China Lieferketten – Dürre im Land der Mitte

Nach Lockdowns und Hafenschließungen schädigt nun eine Hitzewelle mit Wasser- und Stromsanktionen die Lieferketten. Besonders die Automobil-, Halbleiter-, Siliziumerzeuger- und Aluminiumindustrie in Sichuan und deren Abnehmer in Südchina sind betroffen.

Redaktion: Dirk Ruppik.

China erfährt laut dem chinesischen Amt für Meterologie zur Zeit die stärkste Dürre seit mehr als sechs Jahrzehnten. Im Bereich des Jangtsekiang fiel so wenig Regen wie noch nie seit dem Beginn der vereinheitlichten Wetteraufzeichnungen in 1961. Besonders betroffen sind die Provinzen Jiangsu, Hubei und Sichuan. Nicht nur die Wasserversorgung wurde reduziert, sondern auch der Stromverbrauch. Die Hitze führte u. a. zu einer reduzierten Erzeugung von Hydroenergie und zur vermehrten Nutzung von Klimaanlagen und damit zu einer Energiekrise.

Weitere Störung von Lieferketten.
Aufgrund der unerbittlichen Null-Covid-Doktrin und strikter Corona-Beschränkungen befanden sich bereits im Frühjahr und nun erneut im August viele Städte in China im Lockdown. Mehrere Großstädte sind betroffen. Im Frühjahr wurde besonders die Megacity Schanghai und der dortige Containerhafen von einem wochenlangen Lockdown getroffen. Es kam zu einem gigantischen Rückstau an unabgefertigten Schiffen und zudem zu Sperrung von Transportwegen auch zum Hafen.

Viele Unternehmen leiden immer noch unter einer Knappheit an Zulieferteilen und auch Rohstoffen. Obwohl sich die Situation im Schanghaier Hafen mittlerweile erholt hat, ist das Land nach wie vor von der rigiden Corona-Politik bedroht, die mittlerweile auch von der WHO verurteilt wird (1). Im August befinden sich wieder zahlreiche Städte in Isolation, so die nordchinesische Hafenstadt Dalian und Shenyang (Liaoning), Chengde und Shijiazhuang (Hebei), Chengdu (Sichuan), Jishui (Jiangxi) sowie Shenzhen und Guangzhou (Guangdong).Abermillionen Chinesen befinden sich erneut im (eigentlichen) Ausnahmezustand. Dies führt zunehmend wieder zu massiven Auswirkungen bei Handel, Reisen und Industrie. Zu den vorhandenen Schwierigkeiten kommen nun noch die Herausforderungen durch die extreme Hitzewelle mit den genannten Wasser- und Stromsanktionen.

Hitzewelle trifft Industrie
Die Rationierung des Stroms hat in Sichuan viele bedeutende Automobilhersteller getroffen – darunter auch Tesla (2, 3). Die Provinzregierung ordnete die Schließung fast aller Fabriken für bislang elf Tage an. Chinas größter Automobilhersteller SAIC und auch Tesla berichten bereits von „zerrissenen“ Lieferketten. Damit ist auch die Autoproduktion in Teslas „Gigafactory“ in Schanghai bedroht. Auch die Produktion von SAIC in drei Fertigungsstätten in der Megacity ist bedroht. Beide Hersteller besitzen ein weit verzweigtes Netzwerk von Automobilzulieferern, die jetzt ebenso von der Energiekrise betroffen sind.

In Sichuan werden überwiegend Halbleiter, Lithiumbatterien und Autoteile hergestellt. Die chinesischen Automobilhersteller waren gerade dabei sich von den monatelangen Lockdowns in Schanghai zu erholen, als sie nun wieder von den Stromeinsparungen, Mangel an Hydroenergie und Fabrikschließungen in Sichuan getroffen wurden. Sichuan exportiert normalerweise die meist aus Wasserkraft gewonnene Energie auch in Industriezentren im Süden und an der Ostküste. Aufgrund des Wassermangels fällt dies nun aus. In der Provinz selbst sind zudem auch die Aluminium und Siliziumproduktion betroffen. Große Silizium und Polysilizium-Hersteller wie Tongwei Solar, Tianqi Lithium und Yahua Lithium haben hier ihre Werke. Rund die Hälfte des chinesischen Lithiums wird in Sichuan abgebaut und vor allem in Batterien für E-Autos verwendet. Die europäische und deutsche Solar- und Automobilindustrie sind stark von Lieferungen dieser Firmen abhängig.

Die deutsche Außenhandelskammer in China berichtet, dass teilweise auch die Produktion deutscher Firmen im Land der Mitte betroffen ist. Viele internationale Halbleiterfirmen haben Werke in Sichuan, darunter Texas Instruments, Intel, Onsemi und ebenso der Apple-Zulieferer Foxconn. Auch der Jangtsekiang, der durch Sichuan fließt, ist trockengefallen. Davon betroffen ist der Drei-Schluchten-Damm mit zugehörigem Kraftwerk (Hubei), das normalerweise eine durchschnittliche Leistung von 9,5 GW besitzt. Das weltgrößte Hydroelektrische-Kraftwerk beliefert Industrien in Ost- und Südchina mit Strom.

Um die Energiekrise zu bewältigen wurden die Kohlekraftwerke hochgefahren, die jetzt 50 Prozent mehr Strom produzieren. Das verärgert Klimaschützer, denn das Land der Mitte ist ohnehin der größte CO2-Emittent der Welt. Durch die krisengeplagte und schwächelnde Wirtschaft im Land der Mitte wackeln nun auch Klimaziele. Das Ausbalancieren von Energiesicherheit und Dekarbonisierung wird zunehmend schwieriger.

Neuer Logistikriese soll Lieferkettenprobleme beseitigen.
Ein staatlicher Logistikkonzern, die China Logistics Group, soll nun die Lieferketten retten. Der am 6. Februar 2022 offiziell gegründete Konzern ist eine Fusion aus fünf Logistik-Unternehmen ¬ darunter die ehemalige China Railway Materials Group (4). Als strategische Investoren sind zudem die China Eastern Airlines, die China COSCO Shipping Group und die China Merchants Group beteiligt. Der neue Logistikriese soll internationale Handelsverbindungen und Frachtdienstleistungen entwickeln und so die globalen Lieferketten (re-)organisieren. Er ist in dreißig chinesischen Provinzen und allen fünf Kontinenten aktiv. Darüber hinaus besitzt China Logistics direkt 120 Eisenbahnlinien, 42 Lagerhäuser, 4,95 Millionen m² Lagerfläche und eine globale Flotte von drei Millionen Fahrzeugen. Allerdings existieren bisher keinerlei Neuigkeiten über konkrete Maßnahmen der China Logistics Group.

Wie kann die Situation verbessert werden?
Die Supply Chain-Krise hat generell viele Ursachen. Dazu gehören natürlich die Pandemie und erneute Produktions- und Hafenschließungen in China. Aber gerade die Erholung und der erneute Konsumanstieg bereiten die größten Probleme. Aber auch fehlende Schiffscontainer, ein Mangel an Fahrern in der Logistik, der Preisanstieg durch erhöhte Nachfrage bei Rohstoffen, die Halbleiterkrise und der Chip-Mangel (der Produktionsprozesse stört) sowie das Fehlen an Lagerfläche für den Anstieg an Bestellungen sind Gründe.

Generell kann die Einführungen neuer Technologien in die Lieferkette wie Künstliche Intelligenz (KI) Herausforderungen lindern. Die Voraussagende Analyse und Voraussagende Nachfrageprognose führen zu einer besseren Planung und Vorbereitung auf künftige Nachfragesituationen und die Bereitstellung von benötigter Transportkapazität. Wichtig sind Plattformen, die die Transparenz der Lieferkette verbessern, wie z. B. Lieferanten-Suchplattformen und Übersichten über die Frachtraten in Echtzeit.

Die gigantische Abhängigkeit der Lieferketten vom Land der Mitte muss verringert werden. Ausweichlieferanten in anderen Ländern müssen gefunden werden. Die Produktion und Beschaffung wird langfristig wohl wieder lokaler werden. Eine Entwicklung die als Glokalisierung (Globalisierung plus Lokalisierung) bezeichnet wird. Die Wertschöpfungs- bzw. Lieferketten werden kürzer und fehlerärmer. Die Sicherheit von Supply Chains wird gegenüber dem chinesischen Preisvorteil priorisiert. Eine aktive Netzwerk- und Supply Chain-Planung, eine digitale Bestandsprognose und -disposition sowie eine umfassende logistische Kapazitätsplanung führen zu einer größeren Krisensicherheit der Unternehmen.

Weitere Maßnahmen, die Unternehmen anwenden können, sind die Wiedereinführung von Pufferlagern, Umstieg vom anfälligen Just-in-Time-Push- auf Pull-Modus in der Produktion und die Sicherung des Cash Flows im Unternehmen. Wenn man die Krise als Chance betrachtet, können durch die Aufdeckung von Schwächen nun Lieferketten resilienter gestaltet werden. (DR)

Literatur:

1 Ausbrüche in mehreren Städten, Corona: Millionen Chinesen im Lockdown, 30. August 2022, ZDF.de

2 Carmakers hit as China’s heatwave forces more power rationing, CNN Buisness, 22. August 2022, Link

3 China places millions into Covid lockdown again as economy continues to struggle, 31. August 2022, The Guardian, Link

4 Chinas Logistikriese wird gegründet! Unterstützen Sie Schifffahrt, Luft- und Landtransport, um ein strategisches Layout zu erstellen, Dayang Welding, Link

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Mit Qualität und Individualität gegen den Einheitsbrei

Während einer Pandemie ein Unternehmen zu gründen, kann in die Hose gehen – oder aber ein richtiger Erfolg werden. Wie im Falle von Fluxus Solutions: das junge Unternehmen hat gerade erfolgreich ein Logistikprojekt für die DSV (Deutsche Saatveredelung AG) umgesetzt und ist bereit, sich einen größeren Teil vom Kuchen zu holen.

Redaktion: Angelika Gabor.

Anbieter von Lagersystemen gibt es wie Sand am Meer. Warum dann das Risiko eingehen? „Das Unternehmen, in dem ich früher gearbeitet habe, wurde von einem Konzern übernommen und strategisch neu ausgerichtet – allerdings konnte ich mich damit nicht mehr identifizieren. Mit zwei meiner Kollegen hatte ich schon früher über die Gründung eines eigenen Unternehmens gescherzt. Nach dem ersten Lockdown haben wir uns dann aber tatsächlich zusammengesetzt, einen Businessplan erstellt, das Risiko bewertet – und den Schritt gewagt“, erklärt Dominik Neppe, geschäftsführender Gesellschafter und Gründungsmitglied der Fluxus Solutions GmbH. Gemeinsam mit seinen langjährigen Wegbegleitern Gereon Fleck und Jon-Richard Schmitt, die ähnliche Vorstellungen von hochwertigen, effizienten Lagersystemen haben. Der Marktstart fiel mit 4.1.2021 mitten in die Corona-Pandemie, trotzdem konnte schon im ersten Jahr ein Gewinn erzielt werden.

Eines für alle.
Das bisherige Kompaktlagersystem der DSV konnte die Aufgabenstellung nicht erfüllen: die Einlagerung unterschiedlicher Ladungs-
träger – meist Euro-, Industrie- und CP-Paletten mit unterschiedlichen Beladungen, z.B. Sackware oder Big Bags –in ein dynamisches Blocklager. Ein herkömmliches Durchlauf- oder Einschubregal ist damit überfordert – nicht aber das FXS Dynamics TSS-System von Fluxus. Bei diesem verschleißarmen Paletten-Einschubregal (Carrier Push Back) werden Paletten (egal welcher Qualität) auf robusten, mit Rädern versehenen Schlitten abgesetzt, wodurch die Einlagerung der unterschiedlichsten Ladungsträger (Paletten) gewährleistet ist. Das Teleskop-Schlittensystem mit Last in – First out (LiFo) Prinzip arbeitet mit einer Neigung von 2% und macht sich die Schwerkraft zunutze, wodurch gleichzeitig Energie eingespart wird. „Im Gegensatz zu anderen Anbietern von TSS können wir bis zu 9 Paletten pro Kanal realisieren. Das bedeutet eine bis zu 225 % höhere Ausnutzung der vorhandenen Lagerfläche im Vergleich zu einem konventionellen statischen Palettenregal“ freut sich Neppe. Durch die kürzeren Wege für die Flurförderzeuge leistet das TSS einen weiteren Beitrag zur Ökobilanz der Anlage. „Nach einer Präsentation vor Ort anhand einer Testanlage war der Kunde überzeugt und wir erhielten den Zuschlag“, freut sich Neppe über die gelungene Umsetzung.

Partner für Systemintegratoren.
Das TSS-System, das sich übrigens hervorragend für die Pharma- und Chemieindustrie eignet, ist nicht das einzige Steckenpferd des Jungunternehmens. Zum Sortiment zählen auch andere Einschub-, Durchlauf-, Shuttle- und Karton-Durchlaufregalsysteme. Neppe: „Wir sind kein Billigheimer, sondern produzieren Qualität. Aufgrund unserer Fertigungsart können wir flexibel und individuell auf die jeweilige Situation eingehen und unsere Kunden beraten. Da unser Vertrieb gleichzeitig das Produkt designt hat, kann sofort eingeschätzt werden, was technisch möglich ist und was nicht. Dann wird das Produkt den Kundenprozessen angepasst – beispielsweise durch einen stärkeren Rahmen oder mehr Bremsrollen.

Diese Individualisierungsmöglichkeit ist ein großer Vorteil.“ Diesen Vorteil wissen auch namhafte Systemintegratoren und Wiederverkäufer zu schätzen, die bereits auf Fluxus vertrauen. „Wir hatten Bedenken, ob große Player einem neuen Unternehmen ihr Vertrauen
schenken würden, aber wir sind super aufgenommen worden“, so Neppe, zurecht stolz. Aktuell sind bereits weitere große Projekte in Planung, man darf gespannt sein. (AG)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge

Am 2. Juni endete die mit Spannung erwartete Intralogistikmesse LogiMAT, die nahtlos an „alte Zeiten“ anknüpfen konnte. Auch im dritten und letzten Teil der Serie präsentiert Logistik Express interessante Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Redaktion: Markus Walter.

Für die 1.571 Aussteller und den Veranstalter war es spannend bis zuletzt: Niemand wusste, wie viele Menschen die erste LogiMAT nach Ausbruch der Corona-Pandemie besuchen würden. Doch die Ängste vor einem Flop mit leeren Hallen waren unbegründet. Am Ende des Events konnte Messechef Michael Ruchty solide Zahlen verkünden, die fast auf dem Rekord-Niveau von 2019 lagen. „Bereinigt um die pandemiebedingten Einschränkungen kann man dieses Ergebnis in allen Kategorien als Fortsetzung der LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen“, erklärte Ruchty,

In Zahlen ausgedrückt: Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 125.000 Quadratmetern in allen zehn Hallen war das Stuttgarter Messegelände komplett ausgebucht. Die weltweit größte Intralogistik-Messe zog wieder rund 50.000 Besucher an und erwies sich erneut als Publikums-Magnet. Das lag zu einem Großteil an den zahlreichen Produktpremieren und Weltneuheiten – darunter zwei neuartige automatische Kleinteilelager, die AutoStore die Stirn bieten wollen. Diese waren mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Jungheinrich und Körber zu finden.

Die von Jungheinrich entwickelte Alternative zu AutoStore heißt PowerCube. Damit wollen die Hamburger „neue Maßstäbe im Bereich der automatisierten Lagersysteme“ setzen. Der PowerCube ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut. Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu 12 m hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche.

Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist. Das automatische Behälter-Kompaktlager kann auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden und lässt sich deshalb problemlos in bestehende Lagerhallen integrieren.

Die PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s und einer Beschleunigung von bis zu 2 m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 kg Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden.

Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Da die Shuttles zu Wartungsarbeiten aus dem PowerCube auf Bodenniveau entnommen werden können, ist keine Wartungsbühne nötig. Auch der internationale Technologiekonzern Körber bietet mit Attabotics eine neuartige Lagerlösung für Kleinbehälter, die bei einer Stapelhöhe von bis zu 10 Metern eine extrem hohe Speicherdichte mit einem schnellen und direkten Zugriff ermöglicht.

Die Attabotics-Lösung basiert auf einer vertikalen, sehr platzsparenden Gitterstruktur. Produkte werden in quadratischen Behältern mit einem Innenmaß von 571 x 571 mm gelagert. Die „Attabots“ genannten Roboter können auf dem Gitter, unter dem Gitter und vertikal durch die Abwärtsschächte fahren, um Behälter einzulagern oder zu entnehmen und zu den integrierten Entnahmeöffnungen zu transportieren.

Attabottics ermöglicht damit auf einer extrem verdichteten Lagerfläche eine effiziente Kommissionierung, einschließlich Sequenzierung und Pufferung. In den USA und Kanada wurde die Technologie bereits bei zahlreichen Unternehmen der E-Commerce-Branche implementiert. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft vertritt das Körber Geschäftsfeld Supply Chain Automation das kanadische Robotikunternehmen Attabotics in fast allen europäischen Ländern und in weiten Teilen Asiens.

Das Startup Rocketsolution zeigte sich erstmals auf der LogiMAT und stellte dort sein Shuttle-System RSX1 vor. Das hochverdichtende Kleinteilelagersystem RSX1 für Ladegüter bis zu 50 Kilogramm bietet maximale Verdichtung der Lagerplätze, flexible Skalierbarkeit sowie einfache Integrationsfähigkeit. Verglichen mit herkömmlichen Shuttle-Systemen reduziert das RSX1 den benötigten Raum deutlich und sorgt für Effizienz- und Rentabilitätssteigerung in der Kleinteillagerung. Mit einer Höhe von bis zu 30 Meter nutzt das RSX1 auch den Luftraum optimal. Selbst sehr flache Güter lassen sich innerhalb des RSX1 hochverdichtet lagern, bereits ab einer Behälterhöhe von 100 Millimeter arbeitet das RSX1 ohne jeglichen Raumverlust in der Höhe.

Die Automatisierung spielte auch an vielen anderen Ständen der Messe eine wichtige Rolle. Die Pixel Robotics GmbH präsentierte als Mitaussteller der Logivations GmbH erstmalig Roboter, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Pixel Robotics kombinierte hierfür KI, Computer Vision und Robotik, um innerbetriebliche Palettentransporte zu automatisieren. Der von Grund auf neu entwickelte Roboter PIXEL PT arbeitet kooperativ mit den menschlichen Kollegen zusammen und passt sich dynamisch an bestehende Prozesse in der Intralogistik an. Die Roboter sind modular und robust konstruiert, sodass sie für raue Logistikumgebungen geeignet sein sollen. Der Hersteller verspricht zudem eine Amortisationszeit von unter 1,5 Jahren.

Ein weiteres Highlight präsentierte das Technologieunternehmen TeamViewer: Gezeigt wurde die mehrfach ausgezeichnete Vision-Picking-Lösung xPick. Die Augmented-Reality-Lösung, die seit der Übernahme des Wearable-Computing-Unternehmens Ubimax Teil des TeamViewer Portfolios ist, ermöglicht Kunden ein hocheffizientes und nahezu fehlerfreies Kommissionieren. Neu sind Gamification-Elemente, die für eine höhere Einsatzbereitschaft und eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeitenden sorgen und gleichzeitig monotone Kommissionierprozesse auflockern.

Bei Unternehmen wie DHL, Schnellecke Logistics und Coca-Cola HBC ist TeamViewer xPick etablierter Standard und bei vielzähligen Großkunden bereits seit Jahren im Einsatz. Durch die Verwendung von Wearables wie Smart Glasses lässt sich die Lösung ohne großen Aufwand leicht in bestehende Infrastrukturen von Unternehmen integrieren. Dies unterstützt die einfache Skalierbarkeit der Lösung – auch standortübergreifend.

Neben Hardware sah man auf der LogiMAT wieder jede Menge Software: Zum Beispiel die neue Logistikplattform CargoON der Technologiefirma Trans.eu Group. Diese vereint verschiedene Funktionen, um neben Auftragsverwaltung und Frachtmonitoring beispielsweise auch die Rampenbelegung digital zu steuern und so die Prozesseffizienz zu erhöhen. Durch die Anbindung an das europaweite Trans.eu-Netzwerk mit über 30.000 Logistikdienstleistern wird zudem die flexible Beschaffung von Transportressourcen gewährleistet.

Die größte ausländische Ausstellergruppe kam übrigens aus Italien, vertreten durch Unternehmen wie Ubiquicom. Die Firma wurde 2021 als einziges italienisches Unternehmen in den „Magic Quadrant for Indoor Location Services, Global“ von Gartner, Inc.* aufgenommen und präsentierte auf der LogiMAT die Prozesssteuerungs-Lösung Synchro. Durch die Standorterfassung der Flurförderzeuge in Echtzeit werden ihre Einsätze auf optimale Art und Weise organisiert. Dabei wird die RTLS-Technologie (Real-Time Locating System) mit Algorithmen künstlicher Intelligenz kombiniert.

Die in diesem Artikel und den beiden vorausgegangenen Vorberichten genannten Neuheiten bilden natürlich nur die Spitze des Eisbergs und können einen Besuch der realen Messe nicht ersetzen. Apropos: Die nächste LogiMAT findet statt vom 25. bis 27. April 2023. Eine Rückkehr in den gewohnten Messe-Rhythmus mit einem Termin im Februar erschien dem Veranstalter EuroExpo noch zu früh. Die Zeitspanne zwischen den beiden LogiMAT-Events hätte dann nur acht Monate betragen. Außerdem birgt Corona nach wie vor große Sprengkraft. Der Winter könnte neue Beschränkungen bringen. Einziger Schönheitsfehler am April-Termin ist jedoch die große Nähe zur transport logistic, die 2023 vom 9. bis 12. Mai im Kalender steht. Da wird sich mancher Aussteller entscheiden müssen. Wir werden sehen. (MW)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


Mehr Platz für Onlineshop bei Gebrüder LIMMERT

An seinem Standort wachsen, den Output bei gleichbleibender Flexibilität erhöhen und Artikel deutlich dichter einlagern: Das sind die Ziele, mit denen die Salzburger Gebrüder LIMMERT AG ihr Versandlager am Stammsitz vergrößert. Herzstück der Erweiterung wird eine AutoStore-Anlage von Reesink Logistic Solutions Austria (RLS).

Beitrag: Redaktion.

Der Elektrogroßhändler zählt zu den größten Anbietern in Österreich und setzt traditionell auf Innovationen. Mit spürbarem Erfolg: Unter anderem durch den schnell wachsenden Online-Shop nähert sich das Versandlager seiner Kapazitätsgrenze. Deshalb hat das Unternehmen entschieden, die Lagerkapazität am Firmensitz in Salzburg auszubauen. Besondere Herausforderung dabei: Der Boden auf dem Grundstück der Gebrüder LIMMERT AG ist besonders weich und kann nur begrenzte Lasten tragen.

Ein Ausbau innerhalb des Bestandsgebäudes kam deshalb nicht in Frage. Auch für einen Neubau müssen wichtige Grundregeln beachtet werden. Um die Baustatik robust auslegen zu können, müssen für ein neues Gebäude Betonsäulen im Untergrund verankert werden, die das Fundament tragen und die Flächenbelastung verringern. Weil dieses Vorgehen deutlich aufwendiger als ein Standardbau ist, hat sich LIMMERT für ein kleines Gebäude mit besonders kompaktem automatischem Lagersystem entschieden.

Viele Artikel, wenig Raum, hohe Effizienz.
In dem 1.000 Quadratmeter großen Neubau installiert RLS eine AutoStore-Anlage mit einer Grundfläche von 800 Quadratmetern. Durch dieses System kann LIMMERT seine Lagerfläche um 28.000 zusätzliche Lagerplätze mehr als verdoppeln. Das gelingt, weil AutoStore die größtmögliche Lagerdichte erreicht. Auf dieser Grundfläche werden 28.000 Behälter lagern. Für die Kommissionierung hat RLS 28 Roboter und sechs Carousel Ports vorgesehen, die jeweils einen Durchsatz von bis zu 400 Behältern pro Stunde erlauben. Zu einem späteren Zeitpunkt kann LIMMERT noch einen weiteren Port ergänzen. Der dafür benötigte Frame wird bereits bei Installation der Anlage eingebaut. „Mit dem AutoStore stellen wir auch die Kommissionierung auf das Prinzip Ware-zur-Person um“, berichtet Alexander Stabauer, der die Logistik von LIMMERT leitet. „So kann das Unternehmen seine Versandaufträge deutlich schneller bearbeiten, gleichzeitig sinkt das Risiko für Fehlpicks und andere Prozessfehler“, erklärt Markus Grabner, Senior Sales Manager von RLS. Von diesem Verbesserungspotenzial ist auch Alexander Stabauer überzeugt: „Wir haben uns für die Zusammenarbeit mit RLS entschieden, weil sie als Marktführer in der DACH-Region die meiste Erfahrung mit Auto-Store-Systemen haben.“

AutoStore der Gebrüder LIMMERT AG in Zahlen:

  • 800 Quadratmeter Grundfläche
  • 28 Roboter
  • 6 Carousel Ports (1 Erweiterungsframe)
  • 28.000 Behälter
  • 800 Behälterandienungen pro Stunde

Mit über 25.000 lagernden Artikeln und über 14.200 m² Gesamtfläche ist die Gebrüder LIMMERT AG einer der großen österreichischen Elektrogroßhändler mit Sitz in Salzburg. Die langjährige Erfahrung auf einem sich ständig verändernden Markt ermöglicht LIMMERT ein flexibles Reagieren auf neue Technologien
und Produkte, sowie die konsequente Umsetzung der Wünsche ihrer Kunden.

Die langjährigen Beziehungen und der persönliche Kontakt zu den Kunden des Unternehmens begründen die Motivation für täglich vollen Einsatz. Sowohl die Prozesse als auch die Organisation sind danach ausgerichtet, Geschäftspartner bestmöglich zu betreuen. Beweglich, immer wieder neu und doch beständig und damit wieder erkennbar: die Gebrüder LIMMERT Aktiengesellschaft. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 5/2021

Komplettlösung für ein nachhaltig ausgezeichnetes Logistikzentrum

DeLaval ist weltweit führender Anbieter von Produkten und Lösungen für die Milchwirtschaft, die hohe Milchqualität und gute Tiergesundheit gewährleisten und täglich von Millionen von Milchviehbetrieben rund um den Globus eingesetzt werden. Das Unternehmen entwickelt, produziert und liefert Ausrüstung und Komplettsysteme im Bereich der Milchproduktion und Tierhaltung für Milchviehbetriebe, beschäftigt 4.500 Mitarbeiter und ist in mehr als 100 Ländern vertreten.

Beitrag: Redaktion.

Im Mecklenburg-Vorpommerschen Gallin hat DeLaval ein neues Logistikzentrum für den europäischen Markt bauen lassen, in dem das gesamte Artikelsortiment gelagert und von dort aus distribuiert wird. Es sollte ebenso nachhaltig werden, wie es Vision und Ziel des Unternehmens ist, nachhaltige Lebensmittelproduktion möglich zu machen. Das neue Logistikzentrum wurde dann auch mit dem Nachhaltigkeitszertifikat LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) Gold als anerkanntes internationales Nachhaltigkeitssiegel für Immobilien ausgezeichnet.

Die BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH hat das neue DeLaval-Logistikzentrum mit einer Lagersystem-Komplettlösung ausgestattet. Zum Einsatz kommt fast das komplette Regalanlagen-Sortiment der BITO-Lagertechnik: Palettenregale, Paletten-Durchlauf-Systeme für Schnelldreher, Kragarmregale für Langgutlagereinheiten bis 800 kg/qm Last, eine dreigeschossige Fachbodenregalanlagen zur Kleinteilelagerung mit Stahlbaubühnen in den Vorzonen sowie einige Stückgut-Durchlauf-Regale.

Neues Logistikzentrum mit viel Platz und höchster Flexibilität.
Ralf Sundaram Pillai, Warehouse Manager bei der DeLaval Services GmbH: „Unser alter Standort wurde zu klein und mit der Zeit auch zu ineffizient. Daher haben wir uns für den Bau eines komplett neuen Logistikzentrums entschieden. Hier steht uns nun eine Lagerfläche von 52.000 qm plus 4.000 qm für Büroräume zur Verfügung. Unser Ziel ist es, mit der neu geschaffenen Fläche und einer Ausstattung nach modernsten und besonders nachhaltigen Richtlinien, für mehr Effizienz und Flexibilität zu sorgen, um Kosten zu sparen und darüber hinaus Raum für weiteres Wachstum zur Verfügung zu haben.

Wir haben mehrere 10.000 Artikel im Portfolio wie Melksysteme, Melkausrüstung, Kuhkomfort, Herdenmanagement, Fütterung sowie Entmistung. In unserem neuen Logistikzentrum benötigen wir geeignete Lagermöglichkeiten für unser ganzes Sortiment. Hier müssen sowohl Kleinteile als auch Großteile, Langgut und Schwergut gelagert, aber auch Elektronikteile und Gefahrenstoffe, wie chemische Reinigungsmittel, sicher aufbewahrt werden können. Daher haben wir nach einer kompletten Lagerausstattung gesucht, um die große Menge an Artikelvarianten verschiedenster Größenordnungen, die wir unseren Kunden anbieten, fachgerecht, sicher und gut sortiert zu lagern.“ Das ganze Sortiment wird nun zentral gelagert und das neue Logistikzentrum ist so geplant und eingerichtet, dass kurze Wege effizientes Wirtschaften ermöglichen. Alle Artikel können nicht nur nach ihrer Beschaffenheit sondern auch analog der Bestellhäufigkeit der Produkte im Lager positioniert werden.

Planung und Umsetzung einer Gesamt-Logistiklösung.
Das Ingenieurbüro „Logistikplanung Rusche“ aus Hamburg erhielt von der konzeptionellen Entwicklung bis hin zur kompletten Realisierung sämtlicher logistischer Einrichtungen den Gesamtplanungsauftrag für das Logistikzentrum. Das sogenannte „Europa-Distributioncentrum“ (EDC) besteht aus vielen unterschiedlichen Lagerbereichen und wurde gemeinsam mit dem DeLaval-Projektteam klassisch von innen nach außen entwickelt und geplant, wobei bei der Planung der jeweiligen Lagerbereiche die Verantwortlichen großen Wert auf eine hohe Flexibilität und ständige Erweiterungsmöglichkeiten der Lagereinrichtung  und der eingesetzten Lagersysteme gelegt.

BITO-Lagertechnik hat im Rahmen einer sehr komplexen Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung und Montage der wesentlichen Regalanlagen des Logistikzentrums erhalten. Die Ausschreibung der Regalanlagen enthielt die entsprechenden Übersichtszeichnungen der verschiedenen Lagerbereiche und basierte zudem auf ein zuvor erstelltes detailliertes Leistungsverzeichnis, in dem alle Anforderungen und Bedingungen der unterschiedlichen Regalanlagen gelistet waren.

Die Montage von ca. 25.000 Europool-Palettenstellplätzen, ca. 7.000 laufenden Metern Kragarmregalebenen und einer dreigeschossigen Fachbodenregalanlage  erfolgte in enger Abstimmung zwischen der DeLaval-Services GmbH, dem Planungsbüro „Logistikplanung Rusche“ und BITO-Lagertechnik. „Von Artikeln in mm-Größe bis hin zu Langgut, das mehrere Meter misst, haben wir alles im Sortiment. Aufgrund der Artikelvielfalt und der zudem sehr unterschiedlichen Beschaffenheit der zu lagernden Artikel in Größe, Gewicht, Stückzahl und Art wollten wir gerne mit einem Lieferanten zusammenarbeiten, der das gesamte Spektrum einer für uns sinnvollen, nachhaltigen Lagersystem-Lösung anbieten kann. (RED).

E-Magazin Archiv: LOGISTIK express Journal 1/2020  https://epaper.logistik-express.com/
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100% Transparenz bei outgesourcter Intralogistik

Der E-Commerce Markt boomt und ein Stillstand ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Die digitale Einkaufswelt wächst in rasantem Tempo weiter und immer mehr Unternehmen wenden sich dem wachsendem Geschäftsfeld B2C E-Commerce zu. Die Abwicklung der intralogistischen Prozesse im E-Commerce Business stellt hierbei ein der wesentlichen Herausforderungen dar. Zunehmend ist der Trend hin zu Outsourcing der Logistik im Online-Handel zu erkennen.

Beitrag: Redaktion.

Die Gründe, warum Online-Händler ihre Versandabwicklung an Fulfiller outsourcen sind vielfältig: begrenzte Lagerflächen, personelle Engpässe, Auslagern von bestimmten Artikeln. Auch gibt es Händler im E-Commerce, die den Fulfillment-Anbieter nur temporär einbinden wollen, um beispielsweise den Neubau einer Lagerhalle im laufenden Betrieb zu ermöglichen.

Die wesentlichen Vorteile des Outsourcings liegen auf der Hand:
• Wachstum oder die Erweiterung des Artikelsortiments sind durch Outsourcing auf der Kostenseite kalkulierbarer.
• Fokus auf Kernkompetenzen: Durch die Auslagerung der logistischen Versandabwicklung bleibt auf Management-Ebene mehr Zeit für die Gestaltung des Online-Shops, Marketingstrategien und strategische Positionierung.

Unabhängig der Gründe für die Entscheidung von Outsourcing steht der Qualitätsanspruch, den Händler an die Fulfillment-Anbieter stellen: Neben einem schnellen Versand der bestellen Ware, erwarten Händler zudem Transparenz über die outgesourcte Logistik zu haben. Fragen, wie „Wie schnell wurde der Artikel durch den Fulfiller versendet?“, „Wo steckt die Bestellung im Versandprozess?“ und „Ist die Retoure optimal verarbeitet worden?“ sollten dem Händler in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Per Knopfdruck 100% Transparenz und Einsicht für Fulfiller und Händler.
Descartes pixi hat für diese Herausforderung eine Lösung geschaffen: pixi White Box Fulfillment. Fulfillment-Anbieter haben nun die Möglichkeit, ihren Kunden eine professionelle und starke Auftragsabwicklung zu bieten und ihnen außerdem 100% Einsicht in die Abwicklung ihrer Bestellungen zu ermöglichen – per Knopfdruck.

Das Lager outgesourct – Payment, Einkauf und Kundenservice inhouse.
Zudem können Fulfillment-Anbieter ihren Kunden mit pixi ganz nach ihren Wünschen Module wie den Einkauf, Kundenservice oder die Zahlungsabwicklung freischalten und positionieren sich mit einer einzigartigen Unique Selling Proposition (USP) am Markt gegenüber dem Wettbewerb. Die Lagerverwaltung bietet Fulfillment-Anbietern folglich eine automatisierte Abwicklung aller Versand- und Logistikprozesse für das B2C E-Commerce Business und informiert Kunden und Fulfiller proaktiv über den Status des Versandprozesses.

Online-Händler Twothirds: Hier funktioniert Fulfillment – europaweit, modern, nachhaltig.
Mit dem Slogan “We make goods for a better future” setzt der Online-Händler Twothirds ein klares Statement! Mit strengen Dos and Don’ts in der Produktion und der Verwendung rein organischer und recyclebarer Produkte, hebt sich das Unternehmen deutlich ab von den in der Modebranche gängigen Textilproduktionen.

Die stimmige Verbindung von Perfektion im Design und ökologisch nachhaltiger Herstellung findet beim Endkunden Anklang: Mit bis zu 300 Paketen pro Tag liefert das in Barcelona ansässige Unternehmen seine Produkte nach ganz Europa. Einkauf, Distribution und Produktion kommt aus einer Hand und werden vom Gründer bis ins Detail perfektioniert.

Wie sieht die technische Struktur hinter dem Erfolg aus?
Die Base in Barcelona, die Logistik in Deutschland, die Zielgruppe europaweit auf Instagram, Facebook, Amazon und dem eigenen Shop – um seinen Kunden ein bestmögliches Einkaufserlebnis zu bieten, setzt Twothirds das Shopsystem Shopify ein, mit dem sämtliche Vertriebskanäle bedient werden können.

Aus dem Shopsystem werden alle Bestellungen nahtlos an das Logistiksystem Descartes pixi weitergegeben, welches vom Fulfillment-Dienstleister VDS eingesetzt wird. Die logistischen Prozesse hat Twothirds an VDS outgesourct, um sich zu 100 Prozent um die Produktion und die Kommunikation seines Produktsortiments zu kümmern.

Trotz Outsourcing ist es für die moderne Marke Twothirds zu jeder Zeit möglich, sich einen Überblick über den aktuellen Status einer Bestellung zu verschaffen. So weiß Twothirds trotz der großen Distanz zu jeder Zeit, wo sich die Artikel oder die Bestellung befindet und kann Kunden bei Rückfragen bestmöglich betreuen.

Keine Zeit für aufwendige Kommunikation.
Händler wie Fulfillment-Anbieter arbeiten mit dem gleichen pixi System. So werden Bestellungen aus Verkaufskanälen durch pixi in Echtzeit an den Fulfillment-Anbieter weitergegeben und Artikelverfügbarkeiten im Lager des Fulfillers mit den Beständen in den Vertriebskanälen der Händler automatisiert abgeglichen. Auch sklz.de mit Kunden wie Werder Bremen, profitiert von den Benefits der White-Box-Fulfillment Lösung.

„Wir haben uns 2015 für pixi Fulfillment entschieden, einfach, weil wir Ahnung vom Verkaufen und von Marketing haben, aber die Logistikprozesse unseres E-Commerce Business mussten von allein laufen – ohne dass wir die Transparenz über die Versandabwicklung verlieren“, erzählt Gründer Marcus Voß von sklz.de

Online-Händler wissen somit zu jeder Zeit über die Bestellabwicklung, Lagerbestände, Versandzeiten und vielem mehr bescheid – und das alles ohne zeitaufwendige Abstimmungstermine mit dem Fulfillment-Anbieter.

„Wer als Händler auf Fulfillment setzt, sollte die Transparenz auf die logistischen Prozesse nicht verlieren“, erklärt Dirk Haschke, Vice President E-Commerce Operations bei Descartes pixi. „Daher bieten wir unseren Kunden mit pixi Fulfillment ein System, das ihnen trotz Outsourcing Transparenz und Überblick ermöglicht! Und wenn sich der Händler eines Tages doch für ein eigenes Lager entscheidet, kann pixi auch für dieses verwendet werden. Transparenz und Flexibilität ist bei der Logistikstrategie essenziell – ob inhouse Lager oder Fulfillment Lager“, erklärt Haschke. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 3/2019

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