LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge

Am 2. Juni endete die mit Spannung erwartete Intralogistikmesse LogiMAT, die nahtlos an „alte Zeiten“ anknüpfen konnte. Auch im dritten und letzten Teil der Serie präsentiert Logistik Express interessante Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Redaktion: Markus Walter.

Für die 1.571 Aussteller und den Veranstalter war es spannend bis zuletzt: Niemand wusste, wie viele Menschen die erste LogiMAT nach Ausbruch der Corona-Pandemie besuchen würden. Doch die Ängste vor einem Flop mit leeren Hallen waren unbegründet. Am Ende des Events konnte Messechef Michael Ruchty solide Zahlen verkünden, die fast auf dem Rekord-Niveau von 2019 lagen. „Bereinigt um die pandemiebedingten Einschränkungen kann man dieses Ergebnis in allen Kategorien als Fortsetzung der LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen“, erklärte Ruchty,

In Zahlen ausgedrückt: Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 125.000 Quadratmetern in allen zehn Hallen war das Stuttgarter Messegelände komplett ausgebucht. Die weltweit größte Intralogistik-Messe zog wieder rund 50.000 Besucher an und erwies sich erneut als Publikums-Magnet. Das lag zu einem Großteil an den zahlreichen Produktpremieren und Weltneuheiten – darunter zwei neuartige automatische Kleinteilelager, die AutoStore die Stirn bieten wollen. Diese waren mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Jungheinrich und Körber zu finden.

Die von Jungheinrich entwickelte Alternative zu AutoStore heißt PowerCube. Damit wollen die Hamburger „neue Maßstäbe im Bereich der automatisierten Lagersysteme“ setzen. Der PowerCube ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut. Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu 12 m hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche.

Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist. Das automatische Behälter-Kompaktlager kann auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden und lässt sich deshalb problemlos in bestehende Lagerhallen integrieren.

Die PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s und einer Beschleunigung von bis zu 2 m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 kg Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden.

Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Da die Shuttles zu Wartungsarbeiten aus dem PowerCube auf Bodenniveau entnommen werden können, ist keine Wartungsbühne nötig. Auch der internationale Technologiekonzern Körber bietet mit Attabotics eine neuartige Lagerlösung für Kleinbehälter, die bei einer Stapelhöhe von bis zu 10 Metern eine extrem hohe Speicherdichte mit einem schnellen und direkten Zugriff ermöglicht.

Die Attabotics-Lösung basiert auf einer vertikalen, sehr platzsparenden Gitterstruktur. Produkte werden in quadratischen Behältern mit einem Innenmaß von 571 x 571 mm gelagert. Die „Attabots“ genannten Roboter können auf dem Gitter, unter dem Gitter und vertikal durch die Abwärtsschächte fahren, um Behälter einzulagern oder zu entnehmen und zu den integrierten Entnahmeöffnungen zu transportieren.

Attabottics ermöglicht damit auf einer extrem verdichteten Lagerfläche eine effiziente Kommissionierung, einschließlich Sequenzierung und Pufferung. In den USA und Kanada wurde die Technologie bereits bei zahlreichen Unternehmen der E-Commerce-Branche implementiert. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft vertritt das Körber Geschäftsfeld Supply Chain Automation das kanadische Robotikunternehmen Attabotics in fast allen europäischen Ländern und in weiten Teilen Asiens.

Das Startup Rocketsolution zeigte sich erstmals auf der LogiMAT und stellte dort sein Shuttle-System RSX1 vor. Das hochverdichtende Kleinteilelagersystem RSX1 für Ladegüter bis zu 50 Kilogramm bietet maximale Verdichtung der Lagerplätze, flexible Skalierbarkeit sowie einfache Integrationsfähigkeit. Verglichen mit herkömmlichen Shuttle-Systemen reduziert das RSX1 den benötigten Raum deutlich und sorgt für Effizienz- und Rentabilitätssteigerung in der Kleinteillagerung. Mit einer Höhe von bis zu 30 Meter nutzt das RSX1 auch den Luftraum optimal. Selbst sehr flache Güter lassen sich innerhalb des RSX1 hochverdichtet lagern, bereits ab einer Behälterhöhe von 100 Millimeter arbeitet das RSX1 ohne jeglichen Raumverlust in der Höhe.

Die Automatisierung spielte auch an vielen anderen Ständen der Messe eine wichtige Rolle. Die Pixel Robotics GmbH präsentierte als Mitaussteller der Logivations GmbH erstmalig Roboter, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Pixel Robotics kombinierte hierfür KI, Computer Vision und Robotik, um innerbetriebliche Palettentransporte zu automatisieren. Der von Grund auf neu entwickelte Roboter PIXEL PT arbeitet kooperativ mit den menschlichen Kollegen zusammen und passt sich dynamisch an bestehende Prozesse in der Intralogistik an. Die Roboter sind modular und robust konstruiert, sodass sie für raue Logistikumgebungen geeignet sein sollen. Der Hersteller verspricht zudem eine Amortisationszeit von unter 1,5 Jahren.

Ein weiteres Highlight präsentierte das Technologieunternehmen TeamViewer: Gezeigt wurde die mehrfach ausgezeichnete Vision-Picking-Lösung xPick. Die Augmented-Reality-Lösung, die seit der Übernahme des Wearable-Computing-Unternehmens Ubimax Teil des TeamViewer Portfolios ist, ermöglicht Kunden ein hocheffizientes und nahezu fehlerfreies Kommissionieren. Neu sind Gamification-Elemente, die für eine höhere Einsatzbereitschaft und eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeitenden sorgen und gleichzeitig monotone Kommissionierprozesse auflockern.

Bei Unternehmen wie DHL, Schnellecke Logistics und Coca-Cola HBC ist TeamViewer xPick etablierter Standard und bei vielzähligen Großkunden bereits seit Jahren im Einsatz. Durch die Verwendung von Wearables wie Smart Glasses lässt sich die Lösung ohne großen Aufwand leicht in bestehende Infrastrukturen von Unternehmen integrieren. Dies unterstützt die einfache Skalierbarkeit der Lösung – auch standortübergreifend.

Neben Hardware sah man auf der LogiMAT wieder jede Menge Software: Zum Beispiel die neue Logistikplattform CargoON der Technologiefirma Trans.eu Group. Diese vereint verschiedene Funktionen, um neben Auftragsverwaltung und Frachtmonitoring beispielsweise auch die Rampenbelegung digital zu steuern und so die Prozesseffizienz zu erhöhen. Durch die Anbindung an das europaweite Trans.eu-Netzwerk mit über 30.000 Logistikdienstleistern wird zudem die flexible Beschaffung von Transportressourcen gewährleistet.

Die größte ausländische Ausstellergruppe kam übrigens aus Italien, vertreten durch Unternehmen wie Ubiquicom. Die Firma wurde 2021 als einziges italienisches Unternehmen in den „Magic Quadrant for Indoor Location Services, Global“ von Gartner, Inc.* aufgenommen und präsentierte auf der LogiMAT die Prozesssteuerungs-Lösung Synchro. Durch die Standorterfassung der Flurförderzeuge in Echtzeit werden ihre Einsätze auf optimale Art und Weise organisiert. Dabei wird die RTLS-Technologie (Real-Time Locating System) mit Algorithmen künstlicher Intelligenz kombiniert.

Die in diesem Artikel und den beiden vorausgegangenen Vorberichten genannten Neuheiten bilden natürlich nur die Spitze des Eisbergs und können einen Besuch der realen Messe nicht ersetzen. Apropos: Die nächste LogiMAT findet statt vom 25. bis 27. April 2023. Eine Rückkehr in den gewohnten Messe-Rhythmus mit einem Termin im Februar erschien dem Veranstalter EuroExpo noch zu früh. Die Zeitspanne zwischen den beiden LogiMAT-Events hätte dann nur acht Monate betragen. Außerdem birgt Corona nach wie vor große Sprengkraft. Der Winter könnte neue Beschränkungen bringen. Einziger Schönheitsfehler am April-Termin ist jedoch die große Nähe zur transport logistic, die 2023 vom 9. bis 12. Mai im Kalender steht. Da wird sich mancher Aussteller entscheiden müssen. Wir werden sehen. (MW)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


LogiMAT: Geballte Fachkompetenz rund um Stapler und Co.

Auf der Internationalen Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement präsentieren die weltweit führenden Flurförderzeuge-Hersteller dem internationalen Fachpublikum die aktuellsten Neuentwicklungen und Produktinnovationen im Bereich der mobilen Lagertransporte. Der kompakte Überblick mit zahlreichen Premieren untermauert den Stellenwert der LogiMAT als international bedeutendste Fachmesse der Branche.

Mit den Exponaten, die die Aussteller der Flurförderzeuge-Branche auf der LogiMAT 2022 vorstellen, unterstreicht die Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement aktuell prägende Branchentrends. Hintergrund: Der globale Material-Handling-Markt hat im Jahr 2021 erneut die Dynamik der Vorjahre übertroffen. Alle namhaften Hersteller weisen in ihren Jahresbilanzen ein deutlich zweistelliges Wachstum aus. Jungheinrich etwa verzeichnet für 2021 „das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner Unternehmensgeschichte“. Der Auftragseingang stieg um 45 Prozent. Die Kion Group, unter anderem mit den Konzerntöchtern Linde Material Handling, Still GmbH und Baoli EMEA S.p.A. auf der LogiMAT 2022 vertreten, vermeldet für das abgelaufene Jahr im Bereich Industrial Trucks & Services (ITS), zu dem die Flurförderzeuge und verbundenen Dienstleistungen in der Group zählen, beim Neufahrzeuggeschäft ein Plus von 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt legte die Zahl der Neubestellungen im Vorjahresvergleich um 51,0 Prozent zu. Größtes Wachstum bei den Auftragseingängen weisen dabei die Gegengewichtsstapler auf – mit einem spürbaren Trend Richtung Elektrostapler.

Diese positiven Bilanzen, das belegen die Aussteller der FFZ-Branche mit ihren Exponaten auf der LogiMAT 2022, bilden zugleich mehrere aktuelle Trends im FFZ-Segment ab. Zum einen sind Mobilität und Materialflüsse im Lager offenbar weiterhin gestützt auf den Einsatz von Flurförderzeugen: Geräte der Klassen 1 bis 3 wie etwa Hubwagen, Routenzüge, Gegengewichts-, Deichsel-, Gelenk- und Schubmaststapler oder Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF). Zweitens werden sie technologisch, über die unterschiedlichen Handlings- und Staplerprozesse hinweg, elektromotorisch unterstützt und zunehmend automatisiert. Ein dritter, perspektivisch ausgerichteter Trend, der sich mit Blick auf die Exponate daraus indirekt ablesen lässt, ist das hohe Engagement und wirtschaftliche Interesse der Hersteller im Bereich von FTF und Automatisierten Mobilen Robotern (AMR).

Nahezu alle FFZ-Hersteller sind in diesem Segment bereits im Markt vertreten. Unter Einbindung von Sensorik sowie Methoden und Verfahren Künstlicher Intelligenz (KI) wird dabei die Entwicklungen Richtung autonom agierender Transportfahrzeuge verfolgt. So arbeitet etwa Still (Halle 10, Stand B41) auf Basis des Kommissionierers OPX iGo neo, der bereits autonom im Regalgang unterwegs ist, als deutscher Vertreter im europäischen Forschungsprojekt IMOCO (Intelligent Motion Control) mit, um FTF und AMR zu gänzlich autonom fahrenden Fahrzeugen weiter zu entwickeln. An ähnlichen Entwicklungen arbeitet die Jungheinrich AG (Halle 9, Stand B05).

Neben Exponaten auf den Ständen der FFZ-Hersteller ist das FTF- und AMR-Segment auf der LogiMAT 2022, erstmals insbesondere in der gesamten Halle 2 nebst Foyer konzentriert. Mehr als 80 Aussteller zeigen dem internationalen Fachpublikum dort ihre jüngsten Entwicklungen für FTF- und Roboter-basierte Automatisierung in der Intralogistik.

 

Plattformtransporter mit bis zu 65 Tonnen Traglast.
Auf der LogiMAT 2022 sind die internationalen FFZ-Hersteller aber vor allem im Segment der manuell geführten Flurförderzeuge mit den jüngsten Neuentwicklungen ihrer Geräte und deren Ausstattung vertreten. Mit zahlreichen Premieren präsentiert neben allen führenden Marktplayern nahezu die komplette Riege der internationalen Flurförderzeuge-Hersteller in den Hallen 9 und 10 ihr aktuelles Produkt- und Leistungsspektrum. Die Neuvorstellungen reichen von Geräten der Klassen 1 bis 3 über Zubehör und Anbaugeräte, Fahrerassistenz- und Flottenmanagementsystemen bis zu den jüngsten Lösungsangeboten in den Bereichen Antriebsalternativen, Batterie- und Energiemanagement. „Wir freuen uns darauf, auf der LogiMAT unsere Freunde endlich wieder bei einer physischen Veranstaltung auf unserem Stand zu treffen und wieder mit ihnen in Kontakt treten zu können“, charakterisiert Blade Feng, Forklift Business Unit Director, BYD Europe BV (Halle 10, Stand G61), die Stimmung unter den Herstellern. „Wir können es kaum erwarten, allen Besuchern unsere erweiterten alternativen Materialien und Handhabungslösung vorzustellen.“

Der Rothauspark und die Außenflächen zwischen den Hallen bieten Herstellern wie Jungheinrich und Linde zudem die Möglichkeit dem internationalen Fachpublikum ihre neuesten Stapler der Klassen 4 und 5 mit Verbrennungsmotor, ausgelegt auf die Abgasstufe 5, in Live-Demonstrationen vorzustellen. „Das zusätzliche Outdoor-Areal auf dem Messegelände ist der perfekte Ort, um die zahlreichen Verbesserungen und Vorteile der neuen Shooting-Stars mit ihren verschiedenen Antriebsarten Diesel, Treibgas, Elektro erlebbar zu machen und in Aktion zu zeigen“, urteilt Stefan Prokosch, SVP Brand Management Linde Material Handling (Halle 10, B21).

Die Jungheinrich AG, die sich inzwischen deutlich auch im Bereich der Lagertechnik und automatisierten Lagersysteme engagiert, hat bereits die Präsentation mindestens einer Premiere und mehrere Neuheiten angekündigt. Sicher wird darunter der wendige, kompakte Routenzug LiftLiner® für die Jungheinrich Elektro-Schlepper der EZS-Baureihen 1, 3 und 5 zu sehen sein. Überdies hat der Hamburger Hersteller zu Jahresbeginn als Neuheit einen Schmalgangstapler vorgestellt, der auf fahrerlose Einsätze als autonom fahrendes Flurförderzeug ausgelegt ist. Auch mit dessen Vorstellung kann man wohl rechnen.

Die Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG (Halle 10, Stand D05) zeigt dem Fachpublikum erstmals einen selbstfahrenden Plattformtransporter aus dem „SFX“-Baukasten mit Traglastvarianten von 25 Tonnen, 40 Tonnen und 65 Tonnen. Der Transporter ist für manuelle Anwendungen im Innen- und Außenbereich konzipiert und lässt sich in modularer Bauweise mit verschiedenen Lenksystemen und einem Plattformhub ausstatten oder als FTF auslegen. Still fokussiert sich beim Messeauftritt in Stuttgart auf die Präsentation von AMR-Fahrzeugen aus der neuen ACH-Baureihe, die erstmal öffentlich zu sehen sein wird. Die AMR werden den Fachbesuchern in Symbiose mit automatisierten Vertikalförderern wie Schubmast- oder Schmalgangstaplern vorgestellt. Zudem wird der Hersteller auf der LogiMAT 2022 sicher die neuen Baureihen „LXT 120-350“ und „LXW 20-30“ seiner elektrisch angetriebenen Schlepp- und Transportfahrzeuge vorstellen. Als Assistenzsystem kommt dabei die „Descent Speed Regulation (DSR)“ zum Einsatz. Die last- und neigewinkelabhängige Geschwindigkeitsregulierung soll mehr Sicherheit bieten und eine erhöhte Umschlagleistung bei Rampenfahrten unterstützen.

 

Premiere neuer Elektro-Gegengewichtsstapler.
Hyster Europe (Halle 10, Stand C10) rückt mit der Vorstellung emissionsarmer und emissionsfreier Stapler das Thema „Powering YOUR Possibilities” in den Mittelpunkt des Messeauftritts in Stuttgart. Dabei bieten etwa die neuen Hyster®“J10-18XD“-Modelle mit Lithium-Ionen-Batterie eine Tragfähigkeit von bis zu 18 Tonnen. Die emissionsfreien Elektrostapler sollen in ihrer Leistung dem Vergleich mit Verbrennungsmotoren standhalten. Die Besucher der LogiMAT 2022 werden zudem zu den ersten Interessenten in Europa gehören, die das Debüt des neuen BYD-Gabelstaplers „ECB20S“ und der neuen „SEF“-Gegengewichtsserie des Herstellers miterleben können. Der Dreirad-Gegengewichtsstapler ECB20S bietet eine elektrische Feststellbremse, das neueste energiesparende Batteriemanagementsystem des Herstellers sowie ein überarbeitetes Hydrauliksystem und ist mit zwei Batterieoptionen verfügbar. Weitere Exponate zielen mit Tools auf Transparenz im Flottenmanagement sowie die Optimierung von Energieverbrauch und Batteriemanagement über Ferndiagnosen.

Dem Herstellernamen alle Ehre macht ein neuer Gegengewichtsstapler des schwedischen Herstellers Semax Material Handling AB (Halle 10, Stand G75), der erstmals auf der LogiMAT zu sehen ist. „Se max“ heißt ins Deutsche übersetzt „maximal sehen“. Das ist Programm für den neuen, kompakten Stapler, der mit dem Mast hinter der Kabine den Fahrern viel freie Sicht und ein smartes Handling transportempfindlicher Güter ermöglicht. Integrierter Teleskopvorschub, 0-900 mm (Option), schafft dabei eine markante Reichweite für präzises Warenhandling.

 

Nachrüstbares Assistenzsystem.
Mit Neuentwicklung bei den Zusatzausstattungen und Anbaugeräten sind überdies beispielsweise die PowerFleet GmbH (Halle 10, Stand C77), die Abertax Technologies Ltd. (Halle 10, Stand C29) und die Durwen Maschinenbau GmbH (Halle 10, Stand B39) in Stuttgart vertreten. PowerFleet zeigt mit der Messeneuheit „VAI-100“ ein kamerabasiertes Personen- und Fahrzeug-Warnsystem. Das nachrüstbare Assistenzsystem für Flurförderzeuge nutzt Künstliche Intelligenz (KI) zur Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Hindernissen in seinem Arbeitsumfeld. Bei Unterschreitung eines konfigurierten Sicherheitsabstandes wird der Staplerfahrer unmittelbar visuell und akustisch vor Objekten in der Nähe gewarnt. Gekoppelt mit Flottenmanagement-System „VisionPro“ können Auswertungen über die Verletzung von Sicherheitszonen vorgenommen und im Visibility-Tool der Software angezeigt werden.

Abertax Technologies präsentiert mit der „Non-Metallic Liquid Level Sensor Electrode“ eine neuartige patentierte, metallfreie Sonde zur Füllstandsmessung von Batterieelektrolyt bei elektronischen Produkten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sonden auf Stahl- oder Bleibasis sind die neuen Füllstandsmesser korrosionsfrei und ermöglichen die unkritische Handhabung bei der Installation. Durwen stellt auf der LogiMAT 2022 eine repräsentative Auswahl ihrer wichtigsten Anbaugerätevor. Dazu zählen etwa Zinkenverstellgeräte mit SmartForks als Plug-in-Play-Lösung, eine Papierrollenklammer in 180°-Ausführung und Zinkenverstellgeräte in Kombination mit Teleskopgabelzinken. Als Innovationen wertet der Hersteller einen neuartigen Klemm-/Abschieber und eine neue Schneidballenklammer zum automatisierten Entdrahten. An unterschiedlichsten Ballen beispielsweise in der Altpapier- und Recyclingindustrie kappt die Neuentwicklung die Transport-Haltedrähte. Dabei fällt das Ballenmaterial nach dem Öffnen der Klammerfunktion in die vorgesehenen Lade- und Transporthilfsmittel. Die Drahtreste bleiben in der Greifeinheit stecken und können materialrein entsorgt werden.

„Mit den präsentierten Messepremieren innovativer Neuentwicklungen bietet die LogiMAT 2022 erneut den wohl umfassendsten Überblick über die aktuellen Geräte und Lösungsangebote der internationalen Flurförderzeug-Branche“, resümiert Messeleiter Michael Ruchty, EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH München. „Mit den Exponaten ihrer jüngsten Entwicklungen im Hardware-Bereich wie auch bei den Fahrerassistenz- und Flottenmanagementsystemen machen die Hersteller die Präsentationsplattform und Arbeitsmesse LogiMAT für die Fachbesucher zugleich zur wichtigsten Informationsbörse für zukunftsfähige Investitionsentscheidungen im Bereich der Flurförderzeuge. Ein Mehr an geballter Fachkompetenz wird ihnen nirgendwo geboten.“

 

Veranstalter: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH
Joseph-Dollinger-Bogen 7, 80807 München
Tel.: +49 (0)89 32391-259 | Fax: +49 (0)89 32391-246
www.logimat-messe.de | www.logimat.digital

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

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