Onlinehändler ASOS setzt auf volle Datentransparenz mit KiSoft Analytics

Wer ernsthaft E-Commerce betreiben will, braucht Daten. KiSoft Analytics liefert uns alle wichtigen Daten auf einen Blick. Mit dieser smarten Datenbasis können wir aktuelle Anforderungen wie den Black Friday, aber auch zukünftige Anforderungen des E-Commerce meistern.

Beitrag: Redaktion.

Daten haben in unserer modernen Welt einen hohen Stellenwert: Natürlich auch in der Logistik und bei der Gestaltung von Supply-Chain-Netzwerken, die einerseits die Wünsche der Kunden erfüllen und andererseits Retailer dabei unterstützen, erfolgreich zu wirtschaften. Damit aus der ungeordneten Datenflut qualitativ hochwertige Informationen entstehen, die als Grundlage für operative und strategische Entscheidungen dienen, helfen intelligente Analyse-Tools wie KiSoft Analytics. Der führende Onlinehändler für Mode, Beauty und Lifestyle ASOS nutzt KiSoft Analytics, um Herausforderungen wie den Black Friday mit der Macht der intelligenten Daten zu meistern.

Topmodernes E-Com Fulfillment im Eurohub 2.
Die Herausforderungen an Onlinehändler sind heute groß: Kunden erwarten schnelle Lieferung, eine große Anzahl an Retouren muss effizient bearbeitet werden und Peaks wie der Black Friday oder der Singles‘ Day sind zu meistern. Dazu kommt ein ständig wachsendes Warensortiment und vor allem im Fashion-Bereich ständig wechselnde Kollektionen. Herausforderungen wie diesen stand auch der erfolgreiche Onlinehändler ASOS gegenüber: Um sein Logistik-Netzwerk zu stärken und optimal auf zukünftiges Wachstum ausrichten, entschied sich ASOS sein Distributionszentrum Eurohub 2 in der Nähe von Berlin mit intelligenten Automatisierungslösung inklusive umfassender Software-Suite von KNAPP auszustatten. „Als wir unser Eurohub 2 geplant haben, war sehr früh klar, dass wir eine sehr hohe Lagerdichte und sehr viele SKUs mit einem kurzen Produktlebenszyklus haben werden. Nicht jede Logistiklösung ist dafür geeignet.
KNAPP erschien uns von Anfang an wie ein starker und zuverlässiger Partner. Wir sind über die Jahre miteinander gewachsen und haben Eurohub 2 von einem einfachen manuellen Lager zu einem zukunftsfähigen automatisierten Fulfillment Center weiterentwickelt“, erklärt Oliver Kraftsik, Supply Chain Director für Europa bei ASOS. Mit Hilfe des automatisierten Lagersystems kann ASOS rund 3 Millionen Stück pro Woche bearbeiten und an Kunden in 40 Länder versenden.

Erfolg am Black Friday mit strukturierten Daten.
Mit der integrierten Automatisierungslösung steht ASOS das Beste aus beiden Welten zur Verfügung: Erprobte Automatisierungstechnologie sowie eine maßgeschneiderte Software-Lösung, die alle Prozesse von ASOS abbildet. Ein Teil der umfassenden KiSoft-Suite ist das intelligente Analyse-Tool KiSoft Analytics. Mithilfe von KiSoft Analytics kann ASOS Daten aus allen logistischen Prozessen optimal nutzen, bewerten und als Grundlage für kurzfristige oder auch langfristige Entscheidungen heranziehen. „Uns war besonders wichtig, dass wir granulare Daten unserer Prozesse erhalten, denn damit können wir unsere Prozesse überwachen und optimieren.

Dafür ist KiSoft Analytics für uns genau das richtige Tool. Wir können tief in Echtzeit-Daten einsteigen und die Daten sind optisch ansprechend aufbereitet. KiSoft Analytics hilft uns dabei, rasch und datenbasiert die richtigen Entscheidungen zu treffen“, hebt Oliver Kraftsik die Vorzüge von KiSoft Analytics hervor. Beispielsweise nutzt das ASOS-Team KiSoft Analytics, um sich optimal auf den Black Friday vorzubereiten und kann aus den historischen Daten auch wichtige Maßnahmen für zukünftige Peaks ableiten. „Daten sind elementarer Bestandteil für jeden, der ernsthaften E-Commerce betreiben will. Gerade für die Herausforderungen, die der ganzen Branche bevorstehen, sind Tools wie KiSoft Analytics in Kombination mit soliden Logistiklösungen wesentlich“, ist sich Oliver Kraftsik sicher. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Online-Shop und Ladengeschäft versorgt von einem AutoStore-System

Das zunehmende Wachstum auf internationaler Ebene und die konsequente Erweiterung des Sortiments im Cross-Channel-Vertrieb erforderten 8 Jahre nach der Gründung von eXXpozed ein neues, leistungsfähigeres Logistikkonzept. Mit einem AutoStore-System von Element Logic konnte der Online-Händler für Outdoorausrüstung nicht nur seine Lagerkapazität vervielfachen, sondern auch seine Lagerprozesse hinsichtlich Zuverlässigkeit und Effizienz erheblich optimieren.

Beitrag: Redaktion.

eXXpozed sports & fashion ist ein Anbieter für Outdoor Bekleidung und hochwertige Outdoor- und Extremsport-Ausrüstung. Seinen Fokus richtet das im Jahr 2010 gegründete Unternehmen auf ausgefallene, nicht überall erhältliche Produkte exklusiver Markenhersteller und verfügt aktuell über ein Sortiment von rund 150.000 Artikeln. Seit Dezember 2018 reiht sich mit dem Neubau in Dietmannsried bei Kempten und der Eröffnung des 750 m² großen Ladengeschäfts mit angeschlossenem Bistro ein neuer Meilenstein in die Unternehmensgeschichte ein. Zusätzlich werden auf insgesamt 1.860 m² innen und außen Kletter- und Boulderflächen geboten, auf denen auch Kurse, Events und Wettkämpfe organisiert werden. „Wir bieten unseren Kunden eine Sport- und Outdoor-Erlebniswelt, in der sie unsere Produkte mit allen Sinnen erfahren können“, so Andreas Oliver Bindhammer, Gründer und Geschäftsführer von eXXpozed und ehemaliger Weltcupsieger im Schwierigkeitsklettern.

Auf der Suche nach der optimalen Lagerlösung.
Von ursprünglich 4 Festangestellten und 5 Aushilfen im Jahr 2010 ist die Anzahl der Mitarbeiter bei eXXpozed inzwischen auf mehr als 80 angestiegen. Sie sorgen dafür, dass täglich bis zu 1.400 Bestellungen ihren Weg zu weltweit inzwischen fast 600.000 Kunden finden. In den ersten Jahren hat eXXpozed Lagerhaltung klassischer Art betrieben. Die Artikel wurden auf Anforderung stückweise manuell entnommen und den individuellen Bestellungen entsprechend kommissioniert. Das Personal verbrachte viel Zeit mit der Zusammenstellung der Produkte und mit wachsendem Sortiment wurden die Wege von den Lagerräumen zum Versandbereich immer länger. Das rasante Wachstum im Online-Geschäft und die Ergänzung des stationären Handels am neuen Standort in Dietmannsried machten schließlich effizientere Prozesse und eine höhere Lagerkapazität dringend erforderlich.

Auf der Suche nach einem einfacheren – und vor allem zukunftssicheren – Logistikkonzept wurden verschiedene Lager- und Logistiklösungen in Erwägung gezogen und wieder verworfen. „Bis uns der Logistikspezialist Element Logic eines Tages eine Lösung auf Basis eines AutoStore Konzeptes vorstellte – einfach, platzsparend, intelligent und maximal skalierbar – die perfekte Lösung für unseren Bedarf“, erinnert sich Bindhammer.

Höchste Verfügbarkeit auf kleinstem Raum.
Nach einer Gesamt-Realisierungsdauer von lediglich 17 Wochen wurde im Spätsommer 2018 die platzsparende automatische
Lager- und Kommissionierlösung AutoStore bei eXXpozed in Betrieb genommen. Aufgrund der kompakten Bauweise und der hohen Lagerungsdichte wurde die Auto-Store-Anlage in das Stockwerk direkt unterhalb des Ladengeschäfts integriert – auf einer Fläche von nur 450 m². „Zum Vergleich: ein herkömmliches Lager würde für die gleiche Warenmenge etwa 3.500 m² benötigen“, erklärt Bindhammer. Um die besondere Kundenerlebniswelt noch einzigartiger zu machen, hat eXXpozed die AutoStore-Roboter gekonnt in Szene gesetzt. Diese lassen sich von außerhalb des Gebäudes durch ein Schaufenster beobachten. Das automatische Kleinteilelager von eXXpozed beinhaltet derzeit 10.950 Behälter. Diese werden in den vertikalen Kanälen des Grids zu jeweils 16 Stück übereinandergestapelt, auf der horizontalen Ebene betragen die Zwischenräume jeweils nur wenige Zentimeter. Damit wird der verfügbare Raum in allen Richtungen maximal ausgenutzt. Insgesamt 12 intelligente AutoStore Roboter bewegen sich auf dem darüber befindlichen Aluminiumraster. Sie heben mit ihren Greifeinheiten Behälter an, sortieren diese um und stellen sie an den Kommissionierports bereit.

Eine standardisierte Software steuert die Bewegungsabläufe und kontrolliert kontinuierlich die Standorte der einzelnen Behälter im System. Die autonomen Roboter bewegen sich durch ihre vier über Eck angeordneten Räderpaare in zwei Richtungen und erreichen so jede Position im Raster mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3,1 m/s. Sie kommunizieren über WLAN mit der Auto-Store-Steuerung, die die Transportaufträge an die einzelnen Roboter vergibt. Bei geringer Auftragslast oder zu geringer Batteriekapazität fahren die Roboter selbstständig eine der im Grid befindlichen Ladestationen an.

Ergonomische Arbeitsplätze und effizientere Prozesse.
Für die Warenein- und Auslagerung stehen bei eXXpozed zwei Karussell-Ports und ein Conveyor-Port zur Verfügung. Bei Bedarf können alle Arbeitsstationen für jeden Prozess verwendet werden. Dies gibt eXXpozed jederzeit eine maximale Flexibilität. Optimiert wird das ganze durch eine von Element Logic für den Bedarf von eXXpozed individuell angepasste Softwarelösung. Anstelle mehrerer Lagerräume mit langen Laufwegen verfügt eXXpozed heute über ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze. Die Behälter mit den Waren werden direkt an die Arbeitsplätze geliefert, wo Kommissionierer die Aufträge sowohl für Bestellungen aus dem Online-Shop als auch für die Abholung im Ladengeschäft bearbeiten. Unter dem Strich bedeutet das für eXXpozed hohe Effizienz bei minimalem Aufwand.

Bei zusätzlichem Bedarf, zum Beispiel vor der Weihnachtszeit oder dem Black Friday, kann die Leistung des AutoStore-Systems sehr kurzfristig durch die Einbringung zusätzlicher Roboter und Behälter gesteigert werden. Zu Spitzenzeiten konnte das Auto-Store-System von eXXpozed bis zu 370 Picks/h leisten.

Ein zukunftsfähiges Set-up.
Mit der perfekt aufeinander abgestimmten Intralogistik und der daraus resultierenden minimalen Auftragsdurchlaufzeit kann eXXpozed der wachsenden Nachfrage und den Kundenanforderungen nach schneller und pünktlicher Lieferung gerecht werden. Da das zentrale Lager direkt an den Store angegliedert ist, kann auch im Ladengeschäft jederzeit ein sehr breites und tiefes Sortiment angeboten werden.

„AutoStore und die Zusammenarbeit mit Element Logic haben in jeder Hinsicht dazu beigetragen, die Kundenzufriedenheit zu steigern und unsere Marktposition weiter auszubauen“, so Bindhammer abschließend. „Es war für uns die bisher beste Entscheidung in Bezug auf effizientes und ressourcenoptimiertes Lagermanagement. Das vollautomatisierte Warenlager fügt sich perfekt in die bestehende Infrastruktur unserer Versandhandelssoftware ein und garantiert uns damit Zukunftssicherheit und nachhaltige Wachstumschancen.“

Zahlen und Fakten:
450 m² großes AutoStore System
12 AutoStore-Roboter
10.950 Behälter
2 Karussell-Ports
1 Conveyor-Port

Element Logic ist der weltweit erste offizielle AutoStore-Integrator und führender Anbieter von Intralogistiklösungen. Seit über 35 Jahren unterstützt Element Logic Unternehmen sämtlicher Branchen und Größen dabei, in zunehmend dynamischeren Märkten mit immer komplexer werdenden Anforderungen zu bestehen. In generalunternehmerischer Verantwortung entwickeln und realisieren wir wohl durchdachte, hocheffiziente Lagerlösungen vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Herzstück dieser Lösungskonzepte ist das einzigartige automatische Lager- und Kommissioniersystem AutoStore, welches maximale Energie- und Raumeffizienz bietet.

Als weltweit erster offizieller AutoStore-Partner haben wir bereits über 130 Unternehmen mit dem einzigartigen System ausgestattet und sind Marktführer für AutoStore-Lösungen in Europa. Um die bestmögliche AutoStore-Gesamtlösung zu entwickeln, integrieren wir zusätzliche Technologien in Ihre Intralogistik, wie beispielsweise automatische Kartonaufrichter und -verschließer, Etikettierer, Fördertechnik und Pick-Roboter.

Weiterhin kümmern wir uns um die Schulung des Bedienpersonals und bieten fortlaufende Serviceleistungen sowie den AutoStore Support an. Als mittelständisches Unternehmen sind Flexibilität, Agilität und Schnelligkeit Eigenschaften, die uns auszeichnen. Wir gehen gezielt auf Ihre Bedürfnisse ein und entwickeln Lösungen, die innerhalb weniger Wochen integrierbar sind und mit Ihren Anforderungen wachsen können.
Unsere Erfahrung sichert Ihren Erfolg! (RED)

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

Einzelhandelsbilanz im Corona-Jahr 2020

Statistik Austria bestätigt die Gesamtjahresprognose von HV und WIFO. Der Lebensmitteleinzelhandel legt um 7% zu und auch der heimische Onlinehandel wächst mit +17% massiv. Amazon stellt sich mit +30% als Krisen-Gewinner heraus.

Beitrag: Gerald Kühberger.

Die von der Statistik Austria veröffentlichte Konjunkturstatistik für den österreichischen Einzelhandel bestätigt die Gesamtjahresprognose von Handelsverband und WIFO für das Corona-Jahr 2020. So hat der heimische Einzelhandel im Vorjahr laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria einen realen (inflationsbereinigten) Umsatzrückgang von -0,3 Prozent verzeichnet.

22,4% Umsatzeinbruch: Bekleidungs- und Schuhhandel sind am stärksten von der Corona-Krise betroffen Aggregiert über alle Teilbereiche des Einzelhandels konnten die Umsatzeinbrüche durch die ersten beiden Lockdowns im Vorjahr noch annähernd wettgemacht werden, wobei die einzelnen Sektoren sehr unterschiedlich betroffen waren. Während der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ein reales Umsatzplus von 7 Prozent erwirtschaften konnte, musste der Handel abseits der Grundversorgung ein Minus von 3,9 Prozent verkraften. Am schlimmsten von den Auswirkungen der drei harten Lockdowns betroffen ist der Bekleidungs- und Schuhhandel. In diesem Segment sind die Absätze 2020 um 22,4 Prozent eingebrochen.

Wenngleich der Lebensmitteleinzelhandel um 7 Prozent zugelegt hat, ging die Grundversorgung der Bevölkerung auch mit zusätzlichen Kosten für die Hygienemaßnahmen einher. Im Non-Food-Sektor ist der stationäre Bekleidungs- und Schuhhandel der große Verlierer. Je kleiner der Betrieb und je weniger digital, desto dicker das Minus, bis hin zu Totalausfällen in den Lockdown-Zeiträumen. Einmaleffekte durch den Trend des ‘Cocooning’ bescherten dem Möbel-, Heimwerkerbedarfs- und Elektrowarenhandel ein Plus.

Einpersonen-UnternehmerInnen (EPU) sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – das Rückgrat der österreichischen Volkswirtschaft – leiden besonders unter den behördlich angeordneten Geschäftsschließungen. Im Einzelhandel betreffen die negativen Auswirkungen der Corona-Krise fast ausschließlich die stationären Geschäfte. Hier lag der inflationsbereinigte Umsatzrückgang 2020 branchenübergreifend bei mindestens -4,7 Prozent.

Noon-Food-Handel muss 90 geschlossene Einkaufstage verkraften.
Im ersten Lockdown war der Handel 24 Einkaufstage lang geschlossen, Geschäfte über 400 m2 sogar 39. Das war das Ostergeschäft. Der zweite Lockdown brachte weitere 17 verlorene Einkaufstage. Das waren Black Friday und das Vorweihnachtsgeschäft. Der dritte Lockdown mit 34 Einkaufstagen betraf das Weihnachtsgeschäft an sich. In Summe mussten viele HändlerInnen Corona-bedingt 90 geschlossene Einkaufstage hinnehmen. Das lässt sich kaum verkraften.

Im Schnitt verliert der stationäre Handel bis zu 1 Mrd. Euro pro Woche an Umsatz im harten Lockdown. Im aktuellen Lockdown light, sind es immer noch rund 250 Mio. Euro wöchentlich. Aufgrund der Länge der Lockdowns kann nur einen Teil der Umsatzverluste später noch in den Geschäften nachgeholt werden. Viel verlagert sich auf den Onlinehandel oder unterbleibt.

Der eCommerce-Sektor boomt: +17% für heimische OnlinehändlerInnen, +30% für internationale Onlinegiganten.
Der österreichische Versand- und Internet-Einzelhandel konnte im Vorjahr wie vom Handelsverband prognostiziert um 17 Prozent zulegen. Corona war hier eindeutig ein Brandbeschleuniger. Mittlerweile hat der eCommerce-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz erstmals die Schallmauer von 12 Prozent übertroffen – und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Das veränderte Kundenverhalten ist gekommen, um zu bleiben.

Noch stärker als der heimische Distanzhandel konnte 2020 der KEP Markt (Kurier-, Express- und Paketdienste) wachsen. 2019 lag die Zahl der zugestellten Pakete im B2C Bereich bereits bei 151 Millionen (+14%). 2020 erreichte das Paketvolumen sogar 180 Millionen – ein Anstieg von mehr als 19 Prozent innerhalb eines Jahres. Hauptgrund für dieses massive Wachstum ist das exponentiell gestiegene Umsatzvolumen der internationalen Online-Giganten, allen voran Amazon. Die führenden Drittstaatenhändler konnten 2020 in Österreich um mehr als 30 Prozent zulegen. Damit hat sich auch die HV-Prognose bestätigt: Die Lockdowns haben ein gigantisches Amazon-Förderungsprogramm ausgelöst. Aber auch der heimische Handel hat massiv digitalisiert. Mehr als 5.000 HändlerInnen haben sich bereits auf www.kaufsregional.at – dem eCommerce-Verzeichnis des Handelsverbandes – registriert.

Das Motto für 2021: Leben und Wirtschaften mit dem Virus, um milliardenschwere Kollateralschäden zu verhindern.
Das Motto für 2021 für die heimischen Betriebe heißt: Leben und Wirtschaften mit dem Virus, denn Corona wird uns noch länger begleiten und wir müssen die ökonomischen, sozialen und psychischen Kollateralschäden der Gesundheitskrise eindämmen. Die Händler werden sämtliche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen der Bundesregierung ausnahmslos mittragen.

Im Gegenzug lautet die Bitte an die Politik: Lasst die Geschäfte nachhaltig offen, wir sind kein Corona-Hotspot! Mittlerweile sind mehr als 535.000 Menschen in Österreich arbeitslos gemeldet und 470.000 in Kurzarbeit. Allein im Handel – dem zweitgrößten Arbeitgeber des Landes – sind die Arbeitslosenzahlen im Vorjahr Corona-bedingt um ein Drittel angestiegen. 10.000 Handelsunternehmen sind de facto zahlungsunfähig, 100.000 Jobs in der Branche wackeln. Die Situation bleibt weiter angespannt: Jede/r zweite HändlerIn hat Existenzängste, fast jede/r Dritte kann anfallende Rechnungen nicht bezahlen und jede/r Fünfte konnte die Weihnachtsgelder nicht auszahlen. (GK)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 1/2021

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