Am Puls der Zeit mit Dematic

Die Handtmann Group setzt auf ein schlagkräftiges Logistikzentrum mit Automatisierungslösungen von Dematic.

Beitrag: Redaktion.

Die Handtmann Gruppe beschloss das bestehende Logistikzentrum durch einen umfangreichen Neubau massiv zu erweitern. Nach einem intensiven Auswahlprozess wurde der Anbieter für Automatisierungstechnik Dematic mit der Konzeption und Umsetzung des Großprojekts betraut. Dematic realisierte eine Komplettlösung bestehend aus seinem Multishuttle-System, Behälterfördertechnik, einem Hochregal mit drei SR-U/1200 Regalbediengeräten und angeschlossener Palettenfördertechnik sowie einem umfassendem Software-Paket für das Warehouse Management System (WMS). Qualität und Präzision sind seit den Anfangsjahren feste Zutaten im Erfolgsrezept der Handtmann Unternehmensgruppe. Denn die Kundschaft ist anspruchsvoll und erwartet einwandfreie Anlagen von dem Biberacher Unternehmen.

Handtmann erweiterte im Laufe der Jahre sein Programm, verfügt über eine breite Diversifikation und ist heute ein Global Player mit Niederlassungen und Produktionsstätten auf der ganzen Welt. Was sich indes nicht geändert hat: Der Anspruch an die eigene Leistung ist gestern wie heute extrem hoch. Darum entschied man sich in Biberach auch erst nach sorgfältigen Abwägungen für die exakt passende Lösung, als es darum ging, das Logistikzentrum am Stammsitz der Handtmann Maschinenfabrik den gestiegenen Kapazitäten anzupassen.

Vor fast 150 Jahren als Messinggießerei gegründet, hat sich die Firmengruppe Handtmann im Laufe der Zeit zu einem weltweit agierenden System- und Anlagenbauer entwickelt. Heute erwirtschaftet die Gruppe mit knapp 4.000 Mitarbeitenden an 30 Standorten weltweit einen jährlichen Umsatz in Höhe von 820 Millionen Euro. Im Geschäftsbereich der Füll- und Portioniersysteme entwickelt und produziert die Albert Handtmann Maschinenfabrik zukunftsorientierte Anwendungslösungen für die Lebensmittelverarbeitung. Dabei nimmt sie eine internationale Spitzenstellung ein. Zu ihren Kunden zählen sowohl Handwerksbetriebe und Start-ups, als auch mittelständische Betriebe und industrielle Konzerne auf der ganzen Welt.

Die große Produktvielfalt des Maschinenbauers, stellt zugleich besondere Anforderungen an die Lagertechnik. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Jahren die Volumina und der Durchsatz im Lager in Biberach an der Riß deutlich gewachsen sind. Um der Auftragslage und den gestiegenen Ansprüchen Rechnung zu tragen, war es notwendig geworden, das bestehende Palettenlager und das automatische Kleinteilelager (AKL) zu ersetzen, wie Georg Briegel, Bereichsleiter Produktion bei der Handtmann Maschinenfabrik GmbH, berichtet: „Unser Ziel war zum einen der Ausbau unserer Lagerkapazität. Zum anderen galt es, Prozesse zu
optimieren.“
.
Implementierung im laufenden Betrieb.
Auf der Suche nach einer modernen Lösung entschied sich das Unternehmen für Dematic. Gemeinsam wurde ein neues Logistikzentrum auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern mit direktem Anschluss an die bestehende Produktionshalle neu konzipiert und angebaut. Dematic präsentierte daraufhin ein ganzheitliches Layout, bestehend aus einem Multishuttle-System und einem Hochregallager mit drei Regalbediengeräten sowie diverser Fördertechnik, die durch eine hauseigene Software-Lösung von Dematic gesteuert werden sollte. Die alte Anlage wurde nach der Fertigstellung des neuen Dematic Systems zurückgebaut. Das neue Intralogistiksystem wurde an der Schnittstelle des Neubaus in dem Bestandsgebäude fortgeführt und integriert, um nahtlos die reibungslose und effiziente Materialversorgung der Produktion von Handtmann zu gewährleisten.

Eine der größten Herausforderungen bei der Installation der Anlagen war die Vorgabe, die Lösungen während des laufenden Betriebs zu implementieren. Nach einer Planungs- und Bauzeit von insgesamt 30 Monaten war das neue Lager vollständig einsatzfähig. Zu Beginn ersetzte Dematic zunächst das vorhandene Palettenlager durch ein Hochregallager (HRL) und ergänzte dieses anschließend um ein großes Multishuttlelager, welches auf einer neu errichteten bauseitigen Stahlbetonbühne installiert wurde. Erneuert wurden zudem die Paletten- und Behälterfördertechnik sowie die Arbeitsplätze im Wareneingang, der Kommissionierung, der Qualitätskontrolle, des Ersatzteilversands und im Bereich der Produktionsversorgung. „Dadurch sind wir nun in der Lage, schnell auf Veränderungen zu reagieren und unseren innerbetrieblichen Materialfluss zu verbessern“, sagt Briegel. Im Vergleich zum vorherigen System erfolgt zum Beispiel die Ersatzteilversorgung bei Handtmann jetzt um ein Vielfaches schneller und erlaubt bis zu 3.800 Picks pro Tag.

Flexibel auf Anforderungen reagieren.
Das installierte HRL bietet nun Platz für 7.200 Paletten, die auf 25 Lagerebenen einfachtief in drei Gassen gelagert werden können. Durch die automatisierte Palettenlagerung sind bis zu 129 kombinierte Ein- und Auslagerungen– sogenannte FEM-Doppelspiele – möglich. Darüber hinaus fasst das neue, zweigassige Multishuttlelager rund 64.000 Behälter, die sich mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm auf 41 Lagerebenen verteilen. Dort sind 550 Doppelspiele möglich. Nach dem Eingang der Waren werden diese zunächst auf Behälter verteilt, die sodann automatisch zum Kleinteilelager transportiert und eingelagert werden. Um sicherzustellen, dass das zulässige Maximalgewicht von 30 Kilogramm je Behälter nicht überschritten wird, erfolgt eine automatische Gewichtskontrolle. Komplettiert wird das neue Logistikzentrum in Biberach an der Riß von vier Ware-zur-Person-Kommissionierplätzen, die mit einem Pick-by-Light-System ausgestattet sind. Hinzu kommen fünf Arbeitsplätze für den Wareneingang, sieben Arbeitsplätze für den Warenausgang, acht Plätze für die Qualitätsprüfung sowie einem für Rücksendungen und vier für interne Ein- und Auslagerungen. Verbindendes Element zwischen den Lagern ist das Dematic Modular Conveyor System (MCS), das die Güter automatisch transportiert. Bereits während der Planung wurde berücksichtigt, das Logistikzentrum bei Bedarf mühelos adaptieren zu können. In diesem Punkt bietet die Dematic Fördertechnik einen weiteren Vorteil: Dank seines modularen Aufbaus kann das System bei Bedarf in der Zukunft entsprechend erweitert werden.

Dematic Software für reibungslosen Warenfluss.
Die Steuerung und Bedienung der neuen Anlage erfolgt über die hauseigene Software von Dematic, wodurch die vorhandenen Lagerressourcen bestmöglich genutzt werden können. Die Lösung optimiert die Abläufe durch den Einsatz fortschrittlicher Analysemethoden und Algorithmen. Hierzu werden relevante Lager- und Unternehmensdaten in Echtzeit erfasst und mittels anwenderfreundlicher Dashboard-Übersichten auf PC, Laptop oder mobilem Endgerät angezeigt und in das vorhandene WMS eingespeist. Dadurch wird ein reibungsloserer Warenfluss innerhalb des Logistikzentrums sichergestellt. Briegel betont: „Dematic hat den Auftrag zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Über den gesamten Prozess hinweg war die Zusammenarbeit kollegial und auf Augenhöhe. Aber das Wichtigste ist: Seitdem wir das neue Logistikzentrum in Betrieb genommen haben, sind wir deutlich effizienter und flexibler.“

LOGISTIK express Journal 4/2022

LOGISTIK express Journal 4/2022

Leadership ist das Gebot der Stunde

Jammern ist keine unternehmerische Tätigkeit.
Planen Sie mit uns Ihre Medienarbeit.

LE 4/2022, Inhalte: 

03 Inhalt / Editorial / Impressum
04 Einmal hin, einmal her, rundherum das ist nicht schwer
08 Aktuelle Herausforderungen – vier Krisen belasten die Wirtschaft
10  Was tun, wenn nichts mehr geht? Blackout-Vorsorge-Ratgeber
14  Inflation und Kaufkraftverlust lassen Handelsumsätze einbrechen
16  Onlinehändler-Studie: Steigende Kosten und Lieferschwierigkeiten
18  Wie der Computer zum intelligenten Wesen wird
22  Mehr Effizienz in der Logistik dank Künstlicher Intelligenz
26  Wie wird Künstliche Intelligenz das Geschäftsleben beeinflussen?
30  EU Harmonisierung digitaler Warensendungsdokumente
32  Ökologisierung und CO² Neutralität in der Paketzustellung
36  Vom Kataloggeschäft zum Platzhirsch im E-Commerce
40  ECOMLOG22 – Es braut sich ein Sturm zusammen
46  AWS unterstützt Deutschland bei seinem digitalen Wandel
50  Hadolt-Gruppe managt digitale Logistik im LKH-Univ.-Klinikum Graz
52  Herausforderungen und Hindernisse in der Industrielogistik
56  Strategie und Planung als Basis erfolgreicher Logistik
60  Onlinehändler ASOS setzt auf volle Datentransparenz mit KiSoft
62  Am Puls der Zeit mit dematic
66  Langfristige Investitionssicherheit mit AutoStore von Element Logic
70  China Lieferketten -Dürre im Land der Mitte
74  Hafen Wien feiert runden 60er
76  Yabba Dabba Doo! Wir bei den Flintstones
80  ÖBB und Hafen Triest bringen Impulse für Standort Kärnten
84  Ein Land im Niedergang: Deindustrialisierung schreitet voran
90  Krisen sind wichtig! Krisen sind Chancen!
94  Nur 20 Prozent der Jobanzeigen werben mit mehr Geld
96  Menschen in Bewegung
98  Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Leistungen & Services

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Digitalisierung macht die Lieferketten fit: Planungssicherheit als Schlüssel zum Erfolg

Kaum ein Tag der letzten zwei Jahre verging ohne Störungen in der Lieferkette, aktuelle Entwicklungen lassen darauf schließen, dass das noch länger so bleibt. Unter dem neuen Motto #bringiton möchte Dematic den Kunden signalisieren, dass sie Lösungen für die intralogistischen Herausforderungen parat hat – um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.

Redaktion: Angelika Gabor.

Der Markt und das Verbraucherverhalten haben sich grundlegend verändert. Ginge es nach dem Ideal der Onlineshopper, würde schon wenige Sekunden nach dem Klick der Postbote klingeln. Das ist natürlich utopisch, aber same-day-delivery ist durchaus bereits ein Thema. Die Grundlage dafür bietet eine Hochleistungslogistik: intelligente Logistiksoftware, präzise Intralogistik und skalierbare Systeme von Dematic unterstützen dabei, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und so die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auf was es wirklich ankommt: ein zufriedenstellendes Kundenerlebnis. Das umfasst beispielsweise auch einfache Rücksendemöglichkeiten und – ganz wichtig – fehlerfreie Lieferungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Skalierbarkeit für Nachfrageschwankungen
Oftmals ist es schwer, exakte Prognosen für den Erfolg eines Produktes zu erstellen. In Zeiten von Social Media und Influencern kann beispielsweise ein Kleidungsstück oder Dekorationsartikel plötzlich extreme Popularität erlangen. Die intelligente Managementsoftware von Dematic erlaubt die rasche und präzise Auftragsbearbeitung. Die Systeme erkennen, wie stark verschiedene Artikel nachgefragt werden. Dementsprechend lassen sich die Lager-Stellplätze dynamisch vergeben, um die vorhandene Infrastruktur stets optimal auszulasten.

Die skalierbaren Systeme wie der Dematic Pouch Sorter ermöglichen maximale Flexibilität und Präzision. Die intelligente Software bietet Echtzeit-Information über den jeweiligen Produktstandort, damit die Kunden so schnell wie möglich beliefert werden können. Darüber hinaus ist natürlich auch ein effektives Retourenmanagement möglich.

Digitalisierungspotential voll ausschöpfen.
Um ein tieferes Verständnis für die Marktbedürfnisse zu bekommen, hat Dematic umfangreiche Befragungen und Analysen durchgeführt. „Die Digitalisierung birgt enormes Potenzial für unsere Kundinnen und Kunden, vor allem daten- und cloudbasierter Lösungen gewinnen an Wichtigkeit. Unser Ziel ist es, die Lieferketten durch intelligente Software und transparente Datenpunkte zukunftsfit zu machen“, erklärt Bernard Biolchini, Executive Vice President EMEA bei Dematic. „Datentransparenz ist zudem der Schlüssel zu einer weiteren Gelegenheit: dem Einhalten von Lieferfristen durch das Schaffen robuster Lieferketten. Zu wissen, welche Bestellung sich wo befindet, und das zu jedem Zeitpunkt, ist ein zentraler Baustein erfolgreicher Unternehmen im E-Commerce.“

Durch die Verbindung aller Punkte in der Lieferkette wird das digitale Umfeld optimiert. Mit Hilfe von Softwarelösungen werden Daten sichtbar, transparent und agil gemacht. Das Ergebnis: ein vollständiges Bild über die Lieferketten bei gleichzeitig steter Kontrolle über alle Prozesse. „Nur mithilfe der perfekten Nutzung der Digitalisierung und Konnektivität lassen sich E-Commerce und Online-Shopping in der von den Kundinnen und Kunden erwarteten Art und Weise realisieren“, weiß Biolchini.

Durch eine nahtlose Verflechtung der Lieferketten kann ein konsistentes Kundenerlebnis erreicht werden. Parallel zu den Wünschen der Kunden müssen auch Agilität und Datenqualität steigen. Informationen über Bestellgewohnheiten sind ebenso wichtige Faktoren wie das Feedback der Kunden. „Unsere Softwarelösungen sind in der Lage, genau das zu tun – indem sie alle Punkte Ihres Ökosystems miteinander verbinden. Somit werden die Teile Ihrer Lieferketten zu einer perfekt synchronisierten Symphonie mit einem allwissenden Dirigenten zusammengeführt“ so Biolchini. Dematic Insights hilft bei der Auswertung und Nutzung des vorliegenden Datenschatzes, um Potenziale zu erkennen. Dematic stellt alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung, um Trends frühzeitig zu erkennen und Prognosen zu erstellen.

Maximale Investitionssicherheit.
Ein volatiles Umfeld, steigende Kosten und die Nachwehen der Pandemie sind nur ein paar der Gründe, warum langfristige Investitionssicherheit eine extrem wichtige Rolle bei der Planung von Intralogistikprojekten spielt. Darum setzt Dematic zur Ausarbeitung dieser Lösungen auf ein breit gefächertes Portfolio aus Intralogistik-Hard- und –Software zur Stabilisierung der Supply Chain, um damit eine tragfähige Grundlage für die Abwicklung der Geschäfte zu schaffen – gerade, wenn volatile Märkte wenig Spielraum für Fehler lassen.

Dank ihrer Skalierbarkeit bieten die zuverlässigen Lösungen von Dematic hohe Investitionssicherheit. Die Systeme sind allesamt so konzipiert, dass man die Abläufe nie aus den Augen verliert und trotzdem bei den Gesamtbetriebskosten spart. Dabei helfen auch Energierückgewinnungssysteme und umfassende Stand-by-Modi, wichtige Punkte im Bereich Nachhaltigkeit. Ebenso relevant: mit umfassenden After-Sales-Angebot begleitet Dematic den Anlagenbetreiber über die gesamte Lebensdauer der Lösung – bei voller Kostenkontrolle.

Automatisierung gegen Arbeitskräfte- und Platzmangel.
Ob man es möchte oder nicht, angesichts immer mehr offener Stellen im Lager- und Logistikbereich kommt man um das Thema Automatisierung nicht herum. Saisonale Spitzen tun dann ihr übriges, die Prozesse im Lager unter Druck zu setzen. Die unterschiedlichen Hard- und Softwarelösungen von Dematic helfen dabei, die Möglichkeiten gegebener Logistikinfrastrukturen besser auszuschöpfen. Ein nahtloser, sich selbst erhaltender Prozess bietet eine zuverlässige Basis für den Betrieb. Mittels Automatisierung werden im Optimalfall alle arbeitsintensiven, zeitaufwändigen manuellen Prozesse eliminiert, die Effizienz verbessert. Nicht zu vergessen: auch das Platzangebot kann maximal ausgenutzt werden. Dies ist besonders bei Projekten im Bereich City-Logistik relevant, denn bei Urban Warehouses und Micro-Hubs bedeutet jeder Zentimeter mehr auch höhere Betriebskosten. Die aufeinander abgestimmten Hard- und Softwarelösungen von Dematic lassen sich in bestehende Systeme integrieren. Micro-Fulfillment-Lösungen, wie etwa das automatische Kleinteilelager- und Kommissioniersystem Autostore (Dematic ist hier Distributionspartner) maximieren die Effizienz durch ihre hohe Lagerdichte.

Mit AMR, FTS und automatischen Kommissionierstationen schafft man die Voraussetzungen für einen vollautomatischen Materialfluss – der in wenigen Wochen geplant und umgesetzt werden kann. Biolchini: „Eine State-of-the-Art-Automatisierungslösung ist heutzutage kein Mittel zum Selbstzweck. Vielmehr bietet sie das Potenzial, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Aufgaben noch besser zu erledigen. Ein Potenzial, das darauf wartet, erschlossen zu werden; quasi der verborgene Schatz der operativen Exzellenz.“

Drohnentechnologie auf dem Vormarsch.
Auf der LogiMAT 2022 präsentierte Dematic einen neuen Service zur visuellen Inspektion intralogistischer Anlagen der Öffentlichkeit: Dematic Drone Inspection Services. Durch den Einsatz von Drohnen werden der Zeit- und Arbeitsaufwand für die Wartung stark reduziert – und das ganz ohne Qualitätsverlust. Die regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen und Sichtkontrollen können so bequem und gefahrlos vom Boden aus durchgeführt werden. Die Drohnen verfügen über hochauflösende Kameras und LED-Scheinwerfer, der Servicetechniker kann daher alles genau überprüfen – live oder im Nachhinein. Bonus: die Standzeit der Anlage wird deutlich reduziert. (AG)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

Dematic optimiert in Kollaboration mit STILL Kleinteile-Lager von Siemens

Entwicklung, Engineering, Produktion, Prüfung und Vorinbetriebnahme – das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz (Siemens WKC) ist führend im Schaltanlagenbau für Werkzeug- und Produktionsmaschinen in Europa. Hier fertigt der Technologiekonzern modernste elektrische Ausrüstungen sowie Baugruppen und Geräte für den weltweiten Bedarf von Maschinen- und Anlagenbauern. Dazu zählen auch Projekte im Logistik- und Automotive-Bereich. Allerdings hatte das bisherige manuelle Fachbodenlager für Kleinteile seine Kapazitätsgrenzen erreicht, weshalb Siemens WKC auf der Suche nach einem effizienteren Lagersystem war.

Beitrag: Redaktion.

Das Unternehmen entschied sich auf ein Ware-zur-Person-Stückgut-Kommissioniersystem von AutoStore® umzustellen. Die Konzeption des neuen Logistikkonzeptes erfolgte durch den langjährigen Partner, die Still Intralogistik-Beratung. Diese umfasste die Automatisierung des Kleinteile-Lagers durch die AutoStore®-Anlage. Mit der Installation des kompakten Stückgut-Kommissioniersystems sowie der direkten Anbindung an die Fördertechnik beauftragte Siemens im Weiteren den Intralogistikspezialisten Dematic. Rund 46.000 Schaltanlagen und kundenspezifische elektronische Komponenten für den weltweiten Markt werden im Siemens WKC jährlich gefertigt. Im Lauf der Jahre haben sich durch die erhöhte Auftragslage Volumen und Durchsatz im Lager der Betriebsstätte Leipziger Straße deutlich erhöht. Dadurch wurde eine Reorganisation der gesamten Lagerbewirtschaftung erforderlich: „Bis dahin haben wir noch mit einem manuellen Modulregallager gearbeitet“, berichtet Carsten Sambo, Leiter Inbound-Logistik, Siemens WKC. Das ehemalige manuelle Lager genügte den aktuellen Ansprüchen jedoch nicht mehr.

Automatisierung des Produktionslagers mit AutoStore®
Siemens initiierte deshalb die Suche nach einer neuen Lösung: „Unser Ziel war es, Planung und Fertigung möglichst effizient zu gestalten. Gleichzeitig sollte die Durchlaufzeit reduziert und natürlich die Kosten gesenkt werden“, erläutert Carsten Sambo. Eine weitere Vorgabe war: Die neuen Lagersysteme sollten samt Fördertechnik auf der gleichen Stellfläche im bestehenden Gebäude und während des laufenden Betriebs installiert werden. Als langjähriger Partner von Siemens hatte zunächst die Still Intralogistik-Beratung die Ausplanung des Logistikkonzepts übernommen. Diese beinhaltete die Automatisierung des Kleinteilelagers durch ein AutoStore®-System, um die Versorgung der Produktion mit Kleinteilen zu verbessern.

„Im Siemens Werk Bad Neustadt (EWN) haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit diesem Lagersystem sammeln können“, so Carsten Sambo. Im Vergleich zum vorherigen manuellen System, kann ein bis zu viermal größerer Bestand untergebracht werden. Bereits nach kurzer Einführungsphase erreichte das Siemens WKC zudem eine Kommissionierleistung von 75 Auslagerungspositionen (AP) pro Stunde und Mitarbeiter. Diese lag zuvor bei lediglich 30 AP. Mithilfe der Anlage soll diese Leistung noch um mindestens weitere 15 Prozent gesteigert werden.

Als weltweiter Distributionspartner von AutoStore® und mit entsprechend großer Erfahrung und Expertise wurde Dematic hinzugezogen. Die KION-Konzernschwester wurde als System-Integrator von Siemens beauftragt, AutoStore® und eine direkte Anbindung der Dematic-Fördertechnik für eine weitest-gehende Automatisierung des Materialflusses und damit eine optimale Produktionsversorgung zu implementieren. Ein großer Vorteil der Stückgut-Kommissionierlösung ist, dass sie nur wenig Platz benötigt. Den gewonnenen Raum kann Siemens für die Lagerung größerer Materialpositionen, wie bzpw. Gehäuse für Schalt-anlagen nutzen. STILL lieferte für das Lager eine Regalanlage für circa 12.000 Stellplätze sowie 2.100 Quadratmeter Bühnenfläche als Teil des logistischen Gesamtkonzepts.

Kapazitäten deutlich erhöht.
Das von Dematic implementierte Fördersystem verfügt über zwei Ebenen. Im Wareneingang werden eingehende Pakete zunächst gescannt und über einen Lift in die obere Ebene transportiert. Dort wird die Ware automatisch und zufällig an den acht Umfüllstationen verteilt. Über die untere Ebene wiederum gelangen leere AutoStore®-Behälter zu den Arbeitsplätzen. Nach der Befüllung werden die Behälter zum automatischen Kleinteilelager befördert. Um sicherzustellen, dass diese das zulässige Maximalgewicht von 30 Kilogramm nicht überschreiten, erfolgt zuvor eine Gewichtskontrolle. Über Transferzellen werden Behälter selbsttätig und in einem Schritt von den AutoStore® -Robotern abgegeben und aufgenommen. Das kompakte Kleinteilelager AutoStore® selbst nimmt lediglich eine Fläche von 760 Quadratmetern ein. Es umfasst insgesamt mehr als 45.000 Behälter, die in verschiedene Fächer unterteilt sind und so mehrere unterschiedliche Produkte aufnehmen können.

Mit dem Abruf aus der Produktion startet der Kommissionier-Prozess, also die Bereitstellung der Ware an die interne Logistik, die die Materialien produktionsgerecht aufbereitet und für die Fertigung bereitstellt. Die Zusammenstellung der Aufträge erfolgt durch 34 mobile Roboter, die auf der Oberseite des AutoStore®-Systems fahren. Sie holen die Kisten aus dem Grid und bringen sie der Reihe nach an den Port, sodass die Mitarbeiter unterbrechungsfrei ihrer Kommissioniertätigkeit nachgehen können. Zuvor mussten sie hierfür lange Strecken zurücklegen, um die einzelnen Artikel zu kommissionieren. Mit derselben Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann Siemens dank AutoStore® nun mehr Aufträge in kürzerer Zeit abwickeln. „Gleichzeitig sorgt das System für deutlich weniger Fehler bei der Zusammenstellung“, so Carsten Sambo.

Für die Zukunft gerüstet
In der AutoStore®-Anlage können auf derselben Stellfläche ein bis zu vier Mal größerer Bestand untergebracht werden als in herkömmlichen Lagersystemen. „Der Vorteil des Systems ist die maximale Verdichtung des Lagers. Denn das Besondere an diesem Cube-Storage-System ist ein sich selbsttragendes Aluminium-Raster (Grid), dessen modularer Aufbau es erlaubt, Behälter dicht neben- und übereinander zu stapeln. Darüber hinaus ist es dezentral organisiert. Das heißt, fällt ein Roboter aus, läuft das System weiter, ohne das es zu einem Ausfall kommt“, erklärt Carsten Sambo und fügt an: „Im AutoStore® haben wir täglich Abrufe von über 7.000 verschiedenen Kommissionier-Positionen. Um morgens schnell auf die benötigte Ware zugreifen zu können, haben wir eine Prognose-Funktion für die Auslagerung bzw. Nachtschicht-Umlagerung programmiert.“ Über Nacht wird der Bedarf für den nächsten Tag geprüft. Die ermittelten Materialien werden aus den untersten Ebenen der AutoStore-Anlage in den oberen Bereich des Grids umgelagert. „Somit ist gewährleistet, dass mit dem Beginn der Frühschicht schnell auf die erforderlichen Behälter zugegriffen werden kann.“ Das Konzept zum Ablauf der neuen Intralogistik wurde in enger Kollaboration aller Beteiligten entwickelt. Am Ende zieht Carsten Sambo folgendes Resümee: „Mit dem neuen Lager sind wir für die Zukunft bestens gewappnet, da dessen Skalierbarkeit schon bei der Planung berücksichtigt wurde. Die Lager- und Kommissionier-Kapazitäten zu steigern sowie das Handling und die gesamte Lagerbewirtschaftung effizienter zu gestalten, wurden bestens erfüllt.“ Das die Produktionsversorgung störungsfrei aufrechterhalten werden konnte, war für den Projektleiter von Siemens ein persönliches Highlight. (RED)

 

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

LogiMAT 2022 Fachmesse mit Vorlauf: Intralogistik aus erster Hand

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Start der Intralogistikmesse LogiMAT, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart stattfindet. Auch im zweiten Teil der dreiteiligen Serie präsentiert Logistik Express vorab die interessantesten Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Die langjährigen Besucher der LogiMAT werden in diesem Jahr feststellen, dass sich der Charakter des Branchen-Events leicht verändert hat. Anders als früher finden die beliebten Foren nicht mehr in den Hallen, sondern ausschließlich im Eingangsbereich statt. Diese Corona-Schutzmaßnahme hat zur Folge, dass die Zahl der Fachvorträge während der drei Messetage deutlich gesunken ist.

Aus dieser Not machte der Veranstalter, die Münchner Euroexpo GmbH, eine Tugend.
Etliche Vorträge finden nun im Vorfeld der LogiMAT auf der digitalen Plattform LogiMAT.digital statt, die damit spürbar an Attraktivität gewonnen hat. Am 5. April stand zum Beispiel der LogPR-Thementag auf dem Programm. Hier ging es in zwölf moderierten Vorträgen um die Themen Automatisierung, Warehousemanagement und Disposition. Für potenzielle Besucher war das eine von vielen Möglichkeiten, sich gezielt auf die Messe vorzubereiten und einige der Top-Lösungen im Vorfeld zu betrachten. Apropos Top-Lösungen: Auch im zweiten Teil des Vorberichts stellen wir einige der herausragenden Exponate vor.

Handheld Germany stellt den neuen SP500X ScanPrinter vor. Die tragbare Scan-und-Druck-Lösung vereint 2D-Imaging, Tintenstrahldruck und drahtlose Kommunikation in einem Gerät. Der SP500X wurde für Logistikanwendungen mit hohen Volumina entwickelt, bei denen bei der Sortierung von Paketen manuell gescannt und etikettiert wird. Mit dem integrierten Drucker und Wi-Fi ist der SP500X echt mobil. Der SP500X verwendet eine patentierte Technologie von HP und druckt direkt auf Pakete und andere Oberflächen. Der leichte SP500X kann über 1.250 Scans und Ausdrucke pro Stunde erstellen. Er hat eine Lithium-Ionen-Batterie, die bis zu 5.000 Scans und Ausdrucke pro Ladung schafft. Die Druckerpatronen reichen für Tausende Ausdrucke. Die Batterie kann im laufenden Betrieb gewechselt werden, sodass Ausfallzeiten minimiert werden können. Durch die Wi-Fi-Kompatibilität lässt sich der SP500X ScanPrinter nahtlos in bestehende IT-Umgebungen integrieren und kommuniziert direkt mit den vorhandenen Back-End-System.

Das Supply Chain Technologieunternehmen Zetes präsentiert auf der LogiMAT in Halle 8, Stand A41 Innovationen für eine digitalisierte, vernetzte Lieferkette. Messebesucher erleben anhand von praxisnahen Anwendungsszenarien Supply Chain Management 4.0 zum Anfassen. So wird die Logistic Execution-Lösung ZetesMedea zur Digitalisierung von Lagerprozessen inklusive Voice-Kommissionierung und das RFID-/ImageID-Gate für eine kamerabasierte Palettenprüfung des Wareinein- und ausgangs zu sehen sein. Darüber hinaus sind Live-Demos des druckluftfreien Hochleistungs-Applikators MD 5000E zum ein-, zwei- oder dreiseitigen Etikettieren von Paletten in Kombination mit dem Packaging Execution System (PES) ZetesAtlas, des IND-Staplerterminals sowie der topaktuellen Mobilcomputer und Wearables führender Hersteller geplant.

Der Pick-by-Light-Spezialist KBS Industrieelektronik GmbH präsentiert ein neu entwickeltes Modul für die elektronische Füllstandüberwachung. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten des KBS Systems um die elektronische Nachfüllsteuerung von Bereitstellregalen (e-Kanban) erweitert. Um die elektronische Nachschubermittlung zu erleichtern hat KBS einen Sensor entwickelt, der eine automatische Füllstanderfassung nahtlos in bestehende oder neue Pick-by-Light-Systeme integrieren kann. Die hierbei eingesetzte Technologie ermöglicht es, dass nur noch ein Sensor je Durchlaufkanal zur Füllstanderfassung erforderlich ist und Kabelführungen innerhalb des Durchlaufkanals entfallen. Der Behälter-Füllstand wird dabei durch den Sensor kontinuierlich berührungslos überwacht. Sobald sich nur noch eine definierbare Mindestanzahl an Behältern im Regal befindet, meldet dies der Sensor an die Nachschubsteuerung. In Kombination mit einem Put-to-Light-Modul kann der aktuelle Status angezeigt und der Nachfüllprozess optimiert werden, indem die leucht-
starke Blickfangleuchte visuell unterstützt und so den Nachfüllprozess beschleunigt und
Beschickungsfehlern vorbeugt.

Das Schweizer Familienunternehmen Kern AG hat sich dem leidigen Thema der übergroßen Pakete und dem Füllmaterial aus Plastik im Onlinehandel gewidmet und ein umweltschonendes Verpackungssystem entwickelt: PackOnTime 2box stellt maßgeschneiderte Pakete her, die ganz ohne Verpackungsmaterial auskommen. In einem vollautomatisierten Prozess wird die Ware ausgemessen und die Daten weitergeleitet. Aus recycelter Wellpappe stellt die Maschine ein passendes Paket her – und das im Sieben-Sekunden-Takt. Der nachhaltige Nutzen liegt auf der Hand: kleinere Pakete, weniger Volumen, weniger Lastwagen auf der Straße.

Das Robotikunternehmen Magazino zeigt erstmals öffentlich die serienreife Version des mobilen Roboters SOTO. Der vollständig autonom arbeitende Roboter automatisiert die Materialversorgung in der produzierenden Industrie und bringt Kleinladungsträger (KLT) vom Lager bis zur Montagelinie – ganz ohne manuelle Zwischenschritte. Der Roboter ist bereits in mehreren Pilotprojekten im Einsatz. SOTO kombiniert die elementaren Prozessschritte in einer einzigen, vollständig autonomen Lösung: die Aufnahme von unterschiedlich großen KLT, der autonome Transport von mehreren KLT von Quelle zu Senke sowie die Abgabe in Durchlaufregale auf unterschiedlichen Höhen. Das Einsammeln von Leergut sowie die Rotation von Kleinladungsträgern um 90° bis 180° gehören ebenfalls zum Fähigkeiten-Repertoire des neuen Roboters.

Mettler Toledo stellt erstmalig in Deutschland die Lösung TLD970 vor, mit der während der Fahrt die Abmaße von Paletten am Gabelstapler gemessen werden können. In Kombination mit der Waage TLF820, welche am Gabelstapler angebaut wird, entsteht so eine dynamische Messlösung für Volumen, Gewicht und ID. Damit können Spediteure ohne Zeitverlust während der Lagerumschlags prüfen, ob die vom Kunden angegebenen Maße und Gewichte stimmen. Denn mit jeder Palette, die ohne Kontrolle transportiert wird, können Umsatzverluste entstehen. Selbst kleinste Übermaße von Paletten können bei der Beladung von LKWs große Probleme hervorrufen und die gesamte Lade- und Routenplanung gefährden.

Das TLD970 von Mettler Toledo ist ein an der Hallendecke montiertes Messystem, dass die Abmaße von Paletten am Gabelstapler mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h messen kann. Die Lösung ist so unauffällig integriert, dass man sie kaum bemerkt. Eine am Gabelträger montierte Waage vom Typ TLF820 und das Handscannersystem liefern zur Vervollständigung des Datensatzes das Gewicht und die ID der Palette. Ein optionales Staplerterminal führt den Fahrer durch den Messprozess und überträgt den Datensatz per WLAN an das übergeordnete IT-System des Anwenders.

Der Pick-by-Vision-Spezialist Picavi stellt den Lager-Mitarbeiter in den Fokus. Kernthema am Messestand ist neben neuen Funktionalitäten im Picavi-Ökosystem die Entwicklung einer intelligenten Analytik mit Hilfe neuronaler Netze zur Echtzeit-Optimierung im Lager. Die Lösung basiert auf einer Echtzeit-Datenerfassung mittels Datenbrille und der Nutzung dieser Daten zur Optimierung von Lagerprozessen und der Arbeitsplatzergonomie der Mitarbeiter. Picavi führt die Auswertung mit neuronalen Netzen durch. Auf dieser Basis erkennt das System eigenständig Optimierungspotenziale und schlägt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erfassung von Bewegungsmustern und deren Optimierung für eine bessere Ergonomie im Lager. So können beispielsweise wiederkehrende Bewegungen, wie z.B. häufiges Bücken, erkannt und anschließend Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Optimierung ergriffen werden.

Die KNAPP AG (Halle 3 auf Stand B05) zeigt neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen. Innovative Roboter und Software-Tools: KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Seit September 2021 trägt BITO-Lagertechnik (Halle 6 / Stand C31) die TÜV-Zertifizierung „Klimaneutralen Unternehmen“ und stellt auf der LogiMAT ihre hohen Grundsätze hinsichtlich Umweltschutz bzw. nachhaltiger Ressourcenschonung vor. Mit dem Fahrerlosen Behältertransporter LEO Locative ermöglicht BITO-Lagertechnik den Anwendern, den innerbetrieblichen Transport von Behältern oder Waren auf ganz einfache Art und Weise zu automatisieren, ohne dafür die komplette Infrastruktur verändern zu müssen. Die LEO-Produktfamilie wächst und passt sich den verschiedenen Marktrends an. LEO custom beispielsweise eignet sich als variable FTS-Lösung für die einfache Automatisierung des Materialtransports in der Produktion und lässt sich je nach Einsatz um individuelle Aufbauten ergänzen. Das LEO-System ist in allen Ausführungen ein unkomplizierter Schritt in Richtung Industrie 4.0. Es funktioniert ohne W-LAN und IT und kann vom Nutzer problemlos selbst installiert und in Betrieb genommen werden. Auf der LogiMAT 2022 stellt BITO-Lagertechnik die neuesten Weiterentwicklungen der LEO-Familie vor und zeigt, wie sich das System unkompliziert in unterschiedliche Prozesse einbinden lässt.

Die TGW Logistics Group (Halle 5 / Stand C13) hat sich für das digitale Zeitalter mit modernen Technologien aufgestellt und zeigt als Systemintegrator das Spektrum seiner digitalen Services. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage: von der Planung über die Realisierung bis zum laufenden Betrieb. Dabei stehen Innovationen im Fokus, die Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden.Der TGW-Stand setzt auf ein offenes Kommunikationskonzept. Neben Modulen, Systemen und Lösungen rücken auch Referenzprojekte mit namhaften Kunden in den Fokus, bspw. Coop, PUMA, Fource, Engelbert Strauss.

SSI Schäfer deckt diese komplexe Bandbreite ab und präsentiert auf der LogiMAT 2022, wie seine Kunden mit zukunftsfähiger Intralogistik einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Auf dem Messestand in Halle 1 zeigt SSI Schäfer, wie kleinere und mittelständische Unternehmen Abläufe teilautomatisieren können – auf einfache Weise im Sinne von „Plug & Play“ und zu attraktiven Kosten. Im Ergebnis werden die Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse beschleunigt, der vorhandene Raum effektiver genutzt und ergonomische Arbeitsabläufe garantiert. Bausteine dieser Lösungen sind unter anderem Fahrerlose Transportsysteme, Verschieberegalsysteme, Kanallager- Applikationen mit dem SSI ORBITER® und der Lagerlift SSI LOGIMAT®, die auf der Messe ausgestellt werden. Ein besonderes Highlight auf dem Messestand ist das Exponat zur Vertical Farming Lösung, die SSI Schäfer (Halle 1 D21) als offizieller Partner des Konsortiums des Deutschen Pavillons gerade erst auf der Expo 2020 in Dubai vorstellte. Die innovative wie nachhaltige Lösung wurde in Zusammenarbeit mit Infarm, dem schnell wachsenden Urban Farming Unternehmen mit weltweiter Präsenz, entwickelt und wird nun in Europa präsentiert.

Innovation ist nicht länger eine Option. Es ist eine Notwendigkeit, BEYOND zu gehen. Wir als Dematic freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch in diesem Jahr wieder an der führenden EMEA-Messe Logimat 2022 teilnehmen werden, die vom 1. März bis zum 2. Juni in Stuttgart, Deutschland, stattfindet. Zusammen mit einem neuen Standkonzept und spannenden Showcases werden wir in Halle 1, Stand 1B37 zu finden sein. Als Unternehmen mit einem starken sustainable und sehr digitalen Mind-Set, werden wir uns im Jahr 2022 auf den ganzheitlichen Ansatz unserer Lösungen > Services > Software konzentrieren, um die Zukunftsmärkte F&B, Grocery, General Merchandise, e-Com/e-Grocery und Durable Manufacturing fokussieren.

Seit 2003 ist Element Logic (Halle 1, Stand 1H21) AutoStore-Partner. Als weltweit erster offizieller AutoStore-Integrator hat Element Logic seither mehr als 150 AutoStore-Lager installiert und ist europaweit Marktführer für AutoStore-Lösungen in Europa. Element Logic, der weltweit erfolgreichste AutoStore-Distributor des vergangenen Jahres, präsentiert innovative Neuentwicklungen auf Basis bewährter Standards mit individuellem Zuschnitt. Das in Stuttgart vorgestellte Produkt- und Leistungsspektrum reicht ausgehend von einer kompletten AutoStore-Anlage mit automatisierter Behälterandienung über integrierte Einzelstückkommissionierung per Roboter bis hin zu Peripheriegeräten, Lagerverwaltungs- und Steuerungssoftware sowie umfassenden After-Sales-Services.

Das Unternehmen AM Logistic Solutions GmbH (Halle 1 / Stand B31) konzipiert und realisiert als Generalunternehmer Logistikprojekte, die sämtliche am Markt verfügbaren Intralogistiksysteme integrieren: Automatische Kleinteilelager (AKL), AutoStore, Co-Bots, autonome mobile Roboter (AMR), Regalbediengeräte und Shuttle. Fördertechnik, IT-Lösungen, Retrofit-Sanierungen sowie 24/7-Anlagenservice und Wartung runden das Leistungsportfolio ab. Die AM Logistic Solutions ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Royal Reesink Gruppe und Teil der Reesink Logistic Solutions Division.

Wir bei Vanderlande kennen die Lagerautomatisierung in- und auswendig. Unser Fachwissen und unsere Erfahrung, die wir in den letzten 70 Jahren gesammelt haben, sind schlichtweg unübertroffen. Und all dieses Know-how steht Ihnen zur Verfügung. Lassen Sie sich von unseren Ingenieuren auf der LogiMAT von unseren Robotik- und autonomen Fahrzeuglösungen inspirieren und finden Sie heraus, warum wir der Meinung sind, dass diese innovative Technologie nicht isoliert funktionieren sollte, sondern wirklich in den Lagerfluss eingebettet werden muss. Entdecken Sie die neuesten Erkenntnisse über die einzigartige ADAPTO-Shuttle-Technologie von Vanderlande – unser automatisches 3D-Ein-/Auslagersystem mit integrierten Sortier- und Sequenzierungsfunktionen. Oder erfahren Sie, warum unsere adaptiven Taschensysteme, wie AIRPICK, die beste Lösung für Ihre Anforderungen sein könnten.

Die Fluxus Solutions GmbH (Halle 5, Stand C01) präsentiert auf der LogiMat 2022 zum ersten mal Lösungen und Dienstleistungen rund um die Themen Intralogisitk und Materialfluss. Zum Produktportfolio gehören das Paletten-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics PFS, Paletten-Einschubregalsysteme FXS Dynamics PPS & FXS Dynamics TSS, Gefällerollenbahnen FXS Dynamics GRC, Karton-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics CFS sowie das Shuttleregalsystem FXS Automation GRC und ein automatisches Palettenregalsystem FXS Automation APS.

Die IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH untermauern ihre Intralogistik-Kompetenz für hochautomatisierte SAP-gesteuerte Intralogistik-Anlagen. So beteiligt sich IGZ an dem „LogiMAT Digital“-Event am 12. Mai mit dem Vortrag „Logistikplanung mit SAP Fokus“. Ebenso sind die SAP Ingenieure in Stuttgart vertreten in Halle 1 (Stand B25) und Halle 8 (Stand B47).  (RED)

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

Aus dem richtigen Holz geschnitzt

Fast 33 Milliarden Liter Milch wurden dem Milch Industrie Verband (MIV) zufolge 2018 in Deutschland verarbeitet. Ein Großteil, nämlich 44 Prozent der gesamten Rohmilch, floss dabei in die Produktion von Käse.

Beitrag: Redaktion.

Deutschland ist Retouren-Europameister. Jeder zweite Online-Kunde hat im vergangenen Jahr mindestens eine Bestellung zurückgeschickt – insgesamt über 500 Millionen Produkte. Ein hoher Retourenanteil im Endkundengeschäft stellt auch die HABA-Firmenfamilie vor Herausforderungen. Auf der Suche nach einer Lösung mit hohem Automatisierungsgrad für sein großes Distributionszentrum in Bad Rodach wurde der Spielwarenhersteller bei Dematic fündig.

Mit dem modularen und skalierbaren Dematic Taschensortiersystem bietet der Intralogistik-Spezialist eine flexible Lösung, mit der sich verschiedenste Arten von Gütern lagern, sortieren, sequenzieren und zwischenpuffern lassen. Damit ist das System ideal für den Einsatz im E-Commerce und Omni-Channel-Fulfillment und insbesondere für die Retourenbearbeitung geeignet.

Die HABA-Firmenfamilie hat ihre Wurzeln in der Spielwarenherstellung und ist dort bis heute einer der führenden Anbieter in Deutschland. Seit mehr als 80 Jahren vertreibt das fränkische Unternehmen Holzspielzeug. Neben Bauklötzen und Kugelbahnen aus nachhaltiger Forstwirtschaft zählen heute aber auch diverse Puppen, Brett- und Kartenspiele, Bücher sowie Einrichtungen für Bildungskonzepte und Bekleidung zum Angebot. Neben der Belieferung ausgewählter Fachhändler und Bildungseinrichtungen bietet das Unternehmen unter den Marken HABA, JAKO-O, FIT-Z, Qiéro! und Wehrfritz einen Großteil seiner Produkte online B2C an. Mindestens 700 Sendungen verlassen pro Stunde das Distributionszentrum in Bad Rodach.

Effizientes Retourenmanagement.
Wie so oft im E-Commerce kommen aber auch zahlreiche Pakete auf gleichem Wege wieder zurück. Die Gründe sind unterschiedlich: Nur selten sind die Waren beschädigt. Viele Kunden ordern von vornherein mehrere Alternativen und schicken die nicht ausgewählten zurück. In anderen Fällen entsprechen die Bestellungen nicht exakt den Erwartungen der Käufer. „Ein Großteil dieser Waren sind sogenannte A-Retouren, also einwandfreie Produkte, die sofort wiederverkauft werden können“, sagt Torsten Kreußel, Leiter Prozessmanagement, Produktion und Logistik bei der HABA-Firmenfamilie.

Genau hier stieß die Intralogistik bei der HABA-Firmenfamilie vor zwei Jahren an ihre Grenzen. Denn viele Arbeitsschritte liefen noch manuell ab. Aufgrund der Vielzahl an Retouren vergingen mitunter Tage, bis die Produkte wieder zum Verkauf bereitstanden. „In Hochphasen erreichen unseren
Wareneingang bis zu 1.500 Artikel pro Stunde. Unser Retourenmanagement war den Dynamiken des heutigen E-Commerce schlicht nicht mehr gewachsen“, erinnert sich Kreußel.

Flexibel wie eine Kugelbahn.
Eine automatisierte Lösung sollte her, um die Retourenabwicklung nahtlos in den Fulfillment-Prozess zu integrieren und die Zugriffszeiten somit zu verkürzen. Zur besonderen Herausforderung wurde der Wunsch nach einem System, dass sich auf begrenztem Raum in die bestehenden Anlagen integrieren ließ – und das alles bei laufenden Betrieb. Im Auswahlverfahren stieß die HABA-Firmenfamilie schnell auf das Taschensortiersystem von Dematic. „Die Idee, den bis dato ungenutzten Luftraum unserer Logistikflächen für einen flexiblen Taschensorter zu nutzen, hat uns sofort zugesagt“, erklärt Kreußel.

Das Dematic Taschensortiersystem ist eine ganzheitliche Lösung und unterstützt sowohl den reinen E-Commerce als auch den Omni-Channel-Versand. Für den Warentransport verwendet das System Taschen, die platzsparend an Rollen aufgehängt sind und in einer Überkopfschiene laufen. Dank des modularen Aufbaus und variabler Kettenlänge kann der Taschensorter kompakt in nahezu jeder Anwendungsumgebung verbaut werden. In den Taschen können verschiedenste Produktformen und -größen mit einem Gewicht bis zu drei Kilogramm transportiert, sortiert und sequenziert werden. „Da wir über ein sehr breites Produktsortiment verfügen, waren Flexibilität und Skalierbarkeit notwendige Voraussetzungen“, sagt Kreußel.

Vollautomatische Taschenbeladung.
Bei der HABA-Firmenfamilie findet die automatische Taschenbeladung direkt nach der Retourenbearbeitung im Erdgeschoss statt. Dazu hat Dematic eine Gurtschleife für Leerbeutel sowie ein zusätzliches Förderband entlang der Arbeitsplätze in die bestehende Technik integriert, das die Waren zur Induktionsstation transportiert. „Das System belädt bis zu 1.200 Taschen pro Stunde mit jeweils einem Packstück, das sich per RFID-Tag und Barcode identifizieren lässt. Somit können wir jederzeit im System erkennen, wo sich welcher Artikel befindet“, so Kreußel. Anschließend werden die Behälter über einen Steilförderer in das dynamische Taschenlager im zweiten Obergeschoss transportiert. Dort befinden sich in zwei übereinanderliegenden Ebenen 18 Pufferkreisel mit jeweils 128 Metern Länge, in denen knapp 40.000 Taschen Platz finden und dort zirkulieren, bis sie erneut einer Bestellung zugewiesen werden. „Die Retouren sind damit nach nur 30 bis 45 Minuten wieder verkaufsfertig“, erläutert Kreußel. Nicht lesbare Artikel oder Überbestände werden aus dem Kreislauf ausgeschleust und zurück ins Erdgeschoss befördert, wo die Taschen am Housekeeping wiederum automatisch entladen werden. Dazu hat Dematic eine Rutsche installiert, die den Arbeitsplatz mit der bestehenden Anlage verbindet.

Reibungslose und fehlerfreie Kommissionierung.
Die Zusammenstellung neuer Aufträge erfolgt im zweiten Obergeschoss mittels Batch-Kommissionierung aus dem Dynamikpuffer. Die benötigten Waren werden dafür zunächst aus dem dynamischen Puffer zum Taschensammler transportiert. Dabei handelt es sich um einen Sortierbereich mit 17 parallelen Stangen, auf denen die Produkte ihrer jeweiligen Batch zugeordnet werden. Bis zu 2.000 Artikel können pro Stunde über den Sammler ausgegeben werden. Ist ein Batch mit bis zu 60 Sendungen komplett, fahren die vorsortierten Taschen weiter zu den beiden Umpackstationen.

Für die Taschenentladung wurde bauseits eine neue Bühne inklusive Anbindung an die Bestandsfördertechnik errichtet. Damit sie exakt den Vorgaben des Taschensortiersystems entsprach, übernahm Dematic die technische Planung. Nach dem automatischen Öffnen der Taschen gelangen die Artikel über ein Förderband zu zwei manuellen Arbeitsplätzen. Mitarbeiter etikettieren sie dort und legen sie in Behälter, die vorab aus dem Kreislauf für Leerbehälter ausgeschleust wurden. Damit die Mitarbeiter die Waren beim Auszeichnen nicht vertauschen, ist der Gurtförderer sensorgesteuert. „Die nächste Tasche wird erst entladen, wenn das vorherige Produkt vom Band genommen wurde“, erklärt Kreußel.

Wieder zurück auf Anfang.
Die Behälter eines Batches (circa 60 Aufträge) verbleiben so lange am Arbeitsplatz, bis sie komplett sind und per Knopfdruck der Weitertransport ausgelöst wird. Anschließend gelangen sie über ein Transferelement zurück auf die bestehende Förderanlage und werden zum vorhandenen Wannenpuffer transportiert. Erst hier erfolgt die Konsolidierung der Gesamt-Batches mit den Waren aus dem Fachbodenlager. „Da wir Bestellungen nur in Ausnahmefällen komplett aus Retouren und dem dynamischen Puffer im Obergeschoss zusammenstellen können, war eine vollständige und reibungslose Integration des Taschensorters in die bestehende Anlage entscheidend“, betont Kreußel.

Die endgültige Konsolidierung der Aufträge.
erfolgt im Anschluss über die Putwalls der Bestandsanlage. Die entladenen Taschen werden automatisch wieder verschlossen und gelangen  anschließend über den Förderschacht zurück ins Erdgeschoss, wo sie bis zu ihrem nächsten Einsatz in der Leertaschenstrecke zirkulieren. Bis zu 750 leere Beutel können so pro Stunde und Arbeitsplatz für die Beladung bereitgestellt werden.

Noch immer Luft nach oben.
Durch die Dematic-Lösung hat sich der Retourenprozess bei der HABA-Firmenfamilie erheblich vereinfacht, resümiert Kreußel: „Die Wiederverfügbarkeit eines Artikels hat früher mehrere Tage in Anspruch genommen. Mit dem Taschensortiersystem dauert es jetzt weniger als eine Stunde. Das spart uns nicht nur Zeit und Arbeitskräfte für die Rücksortierung der Ware ins Fachbodenregal, sondern auch Geld und sorgt durch kürzere Lieferzeiten und somit für noch höhere Kundenzufriedenheit.“

Dabei hat der Taschensorter seinen vollen Leistungsumfang noch gar nicht erreicht. Denn dank des modularen Aufbaus lässt sich das Taschensortiersystem im Nachhinein noch erweitern. Darauf hat Dematic auch bei der HABA-Firmenfamilie geachtet und die potenzielle Erweiterung bei der Planung der Anlage berücksichtigt. „Durch fünf weitere Abgaben im Taschensammler sowie einen dritten Umpack-Arbeitsplatz können wir die Kapazität zukünftig noch ohne großen Aufwand ausbauen“, so Kreußel. Damit ist die HABA-Firmenfamilie auch für die wachsenden Anforderungen des E-Commerce gewappnet. (RED)

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

LOGISTIK express Journal 3/2021

INHALT 3/2021

02 Werbefenster [U2)
05 Inhalt / Editorial / Impressum
06 Die Zukunft Europas: nach der Krise ist vor der Krise
08 Die Logistik geht gestärkt aus der Krise hervor
10 Der Weg zurück wird für viele Unternehmer ein steiniger werden
12 Österreichs Handel: Jahresbilanz 2020 & Corona-Prognose 2021
16 Omnichannel Readiness Index 2021: Handel rüstet digital massiv auf
20 Kontrollen der Online-Giganten sind entscheidend für fairen Wettbewerb
22 Handel leidet, doch kein Ende in Sicht beim E-Commerce-Trend
29 Gelber Riese mit grünem Herzen
36 China Elektromobilität: Aufholjagd deutscher Hersteller im Land der Mitte
40 Datengesteuerte Warenzustellung wird mit 1 Juli 2021 Realität
44 ECOMLOG21 – Pandemie als Entwicklungs-Motor für die Logistik
46 Unermüdlich im Einsatz für Obeta – der AI-gesteuerte Roboter von KNAPP
50 SSI Schäfer liefert automatisierte Lösung für Sicherheitsschuh-Hersteller Sievi
52 DEMATIC – Aus dem richtigen Holz geschnitzt
56 Online-Shop und Ladengeschäft versorgt von einem AutoStore-System
60 Das kolossale Versagen der Politik
62 Impfreaktionen…

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

 

Dematic: Käseproduktion von Vorarlberg Milch automatisiert

Fast 33 Milliarden Liter Milch wurden dem Milch Industrie Verband (MIV) zufolge 2018 in Deutschland verarbeitet. Ein Großteil, nämlich 44 Prozent der gesamten Rohmilch, floss dabei in die Produktion von Käse.

Beitrag: Redaktion.

Die konstant hohe Nachfrage hat zur Folge, dass traditionelle manuelle Produktionsprozesse in der Milchindustrie inzwischen selten sind. Steigende Hygiene-, Qualitäts- und Geschwindigkeitsanforderungen sowie der digitale Wandel haben die Automatisierung in Produktion, Lagerung und Distribution zusätzlich forciert. Auch bei Vorarlberg Milch eGen, einer der größten österreichischen Molkereien, kommt Automatisierungstechnik zum Einsatz.

Die Genossenschaft setzt auf die innovativen Lösungen aus dem Hause Dematic. Im Zuge der Standorterweiterung im österreichischen Feldkirch hat der Intralogistikspezialist dort ein maßgeschneidertes Fahrerloses Transportsystem (FTS) installiert. Vier Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) übernehmen dort nun alle Transportbewegungen zwischen Reiferäumen und Pflegeanlage. Manövriert werden sie dabei von der integrierten Dematic-Navigationssoftware.

Das „Ländle“, zwischen Arlberg und Bodensee gelegen, ist traditionell von Landwirtschaft geprägt und vor allem für seine Alpenmilch bekannt. Knapp 60 Prozent aller Milchprodukte der Region stellt Vorarlberg Milch her. Insgesamt verarbeitet die vor mehr als 70 Jahren gegründete Genossenschaft heute knapp 66 Millionen Liter Milch pro Jahr. Hierfür wird die österreichische Molkerei täglich von über 500 regionalen Landwirten am Produktionsstandort in Feldkirch mit frischer Milch beliefert. Dort wird der Rohstoff dann unter strengen Hygiene- und Qualitätsrichtlinien verarbeitet. Besonders bekannt ist der Vorarlberger Bergkäse – eine treibende Kraft der gesamten Wirtschaftsregion. Zu den größten Herausforderungen in der Herstellung zählt es, stets gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.

Die traditionelle Schichtarbeit früherer Tage hatte diesbezüglich häufig Schwankungen zur Folge. Heute sind moderne Produktionen oftmals automatisiert. So hat auch Vorarlberg Milch im Zuge einer Standorterweiterung kürzlich ein Fahrerloses Transportsystem von Dematic installiert. „Wir versprechen uns davon eine höhere Produktivität sowie qualitativ hochwertige Endprodukte. Für uns gilt: Je weniger manueller Einsatz desto geringer die Fehlerquote“, erklärt Johannes Wehinger, Technischer Leiter der Vorarlberg Milch eGen.

Zum Lieferumfang von Dematic gehörten vier Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) des Typs FLV 3317/CMM, die den Käse selbständig zwischen der Auf- und Abbrettlanlage, den Reiferäumen sowie der Pflegeanlage transportieren. Ebenfalls im Automatisierungspaket enthalten sind eine E’nsor® Steuerungseinheit und die Leitsystem-Steuerungssoftware E‘tricc® zur Transport- und Verkehrskontrolle.

Automatische Rezeptur-und Lagerverwaltung.
Käse ist nicht gleich Käse. Jede Sorte hat ihre eigene Rezeptur und unterliegt unterschiedlichen Lager-, Kühl- und Pflegeprozessen. Bei Voralberg Milch wandern die Laibe nach einer bis zu achtmonatigen Reifung zunächst in ein Salzbad und dann zum Abtropfen auf eine Aufbrett- oder Abbrettlanlage. Von dort aus befördern sie die FTF mit einer Tragfähigkeit von 1,7 Tonnen und einer Hubhöhe von 3.300 Millimetern auf ein Reifegestell. Anschließend werden diese mit einem Barcode versehen. So lassen sie sich sowohl vom Barcode-Leser auf dem automatischen Fahrzeug, als auch mithilfe eines mobilen Scanners identifizieren.

Die Informationen können dann problemlos in die Leitsystem-Steuerungssoftware E‘tricc® übertragen werden. „Hier laufen alle informationstechnischen Fäden zusammen, damit sämtliche Funktionen wie gewünscht durchgeführt werden können“, erklärt Wehinger. Denn die Software übernimmt nicht nur die Steuerung der Fahrzeuge, sondern verwaltet auch die Lagerplätze in den acht Reiferäumen sowie die dortigen Abläufe.

Die Rezepturverwaltung findet ebenfalls in E‘tricc® statt. Hierzu müssen zunächst die einzelnen Käse-Rezepturen in die Software importiert werden. Die Rezepte bestehen aus einer Anzahl vordefinierter Behandlungen, die während der Produktion des Käses durchgeführt werden müssen. So sind zum Beispiel die Dauer der Reifungsphasen oder die Pflegemaßnahmen wie Bürsten, Brettwenden oder Käsewenden festgelegt. Sobald ein Käsegestell in einem der Reiferäume eingelagert ist, stößt die Software alle erforderlichen Transportabläufe zwischen den Reiferäumen und den Pflegemaschinen an. Sobald die Behandlung abgeschlossen ist, sorgt sie dafür, dass ein FTF die Produkte zu der im Rezept definierten Zielposition befördert. So bedienen die autonomen Fahrzeuge das Kühl- und das Reifelager und übernehmen auch den Zu- und Abtransport der Reifegestelle an der Käsepflegeanlage. Je nach Anforderung transportiert ein FTF den Käse aus den Reiferäumen zur Käsepflegeanlage.

Das Entstapeln auf die dort installierte Fördertechnik und das erneute Aufeinanderstapeln der Gestelle nach der Pflege erledigt das FTF ebenfalls. „Das Fahrerlose Transportsystem von Dematic sorgt dafür, die jeweiligen Abläufe en détail einzuhalten. Dadurch schaffen wir 50 Verladungen pro Stunde“, sagt Wehinger. Die Anlage wird an sieben Tagen pro Woche in jeweils drei Schichten betrieben.

Lückenlose Rückverfolgung der hergestellten Käse.
Darüber hinaus visualisiert E‘tricc das gesamte Lager inklusive der Fördertechnik und der Pflegeanlagen. So wird dem Bediener zum Beispiel der Zeitpunkt der im Rezept hinterlegten nächsten Behandlung angezeigt. Ebenfalls signalisieren unterschiedliche Farben dem Mitarbeiter die Zustände der Chargen oder ob die Pflegeanlage belegt und aktiv ist. Zudem werden die Gestelle sowie die Fahrzeugzustände dynamisch visualisiert.

„Für uns bedeutet das eine enorme Erleichterung, was die exakte Rückverfolgbarkeit aller Fahrzeuge und der Käseleibe von der Einlagerung bis zur Auslagerung betrifft“, fasst Wehinger zusammen. Manövriert werden die FTF mit der integrierten Dematic-Navigationssoftware E’nsor® über ein vordefiniertes Layout. Die Software benutzt hierfür Sensoren und ein Ortungs- beziehungsweise Positionierungsmodul, um die Fahrzeuge durch das Layout zu steuern. Hierzu sind auf dem FTF alle Fahrrouten gespeichert, sodass es vollautomatisch Ladungen transportieren und Aktionen ausführen kann. „Dabei sind die Dematic-Fahrzeuge nicht auf eine Spur festgelegt, sondern können je nach Auftrag verschiedene Wege und Lagerplätze anfahren. Abweichungen der festgelegten Routen werden verhindert“, sagt Wehinger. Aktualisierungen des Layouts sind über E‘tricc möglich. Die Software sorgt außerdem für einen optimierten Materialfluss, indem sie bestimmt, welches Fahrzeug welchen Auftrag übernimmt und dafür die schnellste Route errechnet. Über eine Schnittstelle ist die Dematic-Lösung außerdem an die hauseigene Software von Vorarlberg Milch angebunden.

Reibungslose Inbetriebnahme.
Die Auftragsvergabe an Dematic begründet Vorarlberg Milch einerseits mit der nachgewiesenen Expertise des Intralogistikspezialisten. Andererseits überzeugte dessen hohe Kundenorientierung. „Im Bereich der Automatisierung der Käseproduktion gehört Dematic zweifelsohne zu den Vorreitern und hat in den vergangenen Jahrzehnten eine hohe fachliche Kompetenz nachgewiesen“, sagt Wehinger. Während der Projektphase habe man sich intensiv über die Eigenschafen einer für Vorarlberg Milch optimalen Lösung ausgetauscht. Die Inbetriebnahme der Fahrzeuge und die Installation der Software liefen daraufhin reibungslos. „Seitdem arbeiten wir deutlich effizienter“, resümiert Wehinger. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 2/2021

Dematic automatisiert Ersatzteillager von Röthlein Logistik

Schnelle Reaktionszeiten, eine punktgenaue Zustellung rund um die Uhr: Ersatzteillogistik gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben für einen Logistikdienstleister, denn sie ist ein wahrer Balanceakt.

Beitrag: Redaktion.

Unternehmen müssen stets die Waage zwischen schnellen Lieferungen und den Kosten für Lagerung und Versand der Komponenten halten. Dieser Herausforderung stellt sich die Röthlein Logistik GmbH, ein Joint Venture der BayWa AG und der Schäflein AG. Das Unternehmen hat sich auf die Ersatzteillogistik in der Landwirtschaft spezialisiert und liefert – im Notfall – sogar innerhalb von nur einer Stunde die benötigten Teile an seine Kunden. Der Logistikdienstleister hat dafür eine 14.000 Quadratmeter große Multi-User-Anlage in Röthlein bei Schweinfurt in Betrieb. Dort lagert das Unternehmen die Ersatzteile, während es gleichzeitig sämtliche E-Commerce-Bestellungen abgewickelt. Damit alle Komponenten innerhalb kürzester Zeit beim Kunden ankommen, hat der Intralogistikspezialist Dematic das Logistikzentrum mit einer maßgeschneiderten Automatisierungslösung ausgestattet.

Wenn ein Ersatzteil gebraucht wird, bedeutet dies beim Landwirt Alarmstufe Rot. Maschinen stehen still und es kommt zu Betriebsausfällen. Jede Minute kostet Unternehmen bares Geld. Daher ist die Lieferung von Ersatzteilen immer ein Wettlauf gegen die Zeit. Insbesondere in der Landwirtschaft, die wie kaum eine andere Branche saisonal geprägt und von äußeren Bedingungen wie dem Wetter abhängig ist, können selbst kurze Verzögerungen über Erfolg oder Misserfolg der Ernte entscheiden. Punktgenau muss jede Maschine Höchstleistungen vollbringen. Röthlein Logistik hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Ersatzteile für die Agrarindustrie möglichst schnell zu liefern.

Das Sortiment des Logistikdienstleisters reicht dabei vom grammleichten Ring bis zum tonnenschweren Mähbalken eines Mähdreschers. Um die rund 96.000 verschiedenen Ersatzteile fachgerecht unterzubringen, hat Röthlein Logistik verschiedenste Lagerarten in seine Multi-User-Anlage integriert. Den Großteil nehmen ein Fachbodenlager mit 60.000 Stellplätzen und ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) mit 18.000 Behältern ein. Darüber hinaus bietet ein Multishuttle-System Platz für 4.560 Behälter, das 10,5 Meter hohe Palettenhochregallager umfasst 6.000 Stellplätze, das Wabenlager weitere 10.000. Etwas weniger groß, aber nicht minder wichtig sind das Scheibenlager mit 800, ein Kragarmlager mit 200, ein Kabeltrommel- und Ablänglagerregal mit 32 bzw. 400 Stellplätzen sowie ein Gefahrstofflager mit 360 Aufnahmepositionen. Hinzu kommt ein 1.500 Quadratmeter großes Blocklager.

Automatisierungslösung steigert Warenumschlag um das Vierfache.
Damit der Materialfluss reibungslos ineinander greift, ist das Logistikzentrum von Röthlein Logistik umfassend mit Automatisierungstechnik von Dematic ausgerüstet. Die maßgeschneiderte Lösung besteht aus einem dreigassigen Miniload-AKL mit drei Dematic-RapidStore-Regalbediengeräten zur vierfachtiefen Behälterein- und Auslagerung. Hinzu kommt ein Dematic-Multishuttle-System mit 20 Shuttles, das als Pufferlager dient. Dank ihrer hohen Geschwindigkeit lagern die Shuttles bis zu 1.200 Artikel pro Stunde ein und aus.

Sechs Ware-zur-Person-Kommissionierplätze, die mit einem Pick-to-Light-System ausgestattet sind, und zwölf kombinierte Arbeitsplätze für den Warenein- und -ausgang komplettieren die Anlage. Für die Kommissionierung in den manuell betriebenen Lagerbereichen hat der Intralogistikspezialist zudem neun mobile Arbeitsstationen installiert. Verbindendes Element zu den Lagern ist die automatisierte Fördertechnik Dematic Modular Conveyor System (MCS). „Mit der Automatisierungslösung von Dematic haben wir unseren Warenumschlag um das Vierfache gesteigert“, bilanziert Michael Hunstock, Leiter des Logistikzentrums von Röthlein Logistik. Im Wareneingang werden pro Tag heute durchschnittlich 1.000 Positionen abgewickelt, im Warenausgang sogar 5.900. Zuvor liefen viele Prozesse manuell ab – zum Beispiel in zwei Außenlagern in Schweinfurt, die Röthlein Logistik nun in die Multi-User-Anlage integriert hat.

Service überzeugt.
Einer der Hauptgründe für die Automatisierung des Materialflusses lag laut Hunstock darin, Ersatzteillieferungen noch schneller und exakter durchführen zu können. „Dematic lieferte uns hierfür die komplette Technik aus einer Hand“, sagt er. „Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns vor allem das umfangreiche und zuverlässige Serviceangebot von Dematic überzeugt.“ Schließlich garantiert Röthlein Logistik selbst seinen Kunden einen 24-Stunden-Service an sieben Tagen in der Woche. Wer bis 16 Uhr bestellt, dessen Auftrag verlässt noch am selben Tag das Logistikzentrum. Bei sogenannten Sammelaufträgen mit einem größeren Volumen vereinbart das Unternehmen mit dem Kunden im Vorfeld einen festen Liefertermin. „Unsere sofortige Lieferfähigkeit liegt dank unseres breit gefächerten Lagerbestands bei 97,8 Prozent“, erzählt Hunstock. „Diese Kunden- und Serviceorientierung erwarten wir auch von unseren Dienstleistern – bei Dematic ist sie garantiert.“ Heute verlassen täglich bis zu 2.230 Versandstücke das Logistikzentrum in Röthlein. Für die schnelle Zustellung an den Kunden nutzt der Ersatzteillogistiker unterschiedliche Wege: den Nachtexpress-, Speditions- und Paketversand sowie Kuriere. Auch Selbstabholung ist möglich. „Dadurch sind wir für jede Anfrage und jeden Kundenwunsch gewappnet“, sagt Hunstock.

Software als Wegbereiter für den Erfolg.
Dreh- und Angelpunkt für die Leistung der Automatisierungslösung ist die passende Software. Bei Röthlein Logistik hat Dematic für die Steuerung der Anlage und des gesamten Materialflusses die Software SAP Extended Warehouse Management (EWM) mit Materialflusssystem (MFS) installiert, welche ohne Middleware direkt an die Mechatronik angebunden ist. Alle Automatisierungssysteme sind digital vernetzt. Für die gesamte Kontrolle und Steuerung des Auftragsdurchlaufs hat Röthlein Logistik einen eignen Control Tower. Mithilfe der Software stellen die Mitarbeiter des Ersatzteillogistikers dort sicher, dass bei der Lagerung und dem Transport der Waren alle Prozesse optimal aufeinander abgestimmt sind. „Unser Konzept sieht ein proaktives Supply Chain Management vor“, betont Hunstock. „Die Softwarelösung von Dematic unterstützt uns dabei.“ Dafür gibt sie beispielsweise automatisch Auskunft über die Lagerauslastung und hilft beim Monitoring sämtlicher intralogistischer Prozesse.

Expansion mitgedacht.
Röthlein Logistik ist auf Wachstum und noch umfangreicheres Materialhandling vorbereitet: Denn das Gewerbegebiet in Röthlein, in dem die Multi-User-Anlage steht, bietet enormes Expansionspotenzial. In der nächsten Ausbaustufe ist geplant, das Logistikzentrum um weitere 9.000 Quadratmeter zu erweitern. „Dort hätten wir dann die Möglichkeit, ein Hochregallager zu installieren“, sagt Hunstock. Bereits im vergangenen Jahr hat Röthlein Logistik in dem Gewerbegebiet ein zusätzliches, 10.000 Quadratmeter umfassendes Reifenlager in Betrieb genommen. Doch nicht nur flächentechnisch ist das Logistikunternehmen auf das weitere Wachstum vorbereitet. Auch die Automatisierungslösungen von Dematic lassen sich problemlos bei laufendem Betrieb erweitern. So kann das AKL beispielsweise mit wenigen Handgriffen um drei Gassen erweitert werden. „Die Skalierbarkeit der Dematic-Systeme bietet uns die Möglichkeit, diese genau auf die Anforderungen unseres Geschäfts anzupassen“, resümiert Hunstock. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 1/2021

 

LOGISTIK express Journal 1/2021

Wir leben in bewegten Zeiten, die Welt ist im Umbruch und es fühlt sich so an, als wären wir in einer Lockdown Schleife. Und nicht auszudenken, welch wirtschaftlichen, als auch gesellschaftlichen Nachwehen uns die Corona Zeit bescheren wird. Bleiben Sie gesund und viel Freude mit unserer umfangreichen und informativen LOGISTIK express Ausgabe 1/2021 mit dem Titel: „Perspektiven in der Krise“.

INHALT 1/2021

02 Werbefenster U2
05 Inhalt / Editorial
06 Jetzt ist guter Rat so richtig teuer
08 Das Versagen der Politik!
12 Einzelhandelsbilanz im Corona-Jahr 2020
14 Jeder fünfte Euro im Non-Food Handel wird online ausgegeben
18 Auswirkungen des Coronavirus auf den E-Commerce in 2020
22 E-Commerce: Ende von Abgabenhinterziehung und illegalem Handel
26 Wer hätte das gedacht? E-Commerce ist doch nicht so böse
30 Internationaler E-Commerce: Stolperfalle Brexit
32 Mercosur-Abkommen mit starkem Gegenwind
34 Corona lässt Regionalität und Bio im Lebensmittelhandel boomen 
38 Amazon: US-Gigant als Segen und Fluch 
44 China nach Covid-19: Pandemie verändert Logistikprozesse 
47 Logistikreise für den eCommerce und Omnichannel-Handel
48 Reesink Logistic Solutions expandiert nach Polen und Österreich
50 Dematic automatisiert Ersatzteillager von Röthlein Logistik
54 Von digital bis nachhaltig. Die sechs wichtigsten Logistiktrends 2021
56 2021 – European Year of Rail
58 Nasse Logistik: Eine Rückschau auf das Corona-Jahr 2020
64 Brexit: Die Krux mit dem Ursprung
66 Brexit-Deal: Was ändert sich für Logistikunternehmen?
68 Corona-Pandemie: Fragen, die sich Logistikkunden stellen
70 BMW Group eröffnet neuen Campus
72 VDE stellt Studie Mobilität, Logistik und Energie 2030 vor
74 Automotive: Überlagerter Wandel
76 Verhandlung: Ich will sehen
78 Wer sich in Gefahr begibt…
82 Risiken & Nebenwirkungen garantiert
87 Werbefenster U4

 

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