aus. Der Digital Butler ist schnell aufgebaut und einfach zu bedienen. „Mit unserem Digital Butler bieten wir für Apotheken und Handel für den ersten Kundenkontakt jetzt die passende Lösung an. Wir entwickeln unsere Produkte ständig weiter. In Kürze wird die Möglichkeit zu sensorgesteuerten Einlasskontrolle bestehen“, so Christopher Thielen, Geschäftsführer Apostore GmbH. Zusätzlich sorgt das innovative System für eine angenehme, sichere Atmosphäre in jedem Verkaufsladen. Lesen Sie mehr zum Digital Butler von Apostore: https://bit.ly/3lL6RMy

Project Retail CX by KNAPP ermöglicht kontaktloses Einkaufen.
Schnell und sicher einkaufen – das ermöglicht Project Retail CX. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes automatisiertes In-Store-System: Wie der Name schon verrät, macht diese Technologie das Einkaufen im Laden einfacher, spannender und in Zeiten von COVID-19 auch sicherer. Dabei verbindet Project Retail CX die Vorteile des klassischen Geschäfts mit jenen des Online-Shops. Kunden können rund um die Uhr an Bestellterminals Waren auswählen und bargeldlos bezahlen.

Dieses Konzept findet beispielsweise in der Südsteiermark (Österreich) beim Spezialitätenladen Kreisler Anwendung. Rund 6.400 regionale Produkte lagern hier gekühlt in einem rund 20 Meter langen automatisierten Regal: Sobald ein Kunde eine Bestellung auf einem der vier Terminals bestellt und bezahlt, beginnt der Roboter zu arbeiten. Der Roboter holt die gewünschten Waren aus dem Regal und übergibt sie an den Kunden. „Unser Projekt hält die Wertschöpfung in der Region, garantiert kurze Versorgungswege und stellt die Spezialitäten unserer lokalen Lebensmittelwirtschaft in eine zeitgemäße, umweltfreundliche Auslage“, freut sich Andreas Höcher, Geschäftsführer Kreisler. https://bit.ly/2Kneb35

UV-C-Desinfektion – Arbeitsflächen und Behälter schnell und sicher entkeimen Regelmäßige Desinfektion ist heute wichtiger denn je. Um Mitarbeiter zu schützen und den Betrieb in Distributions- und Produktionsbetrieben zu sichern, ist es notwendig, Oberflächen und Nutzgegenstände regelmäßig von möglichen Krankheitserregern zu befreien. Besonders schnell und effektiv passiert dies mithilfe von zertifizierter UV-C-Licht-Technologie. Diese kann zum Beispiel genutzt werden, um Arbeitsbereiche und Werkzeuge zu reinigen. UV-C-Licht eignet sicher aber auch für die Entkeimung von Behältern und Kartons.

Wie funktioniert UV-C-Licht eigentlich?
UV-C-Licht ist Teil des natürlichen Sonnenlichts und deaktiviert innerhalb von wenigen Minuten – ohne jegliche Chemie – Bakterien, Viren, Hefen, Pilz- und Schimmelsporen. Ein besonderer Vorteil ist, dass keine Resistenzen von Keimen gebildet werden: UV-C-Licht ist also immer effektiv. „Gerade im industriellen Umfeld – zum Beispiel in Verteilzentren oder Produktionsbetrieben – eignet sich die UV-C-Technologie ideal zur raschen Entkeimung. UV-C-Technologie ist schon lange in anderen Bereichen bewährt und erprobt, zum Beispiel bei der Aufbereitung von Wasser. Wir nutzen in unseren Lösungen besonders hochwertige Strahler, die eine 2,5-mal höhere Leistung gegenüber herkömmlichen UV-C-Strahlern erbringen. So gelingt eine punktgenaue und effektive Entkeimung“, erklärt Thomas Johaim, Produktmanager, KNAPP AG.

Remote-Support in glasklarer Bild- und Tonqualität mit ivii.global assist.
Die webbasierte Softwarelösung ivii.global assist verbindet Menschen weltweit via Bild und Ton. Da durch COVID-19 aktuell das Reisen stark eingeschränkt ist, bietet ivii.global.assist eine einfache und effektive Lösung für den Remote-Support. Dabei wird Bild und Ton in beide Richtungen 1:1 übertragen und die Personen können einander sehen und hören. Sogar das Arbeiten handsfree ist möglich – dies ist vor allem bei Wartungsarbeitens sehr praktisch. Dazu trägt der Mitarbeiter vor Ort eine Brille – sogenannte Smart Glasses – so können im Gesichtsfeld verschiedene Informationen eingeblendet werden. Grundsätzlich funktioniert die Software auch unabhängig vom eingesetzten Endgerät (Android, IoS, Tablet, etc).

Die Einsatzmöglichkeiten von ivii.global.assist sind sehr vielseitig und ermöglicht das kontaktlose Interagieren im industriellen Umfeld, zum Beispiel bei Remote Support, Wartungsarbeiten, Inspektionen oder geführten Inbetriebnahmen. Nach Abschluss der Arbeiten steht eine lückenlose Dokumentation durch Text, Bilder und Sprache zur Verfügung. In der Zeit der Einschränkungen durch COVID-19 bringt diese Anwendung viele Vorteile. Experten müssen nicht zwingend vor Ort sein und können trotzdem aus der Ferne Inbetriebnahmen oder zertifizierte Trainings abhalten.
www.ivii.eu

Wie ein Navi für den Anlagenbetrieb: redPILOT Operational Excellence Solution.
Die Software-Lösung redPILOT Operational Excellence Solution hilft Logistikbetreibern dabei, Ihre Logistiksysteme zu jeder Betriebsstunde optimal betreiben zu können. Dabei ist das nachhaltige Ressourcen-Management, vor allem die Einsatzplanung der Mitarbeiter, ein wesentlicher Faktor. Durch Maßnahmen wie die Aufteilung von betriebskritischen Prozessen in mehreren Schichten, angepasste Pausenregelungen und Arbeitsplatzbelegungen sichert die Software die Kontinuität des Geschäfts. Alle Planungen lassen sich einfach ändern. Über eine Betriebssimulation kann das Management schnell verschiedene Szenarien aufgrund der jeweiligen Leistungs- und Kostenauswirkung bewerten. Auch Servicefenster für Desinfektionen am Arbeitsplatz werden bei der Planung berücksichtigt.

Infektionsrisiko verwalten und Transparenz in der Ressourcenplanung schaffen.
Um eine Infektion und deren Ausbreitung zu verhindern, wird mit Hilfe von Zertifikaten die aktuelle Situation bewertet und beim entsprechenden Infektionsfall das Contact Tracing über die letzten Schichten zurück verfolgt, um so mögliche Infektionsketten zu identifizieren. Berichte und Statistiken über kritische Kennzahlen im Zusammenhang mit Infektionen bieten Transparenz und helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Flexible Einsatzplanung mit Team-App von redPILOT.
Mit der speziellen redPILOT teamAPP ist eine erhöhte Flexibilität im Management von Mitarbeitern gewährleistet. Auch Aushilfskräfte und Leiharbeiter können einfach über die teamAPP eingebunden und verwaltet werden. Diese nahtlose Verzahnung vom Planungsprozess mit den Wünschen der Mitarbeiter schafft einen großartigen Mehrwert als attraktiver Arbeitgeber. Eine ganzheitliche Betriebsplanung, minimierter Planungsaufwand und das Erkennen von Überkapazitäten senken die Kosten.
www.redpilot.at

Pick-it-Easy Robot: Ein intelligenter Roboter als starker Helfer in Logistik-Prozessen.
Die industrietaugliche Roboterlösung Pick-it-Easy Robot eignet sich ideal für die automatische Auftragszusammenstellung, zum Beispiel in Distributionszentren von Onlinehändlern. Der Roboter kann unterschiedliche Waren zuverlässig greifen. Auch solche, die zum Beispiel in Folie verpackt sind oder spiegelnde Oberflächen haben – sogar sehr teure Artikel wie Parfüms greift der Roboter gezielt und legt sie sanft ab.

Gerade in Zeiten, in denen Social Distancing gefordert ist, bringt eine automatische Kommissionierlösung wie Pick-it-Easy Robot Vorteile: Der Roboter ist täglich 24 Stunden einsatzbereit – so kann er zum Beispiel Mitarbeiter in den Nachtschichten entlasten. Gleichzeitig kann die Auslieferleistung gesteigert werden, denn Branchen wie die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie erleben durch COVID-19 aktuelle erhöhte Auftragslast. Dank künstlicher Intelligenz lernt der Roboter neue Waren selbstständig zu bearbeiten – diese Eigenschaften sind essenziell, denn sie schaffen Sicherheit und Planbarkeit. Dazu kommt, dass durch den Einsatz des Roboters weniger Personen zusammenarbeiten und so das Einhalten von Abständen leichter fällt. (RED)

Über die KNAPP AG.
KNAPP ist ein internationales Technologieunternehmen mit Sitz in Österreich. Die Kernkompetenzen sind intralogistische Komplettlösungen, automatische Lagersysteme und Logistiksoftware. Weltweit vertrauen zahlreiche Kunden aus den Branchen Healthcare, Fashion, Retail, Food Retail und Industry auf die Erfahrung und Innovationskraft der KNAPP-Gruppe. KNAPP investiert jedes Jahr rund 50 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und hat mit innovativen Lösungen die Intralogistik nachhaltig geprägt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 erzielte das Unternehmen mit 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,08 Milliarden Euro. www.knapp.com

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 6/2020

E-Commerce: Österreichs umsatzstärkste Shops

KMU-Händler hoffen auf Trend zum regionalen Einkauf. Studie von EHI und Statista in Kooperation mit dem Handelsverband erfasst die umsatzstärksten Webshops des Landes.

Beitrag: Redaktion.

Die Player auf den zehn vordersten Plätzen des Rankings verbuchen fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der Top-250-Onlineshops“, so Nina Langer, Autorin und Projektleiterin E-Commerce über ein Ergebnis der aktuellen Studie „E-Commerce-Markt Österreich 2020“ von EHI und Statista, die die 250 umsatzstärksten B2C Onlineshops für physische Güter in Österreich analysiert.

Top 10 marktbestimmend
Mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent gegenüber 2018 wächst der E-Commerce Markt in Österreich von einem Gesamtumsatz der Top-250-Onlineshops von 3,17 Mrd. Euro auf 3,60 Mrd. Euro in 2019.

Die Marktkonzentration ist weiterhin hoch, die Top 10 machen mit 49,7 Prozent in diesem Jahr knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Bei den vorderen Plätzen gab es gegenüber den Vorjahreserhebungen keine Änderungen. Nach wie vor wird das Ranking von amazon.de** (834,3 Mio. Euro), zalando.at (346,8 Mio. Euro) und universal.at (111,9 Mio. Euro) angeführt.

Im Unterschied zum deutschen Markt schafft es neben den Generalisten, Bekleidungs- und Unterhaltungselektronikanbietern auch ein Unternehmen mit dem Hauptproduktsegment Drogerie und Gesundheit unter die Top 10: shop-apotheke.at konnte seinen Platz im Ranking von vormals sechs nun auf Platz vier verbessern. Die Shops auf den Plätzen 11 bis 100 liegen bei 37,4 Prozent des Gesamtumsatzes und den kleinsten Anteil haben auch in diesem Jahr wieder die Shops auf den Plätzen 101 bis 250 mit 12,9 Prozent.

Inlandspotenzial.
Die Studie erscheint bereits im zehnten Jahr. In diesem Zeitraum hat sich das Marktvolumen mehr als verdoppelt. 2010 lagen die Umsätze bei 1,64 Mrd. Euro. Insgesamt zeigen die Daten der letzten zehn Jahre ein erhebliches Wachstum der Top Player und damit verbunden eine starke Zunahme der Marktkonzentration am E-Commerce-Markt.

Hon. Prof.(FH) Dr. Anton Salesny vom Institut für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität Wien und Kooperationspartner der Studie kommentiert das Potenzial: „Ein Großteil der österreichischen Internetausgaben fließt nach wie vor in den internationalen Online-Handel. Auch Versuche, durch Einrichtung österreichischer und regionaler Plattformen diese Abflüsse in das Ausland wesentlich zu reduzieren, zeigten in den letzten Jahren noch nicht den gewünschten Erfolg.“

Beliebte Touchpoints.
Immer mehr Handelsunternehmen im E-Commerce nutzen neben dem Onlineshop weitere Vertriebskanäle. Die Verbreitung der stationären Ladengeschäfte im deutschsprachigen Raum als zusätzlicher Vertriebskanal zum Onlineshop bleibt annähernd konstant (2020: 69,2 Prozent, 2019: 68,0 Prozent). Bei den digitalen Touchpoints stellen sich die Handelsunternehmen breiter auf als im Vorjahr. Insbesondere im Corona-Jahr 2020 waren zeitweise digitale Touchpoints die ersten Anlaufstellen für Shopper.

Dass neben dem Onlineshop Marktplätze wie Ebay und Amazon als zusätzliche Vertriebskanäle vermehrt genutzt werden, zeigt insbesondere der Anstieg bei Amazon von 30,4 Prozent im Vorjahr auf 35,2 Prozent in diesem Jahr. Bei Ebay war der Anstieg etwas moderater: Von 27,2 Prozent der Top-250-Onlineshops 2019 ist der Anteil 2020 auf 29,6 Prozent gestiegen. Spannend bleibt auch die Entwicklung bei Instagram und wie sich das Thema Social Commerce und die Möglichkeiten des Check-Out direkt auf der sozialen Plattform durchsetzen werden. Die Studie konnte zeigen, dass noch mehr Shops als im Vorjahr ein Profil auf Instagram haben: Der Anteil stieg von 68,0 Prozent auf 74,0 Prozent.

Covid befeuert Wachstum des Onlinehandels – eine Chance für heimische Webshops
“Die Studie zeigt, dass der österreichische Handel einen strukturellen Veränderungsprozess durchläuft, der von einer exponentiellen technologischen Entwicklung angetrieben wird. Die Covid-Krise wirkt als Urknall der Digitalisierung und als Turboboost für den E-Commerce. Am Ende des Jahres wird unser Land erstmals einen Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von mehr als 11 Prozent erreichen”, ist Rainer Will überzeugt. Viele heimische Händler haben das Potenzial in den letzten Monaten erkannt und in ihren Webshop investiert – eine gute Entscheidung. Darüber hinaus verzeichnen die österreichischen Onlinehändler seit Beginn der Corona-Pandemie ein deutlich gestiegenes Interesse der Konsumenten am regionalen Einkauf.

Amazon an der Spitze.
“Die Top 250 Onlineshops Österreichs erwirtschaften mittlerweile 3,6 Milliarden Euro. Die Umsätze sind im vergangenen Jahr erneut um fast 14 Prozent angestiegen. Diese anhaltende Dynamik führt zu einer immer stärkeren Marktkonzentration, immer weniger große Onlinehändler teilen sich einen immer größeren Anteil der Online-Torte.

Spitzenreiter Amazon allein kommt mit 878 Millionen Euro auf ein Viertel”, fasst Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen.

Das Umsatzvolumen über den Amazon Marktplatz ist hier noch gar nicht einbezogen. Es dürfte sich mittlerweile auf mindestens 900 Mio. Euro belaufen und verstärkt die Dominanz des wertvollsten Unternehmens der Welt auch am österreichischen Markt.

Handelsverband unterstützt heimische Konsumenten mit kaufsregional.at beim Einkauf
“Heuer ist im E-Commerce das erste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt der Kaufkraftabfluss ins Ausland von 57 auf 54 Prozent zurückgegangen. Faktoren wie Nachhaltigkeit, Qualität und lokale Produktion rücken wieder stärker in den Vordergrund. Das ist eine große Chance für die mehr als 13.500 Austro-Webshops, mit österreichischer Qualität zu überzeugen. Heimische Konsumenten können auf kaufsregional.at aus mehr als 5.000 regionalen Onlinehändlern wählen”, erklärt Will.

*Anmerkungen und Methodik.
Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen sowie Unternehmenswebsites und ergänzt um Sekundärdaten. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops mit Ausnahme von Marktplätzen. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern.

Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Diensten von Shops, z.B.
Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berücksichtigt. Durch die permanente Anpassung der Umsatzmodellierung kommt es teilweise zu Veränderungen bei den Umsatzzahlen der modellierten Shops. Betreibt ein Unternehmen mehrere Onlineshops, so wurde jeder Shop separat betrachtet.

Definition E-Commerce-Umsatz: Nettoumsatz des jeweiligen Onlineshops in Österreich im Jahr 2019, bereinigt von Retouren, exkl. Umsatzsteuer und nur aus der reinen Geschäftstätigkeit des Onlineshops (ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens).
Amazon Umsatzermittlung: Der Gesamtumsatz für Deutschland beträgt laut Geschäftsbericht 19,9 Mrd. Euro. Dieser inkludiert jedoch Service- und Subscription-Umsätze (Provisionen für Angebote Dritter auf dem Marktplatz, Prime-
Mitgliedschaften, audible.de etc.) sowie alle Käufe auf Amazon in Deutschland, die außerhalb Deutschlands getätigt wurden. Nach Abzug der Service-Umsätze sowie der Umsätze weiterer Amazon-Angebote ergibt sich der Produktumsatz für amazon.de, für den der Umsatzanteil für österreichische Endkonsumenten ermittelt wurde. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 6/2020

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