Es braut sich ein Sturm zusammen

Der 7. eCommerce Logistik-Day widmete sich erneut der Zukunft des Online-Handels und bot neben spannenden Diskussionen konkrete Lösungsansätze für die Bereiche Intralogistik und den Paketversand. Als Hybrid-Event war die Veranstaltung nur für einen exklusiven Teilnehmerkreis in den Räumen des Österreichischen Handelsverbandes live erlebbar. Sämtliche Vorträge und Podiumsdiskussionen wurden jedoch aufgezeichnet und sind – wie schon im Vorjahr – in voller Länge abrufbar.

Redaktion: Marcus Walter.

7.ECOMLOG22 – „Als wir vor sieben Jahren den 1. eCommerce Logistik-Day durchführten, hatten wir im Vergleich zur Gegenwart eigentlich gar keine Probleme.“ Mit diesem Rückblick eröffnete Moderator und Mitorganisator Bernd Kratz am 8. September die bereits siebte Auflage der renommierten Fachveranstaltung für den Onlinehandel. „Im Gegensatz zu damals haben wir mittlerweile sechs Krisen“, betonte Kratz. Der geschäftsführende Gesellschafter der Management-Beratung EMA ist zugleich Mitgesellschafter des Instituts des Interaktiven Handels IDIH, einem der eComLog-Kooperationspartner.

40 Schiffe vor der Deutschen Bucht.
Zur Coronakrise sei als zweite Krise die Unzuverlässigkeit im Schiffsverkehr hinzugekommen. Als Beispiele nannte er den Unfall im Suezkanal und den derzeitigen Stau von bis zu 40 Containerschiffen in der Deutschen Bucht, die seit längerem auf ihre Löschung warten. Aber das sei laut Kratz erst der Anfang. „Denn es gibt noch viele weitere Schiffe, die jetzt noch in China liegen. Wenn die dort freikommen, dann haben wir sechs bis acht Wochen später eine Flut von Schiffen, die in Deutschland gelöscht werden müssen.“ Unternehmen wie Lidl hätten bereits auf diese Krise reagiert und in eigene Schiffskapazitäten investiert. Die dritte Krise sei die Invasion Russlands in der Ukraine und die vierte Krise die Klimakrise. Der ausbleibende Regen hat bei den Flüssen zu niedrigen Pegelständen geführt, so dass sie die Binnenschiffe zum Teil nur noch mit geringer Auslastung befahren können. „Das heißt, das wir die Ware nicht mehr ins Hinterland befördern können, ohne verstärkt auf den LKW umzusteigen“, stellte Kratz fest. Als fünfte Krise nannte er den Fachkräftemangel im gewerblichen Bereich. Diese sei unter anderem dafür verantwortlich, dass Schiffe nicht mehr in gewohntem Tempo entladen werden können. Die sechste Krise sei schließlich die Energiekrise in Folge der EU-Boykottmaßnahmen gegenüber Russland. „Heute wollen wir diskutieren, welche Folgen die genannten Krisen auf den elektronischen Handel haben“, so Kratz

Lager bietet hohes Automatisierungspotenzial.
Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development von Element Logic, griff in seinem Vortrag die genannten Krisen auf. „Die Politik soll zunächst die selbstgemachten Krisen lösen. Wir kümmern uns dann um den Rest,“ lautete sein Credo. Durch die Corona-Pandemie habe der Personalmangel in bestimmten Branchen weiter zugenommen. In dieser Situation sei das Automatisieren von Prozessen im Lager eine passende Antwort. „Die Prozesse im Lager bieten ein hohes Potenzial für Automatisierung“. Hier kämen vor allem die Ware-zur-Person-Kommissionierung in Frage. Diese könne zudem mit der Roboterkommissionierung von Einzelteilen und automatische Kartonaufrichter ergänzt werden. „Das Eliminieren der Wegezeiten bei der Ware-zur-Person-Kommissionierung durch ein AutoStore-Lager ist ein riesiger Hebel“, hob Kieninger hervor, der anschließend noch einige bereits realisierte Kundenlösungen vorstellte.

Bei den Installationen komme es vor allem auf Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und eine optimale Nutzung der vorhandenen Flächen an.
Andreas Miller, Principal Strategic Project Manager bei der Knapp AG, stellte in seinem anschließenden Vortrag Alternativen zur skandinavischen AutoStore-Lösung vor. Mit dem Open Shuttle Store bieten die Österreicher eine pragmatische und leicht skalierbare Automatisierung für bestehende Behälterlager mit herkömmlichen Lagergängen. Die Shuttles fahren autonom und können den Einsatz von manuell betriebenen Flurförderzeugen ersetzen. Diesbezügliche Projekte seien einfach und schnell umzusetzen.

Stammdaten sind oft das Problem.
Auf der Plattform „Digital2go“ hat Knapp zudem eine Reihe intelligenter Produkte versammelt wie zum Beispiel den KHT MultiScan. Dabei handelt es sich um einen mobilen Tisch, der das Erfassen von Stammdaten inklusive der Maße und Gewichte erleichtert. „Je besser die verfügbaren Daten über meine Produkte sind, desto besser kann ich damit arbeiten“, ist Miller überzeugt. „Stammdaten sind der erste Schritt für eine Automatisierung und genau hier liegt oft das Problem.“

Als dritter Referent erläuterte Thomas Hagen, Head of AutoStore & Automatisation bei der österreichischen Post AG, wie sein Unternehmen als Fulfillment-Dienstleister auf die gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an die Paketlogistik reagiert. Im Spannungsfeld zwischen Echtzeitdaten, Retouren und Personalengpässen habe sich die Post für den Bau einer AutoStore-Anlage entschieden. Mit der Investition werden die bestehenden Prozesse im benachbarten Hochregallager ergänzt.

Flexibel durch Outsourcing.
Der Vortrag von Petra Dobrocka, Chief Commercial Officer und Gründerin der byrd Technologies GmbH, beschäftigte sich mit Strategien für Onlinehändler, um flexibel auf Umsatzschwankungen reagieren zu können. Das österreichische Startup byrd ist ein Dienstleister für derzeit rund 350 eCommerce-Unternehmen und übernimmt für diese die Bereiche Lagerung sowie das Verpacken und Versenden der Aufträge. Durch den Einsatz eines externen Logistikdienstleisters minimieren die Händler ihre Fixkosten, wodurch sich auch Nachfragerückgänge und Wirtschaftskrisen gut verkraften lassen. Zugleich könne man sich durch das Outsourcing auf die Kernbereiche wie zum Beispiel das Optimieren des Sortiments oder des Shopsystems konzentrieren. Rainer Will, Geschäftsführer vom Handelsverband Österreich, versorgte die Teilnehmer wieder mit einem Feuerwerk an Zahlen und Fakten zum derzeitigen Zustand der Branche. „Ich würde gerne Zuversicht verbreiten, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, so Will. Vor allem die Energiepreise würden dem Handel stark zu schaffen machen.

Strom um 1.400 Prozent teurer.
Die Großhandelspreise für Strom seien im Vergleich zum Sommer 2021 um 1.400 Prozent gestiegen. Nicht zuletzt deshalb befinde sich das Konsumvertrauen der Verbraucher auf Talfahrt. „Wer einen großen Teil seines Einkommens für Energie ausgeben muss, kann weniger konsumieren“, stellte Will fest. Es sei demnach nicht verwunderlich, dass der Handel in Österreich insgesamt einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent verzeichnet. Mit einem Minus von 17,3 Prozent ist der Kfz-Handel besonders stark betroffen. Auch der Personalmangel spiele dabei eine Rolle: Gegenwärtig könne die Branche 19.000 Stellen nicht besetzen. Vor diesem Hintergrund richtet der Handelsverband klare Forderungen an die Politik: Der Arbeitsmarkt müsse umfassend reformiert werden und es müsse einen Energiekostenzuschuss für alle Handelsbetriebe geben. Außerdem empfiehlt der Verband eine Abgaben- und Gebührenreform sowie eine weitere substanzielle Senkung der Lohnnebenkosten. Schließlich würde auch die Einführung einer globalen Mindeststeuer für eine Verbesserung der Lage sorgen.

Unglaubliche Auswirkungen.
Von der Politik zurück zur Versandlogistik beförderte anschließend der Vortrag von Walter Trezek, der Vorsitzende des beratenden Komitees des Weltpostvereins. Weltweit sei ein weiter anhaltendes starkes Wachstum der Paketlogistik zu erwarten, wobei China zu den Treibern dieser Entwicklung gehöre. „In China werden mittlerweile 52,8 Prozent des Einzelhandels digital abgewickelt,“ berichtete Trezek. Dies habe „unglaubliche Auswirkungen auf die Infrastruktur“. Wer wissen möchte, wie unsere Infrastruktur in sechs bis sieben Jahren aussieht, muss nur nach China schauen“, empfiehlt Trezek. Mit Blick auf andere Kontinente betonte Trezek, dass sich in der Branche derzeit „ein Sturm zusammenbraut“. In Europa würden wir davon zur Zeit am stärksten getroffen. In Folge der steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie der Finanzkrise gehe das verfügbare Einkommen der Konsumenten zurück. Trezek hielt seinen Vortrag gemeinsam mit Florian Seikel, Geschäftsführer der Logistic Natives. Seikel wies darauf hin, dass in jeder Krise auch eine Chance stecke. „Wer sich jetzt als Händler komplett digitalisiert, hat in der Zukunft einen Wettbewerbsvorteil“, so Seikel.

Realismus statt Ideologie.
Das Überwinden von Krisen thematisierte auch Oliver Wagner, Geschäftsführer des Zentralverbands Spedition & Logistik. „Die österreichische Logistikbranche hat die Coronakrise hervorragend gemeistert und die Bedeutung der Logistik verstärkt in das öffentlich Bewusstsein gerückt“, so der Verbandschef. Während des Lockdowns sei eine sehr sachorientierte Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern möglich gewesen – ein Zustand, den sich Wagner auch für andere Zeiten wünschen würde. Was die Dekarbonisierung und den Klimaschutz angehe, seien sich die Spediteure ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Man brauche jedoch realistische Rahmenbedingungen anstelle praxisferner Ideologien. Selbst im Jahr 2040 werde der Straßengüterverkehr noch der beherrschende Verkehrsträger sein.

Fehlende Vorbildfunktion.
Auch Wolfgang Kubesch, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik Österreich, ging in seinem sehr kurzweiligen Vortrag mit der Politik streng ins Gericht. Trotz einseitiger Abhängigkeit von Gas und Öl aus Russland habe die Regierung bislang kaum etwas unternommen, um dieses Ungleichgewicht abzubauen. Außerdem vermisse Kubesch die Vorbildfunktion des Staates und der Entscheidungsträger beim Energiesparen. Zudem konstatierte er, dass die bisherige Politik westlicher Industriestaaten des „Wandels durch den Handel“ offenbar gescheitert ist. Die Zahl autokratisch geführter Staaten sei nicht zurückgegangen, sondern weiter gestiegen, während die Demokratie auf dem Rückzug sei.

Ergänzt und vertieft wurden die Vorträge durch zwei von Bernd Kratz moderierte Podiumsdiskussionen. Während der ersten Runde ging Kratz der Frage nach, welche konkreten Erfahrungen Produzenten und Lieferanten im Rahmen der Krise gemacht haben. In der zweiten Podiumsdiskussion standen die Erfahrungen des Handels im Vordergrund. Bei Interesse können beide Podiumsdiskussionen und sämtliche Vorträge des 7. eCommerce Logistik-Days in vollständiger Länge auf www.logistik-express.com und unter https://logfair.online abgerufen werden. (MW)

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

ECOMLOG21: Pandemie als Entwicklungs-Motor für die Logistik

Beim 6. eCommerce Logistik-Day 2021 Anfang September dreht sich alles um die pandemiebedingte Beschleunigung technischer und organisatorischer Entwicklungen in der Intra-, Distributions- und Versandlogistik. Wie schon im Jahr 2020 wird die Veranstaltung als Hybridform stattfinden.

Redaktion: Angelika Gabor.

Vor einigen Jahren noch undenkbar, hat sich die Hybrid-Form des Business-Events als voller Erfolg erwiesen. Am 9.9.2021 findet der 6. eCommerce Logistik-Day in Wien beim österreichischen Handelsverband statt. Kooperationspartner ist wie gewohnt neben dem Handelsverband auch das IDIH Institut des Interaktiven Handels. Durch die Veranstaltung führen wird wie bisher der Mit-Initiator des eCommerce Logistik-Tages, Bernd Kratz, Managing Director der EMA GmbH.

Während die Sprecher teilweilweise vor Ort sind – natürlich unter Einhaltung der jeweils gültigen Hygienemaßnahmen – können Sie bequem „on demand“ Vorträge und Podiumsdiskussionen mitverfolgen. Unternehmen haben noch die Möglichkeit, einen Speaker-Slot zu buchen.

(Logistik)Welt im Wandel.
Die Corona-Pandemie erwischte die Wirtschaftswelt völlig unvorbereitet und quasi ohne Vorwarnung. Und plötzlich wurde wahr, wovon Viele insgeheim schon lange träumten: die Logistik wurde über Nacht als systemrelevant anerkannt. „Die Logistik war zwar schon immer einer der bedeutendsten Faktoren der Wirtschaft, allerdings wurde dieses oftmals nicht wahrgenommen. Vielmehr wurde es als eine Selbstverständlichkeit erwartet, dass die Warenströme einwandfrei und verlässlich funktionierten, die Regal im stationären Handel stets gefüllt waren“, fasst Bernd Kratz zusammen. Leere Regale waren bis dahin eine Seltenheit, und plötzlich – Hamsterkäufen sei Dank – herrschte in manchen Produktbereichen gähnende Leere im Supermarkt.  Zur Angst vor dem Virus kam plötzlich die Versorgungsangst. Die weltweiten Logistikketten rissen ab und sind teilweise bis heute noch nicht völlig wiederhergestellt. Während sich die Situation im Lebensmittelbereich wieder normalisiert hat, stehen einige Produktionen still. Besonders stark betroffen: die Automobilindustrie, die unter einemb eklatanten Halbleitermangel leidet. Ehrlicherweise muss aber gesagt sein, dass dieser Mangel wohl auch ohne Corona bestünde. Fakt ist: globale Lieferketten kamen gewaltig ins Trudeln und plötzlich stellte sich vermehrt die Frage, ob dieses Outsourcing rund um den Globus wirklich so optimal ist.

Automatisierung als Ausfallschutz.
Eine Maschine wird nicht krank. Sie muss auch keinen Abstand halten. So einfach lässt sich zusammenfassen, warum die Erhöhung des Automatisierungsgrades in Produktionsstätten eine neue Bedeutung erhalten hat. „Die Automatisierung dient nicht wie zuvor nur zur Kostensenkung, sondern auch zur Sicherstellung und Aufrechterhaltung eines Betriebs durch eine Reduzierung der Infektionsgefahr innerhalb des Personals“, berichtet Kratz.

Bestes Beispiel hierfür sind die Paketzentre.
Der Lockdown sorgte für eine Paketflut, wie man sie sonst nur vom Weihnachtsgeschäft kennt. Die KEP-Dienstleister mussten ihre Kapazitäten und gleichzeitig die Zustellgeschwindigkeit binnen kürzester Zeit stark ausweiten, Prozesse straffen und die Automatisierung verstärken. In seinem Vortrag „Die saisonalen Spitzen der Auftragsabwicklung im Retail smart und effizient bewältigen“ zeigt Markus Grabner, Senior Sales Manager bei Reesink Logistic Solutions Austria Möglichkeiten auf, solche Schwankungen elegant zu meistern. Auch im Beitrag von Joachim Kininger, Director Strategic Business Development, Element Logic Germany GmbH, dreht sich alles um Volatilität – und wie man sie sich zu Nutzen macht: „Geschwindigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit als Wettbewerbsvorteil in einer dynamischen Handels- und Logistikwelt“ lautet sein Vortragsthema. Des Weitern folgt von DI (FH) Roman Schnabl, Vice President Product Management der KNAPP AG ein spannender Beitrag zu Trends in der Value Chain und Logistik – Wie KI-basierte Technologie die Welt der intelligenten Logistik verändert.

Digitalisierung unumgänglich Schon seit Jahren ist die Logistikbranche von Innovation und Digitalisierung getrieben – Track & Trace-Informationen zum Beispiel sind offline unmöglich zu realisieren. Durch die Pandemie erhielt diese Entwicklung einen weiteren Schub. In seinem Vortrag „Der datengestützte moderne Handel und die Digitalisierung der Warenströme“ wird Walter Trezek, Vorsitzender des beratenden Komitees des Weltpostvereins von aktuellen Entwicklungen und neuen Realitäten erzählen. Wer im Lockdown sitzt und trotzdem einkaufen möchte, hat nur eine Alternative: Distanzhandel. Florian Seikel Geschäftsführer Logistic Natives e.V., Berlin, gewährt daher Einblicke in „Das virtuelle Warenhaus – der internationale & digitale Handel.“ Mindestens genauso spannend wird der Beitrag von Günter Birnstingl, Managing Director Austria bei Seven Senders: „Wie Corona die Versandlogistik verändert hat – Chancen und Herausforderungen im europäischen Cross-Border Versand.“

Zudem freuen wir uns sehr auf die Speaker – Harald Gutschi, Geschäftsführer der UNITO Gruppe und Rainer Will, Geschäftsführer vom Handelsverband u.v.m.. Den Abschluss der Veranstaltung bildet die geführte Podiumsdiskussion „Nach der Pandemie ist vor der Pandemie – wie wird sich die Logistik auf zukünftige Notsituationen vorbereiten?“. Hoffentlich gut! (AG)

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

Innovationsvorreiter in der Logistik

Die Stranzinger Gruppe kann auf 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Logistics, Packaging, Transport, Storage, Fulfillment und Mobility zurückblicken. Der Leitsatz – „LOGISTIK NEU GEDACHT!“ steckt in jeder einzelnen Kundenlösung.

Beitrag: Redaktion.

Die weiter anhaltende Nachfrage an individuellen Lösungen im Online-Handel bestätigt die konsequente Weiterentwicklung der Stranzinger Gruppe. Digitalisierung und Ökologisierung sind in der heutigen Zeit maßgebliche Innovationstreiber, welche unsere Lebens- und Verhaltensweisen nachhaltig ändern. Diese Entwicklungen und Veränderungen gestalten wir mit unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern aktiv mit.

Mit dem Leistungsbereich Fulfillment bietet die Stranzinger Gruppe individuelle Logistiklösungen für die Welt im E-Commerce. Regional oder global werden alle notwendigen Schritte nach der Produktion von A (ab Rampe) bis Z (wie Zustellung) übernommen, bis das reale Paket dem Kunden übergeben wird. Als Logistikexperte werden auch Zusatzleistungen, Retourenabwicklung, Veredelungen und vieles mehr angeboten.

E-Commerce 3.0 – Die Welt des E-Commerce!
Mit der Initiative E-Commerce 3.0 wurde in Kooperation mit Global.Web.Shop die Lösung für mitteleuropäische KMU´s geschaffen, ihren Absatz auf den globalen Markt auszubreiten. Dabei wird auf regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit gesetzt. Klein- und Mittelbetriebe werden bei der Marktplatzierung, dem Logistikkonzept sowie bei allen weiteren Rahmenbedingungen unterstützt. Für jedes Produkt werden die passenden Marktplätze in den geeigneten Ländern erarbeitet. Unter rund 15.000 verschiedenen Online-Marktplätzen weltweit wird eine selektive Auswahl getroffen. Mit dem Ziel ein gesundes Wachstum zu generieren und regionale Arbeitsplätze zu sichern. Die Abwicklung aus einer Hand von Supply Chain Management, Marketing und Vertrieb gewährleistet einen erfolgreichen E-Commerce Auftritt unabhängig von der Unternehmensgröße.

Mag. Alexander Stelzer LL.M. LL.M., Managing Director, Stranzinger Gruppe: Die Stranzinger Gruppe legt ganz klar ihren Fokus auf Innovation, Digitalisierung, Ökonomie und Ökologie. Wir sind der Outsourcing Partner für alle Unternehmen mit Logistikbedarf. Vorrauschauend agieren und die Zukunft selbst gestalten, sichert uns einen wesentlichen Wettbewerbsvorsprung. Mit unserem Dienstleistungsangebot stellen wir uns den Herausforderungen in der Logistikbranche und generieren neue Denkmuster.

Dominik Stranzinger, Managing Director, Stranzinger Gruppe: Der exponentiell steigende Onlinehandel, verbunden mit ständig wechselnden Wirtschaftslagen führte die Stranzinger Gruppe vor 3 Jahren zu dem Thema Fulfillment. Gemeinsam mit unserem Partner Global.Web.Shop gelang es uns die Initiative „E-Commerce 3.0“ zu starten, um KMU´s eine Alternative zum stationären Geschäft zu bieten. Wir sind stolz auf unsere Partnerschaften mit der FH OÖ, Fraunhofer Austria und dem Handelsverband Österreich als Unterstützer und Projektbegleiter, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten.

SCORE – „Scouting the Future of Retail“
Um weiterhin die Trends und Entwicklungen im Kontext des Handels der Zukunft zu erkennen, erweitert die Stranzinger Gruppe ihr Partnernetzwerk mit der FH Oberösterreich durch die „SCORE“ Mitgliedschaft. Wir sind dadurch aktives Mitglied im Netzwerk „logistikum.RETAIL“. „SCORE“ ist eine Initiative des Netzwerkes „logistikum.RETAIL“ und verfolgt als Zusammenschluss von Wirtschaft und Wissenschaft das Ziel, Trends und Entwicklungen im Kontext des Handels der Zukunft zu erkennen. Eine Trend-Analyse dient als Ausgangsbasis für eine unternehmensinterne Use-Case-Definition. Die Mission ist, Unsicherheiten zu reduzieren und zielgerichtet den Handel der Zukunft und seine Implikationen greifbarer und transparenter zu machen.

Prof. Dr. Oliver Schauer, Professor für Verkehrslogistik & Mobilität, FH Steyr: „Der Handel und die Disziplin Logistik sind aktuell zunehmend gefordert, sich neuen Herausforderungen zu stellen: Digitale Transformation, geänderte Customer Journey sowie neue Technologien fordern ein teils radikales Um- und Neudenken. Neue Beziehungen zwischen Handel, Kunden und Dienstleister entstehen. Durch SCORE, mit seinem aktiven Corporate Foresight und Trendmonitoring Ansatz, sind die Unternehmenspartner gerüstet, um auf aktuelle Entwicklungen proaktiv zu reagieren.“

„PhysICAL“ – Physical Internet through Cooperative Austrian Logistics.
Das Leitprojekt „PhysICAL“ mit Fraunhofer Austria als Konsortialführer und insgesamt 17 Projektpartnern verfolgt ein Ziel: „Gemeinsam gegen den Klimawandel!“ Forschung und Entwicklung in den Bereichen kooperative Logistik und Physical Internet können einige Herausforderungen im Gütertransport minimieren. Dies bringt nicht nur der Transportwirtschaft einen ökonomischen Vorteil, sondern auch der Gesellschaft einen sozioökonomischen Nutzen.

In den nächsten 4 Jahren arbeiten die Projektpartner aus Transportwirtschaft und Logistik an Verkehrsverlagerung und Emissionsminderung und können auf diese Weise den Energieverbrauch um mindestens 30% reduzieren. Die Stranzinger Gruppe ist in „PhysICAL“ mit dem eigenen Use Case „Supply Chain 3.0“ vertreten, der eine der wesentlichen Säulen des Forschungsprojektes darstellt. Lagerung, Transporte und IT-Lösungen für produzierende KMU´s sollen gemeinsam abgewickelt und der E-Commerce dadurch höchst effizient gestaltet werden. Damit verspricht man sich eine Effizienzsteigerung in der gesamten Logistikkette um bis zu 30%.

Dr. Sandra Stein, Forschungskoordinatorin, Fraunhofer Austria Research GmbH: Die Fallstudie mit der Stranzinger Gruppe ist besonders spannend, denn hier geht es ganz konkret darum, Kunden für kooperative Logistik zu gewinnen und diese kooperative Logistik auch durchzuführen. Wir sind gespannt, welchen Herausforderungen wir uns dabei stellen werden und welche Chancen wir mit den Kunden gemeinsam identifizieren können!

Ing. Mag. Rainer Will, Geschäftsführer, Handelsverband Österreich: Wir finden in jedem Supermarkt Bananen und Avocados, das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Kaum jemand denkt darüber nach, wie weit sie gereist sind. Ohne moderne Logistik gäbe es keine Globalisierung. Mittlerweile ist Österreich der Logistikstandort für Zentral-, Südost- und Osteuropa mit mehr als 11.000 Unternehmen und 160.000 Beschäftigten. Heute gelten Kollaboration und Supply Chain Management zurecht als best practice und bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit vieler Händler.

Der E-Commerce-Boom hat die logistischen Abläufe enorm komplex und anspruchsvoll gemacht. Jeder einzelne Verbraucher hat eigene Vorlieben. Dasselbe gilt auch für die Trends zu Social Delivery, der Zustellung per Drohne und der Entwicklung der Einkaufsstraße zum Distributionszentrum. Das ist eine komplett neue Version der traditionellen Logistik und hierfür braucht es kompetente Dienstleister wie die Stranzinger Gruppe. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 6/2020

100% Transparenz bei outgesourcter Intralogistik

Der E-Commerce Markt boomt und ein Stillstand ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Die digitale Einkaufswelt wächst in rasantem Tempo weiter und immer mehr Unternehmen wenden sich dem wachsendem Geschäftsfeld B2C E-Commerce zu. Die Abwicklung der intralogistischen Prozesse im E-Commerce Business stellt hierbei ein der wesentlichen Herausforderungen dar. Zunehmend ist der Trend hin zu Outsourcing der Logistik im Online-Handel zu erkennen.

Beitrag: Redaktion.

Die Gründe, warum Online-Händler ihre Versandabwicklung an Fulfiller outsourcen sind vielfältig: begrenzte Lagerflächen, personelle Engpässe, Auslagern von bestimmten Artikeln. Auch gibt es Händler im E-Commerce, die den Fulfillment-Anbieter nur temporär einbinden wollen, um beispielsweise den Neubau einer Lagerhalle im laufenden Betrieb zu ermöglichen.

Die wesentlichen Vorteile des Outsourcings liegen auf der Hand:
• Wachstum oder die Erweiterung des Artikelsortiments sind durch Outsourcing auf der Kostenseite kalkulierbarer.
• Fokus auf Kernkompetenzen: Durch die Auslagerung der logistischen Versandabwicklung bleibt auf Management-Ebene mehr Zeit für die Gestaltung des Online-Shops, Marketingstrategien und strategische Positionierung.

Unabhängig der Gründe für die Entscheidung von Outsourcing steht der Qualitätsanspruch, den Händler an die Fulfillment-Anbieter stellen: Neben einem schnellen Versand der bestellen Ware, erwarten Händler zudem Transparenz über die outgesourcte Logistik zu haben. Fragen, wie „Wie schnell wurde der Artikel durch den Fulfiller versendet?“, „Wo steckt die Bestellung im Versandprozess?“ und „Ist die Retoure optimal verarbeitet worden?“ sollten dem Händler in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Per Knopfdruck 100% Transparenz und Einsicht für Fulfiller und Händler.
Descartes pixi hat für diese Herausforderung eine Lösung geschaffen: pixi White Box Fulfillment. Fulfillment-Anbieter haben nun die Möglichkeit, ihren Kunden eine professionelle und starke Auftragsabwicklung zu bieten und ihnen außerdem 100% Einsicht in die Abwicklung ihrer Bestellungen zu ermöglichen – per Knopfdruck.

Das Lager outgesourct – Payment, Einkauf und Kundenservice inhouse.
Zudem können Fulfillment-Anbieter ihren Kunden mit pixi ganz nach ihren Wünschen Module wie den Einkauf, Kundenservice oder die Zahlungsabwicklung freischalten und positionieren sich mit einer einzigartigen Unique Selling Proposition (USP) am Markt gegenüber dem Wettbewerb. Die Lagerverwaltung bietet Fulfillment-Anbietern folglich eine automatisierte Abwicklung aller Versand- und Logistikprozesse für das B2C E-Commerce Business und informiert Kunden und Fulfiller proaktiv über den Status des Versandprozesses.

Online-Händler Twothirds: Hier funktioniert Fulfillment – europaweit, modern, nachhaltig.
Mit dem Slogan “We make goods for a better future” setzt der Online-Händler Twothirds ein klares Statement! Mit strengen Dos and Don’ts in der Produktion und der Verwendung rein organischer und recyclebarer Produkte, hebt sich das Unternehmen deutlich ab von den in der Modebranche gängigen Textilproduktionen.

Die stimmige Verbindung von Perfektion im Design und ökologisch nachhaltiger Herstellung findet beim Endkunden Anklang: Mit bis zu 300 Paketen pro Tag liefert das in Barcelona ansässige Unternehmen seine Produkte nach ganz Europa. Einkauf, Distribution und Produktion kommt aus einer Hand und werden vom Gründer bis ins Detail perfektioniert.

Wie sieht die technische Struktur hinter dem Erfolg aus?
Die Base in Barcelona, die Logistik in Deutschland, die Zielgruppe europaweit auf Instagram, Facebook, Amazon und dem eigenen Shop – um seinen Kunden ein bestmögliches Einkaufserlebnis zu bieten, setzt Twothirds das Shopsystem Shopify ein, mit dem sämtliche Vertriebskanäle bedient werden können.

Aus dem Shopsystem werden alle Bestellungen nahtlos an das Logistiksystem Descartes pixi weitergegeben, welches vom Fulfillment-Dienstleister VDS eingesetzt wird. Die logistischen Prozesse hat Twothirds an VDS outgesourct, um sich zu 100 Prozent um die Produktion und die Kommunikation seines Produktsortiments zu kümmern.

Trotz Outsourcing ist es für die moderne Marke Twothirds zu jeder Zeit möglich, sich einen Überblick über den aktuellen Status einer Bestellung zu verschaffen. So weiß Twothirds trotz der großen Distanz zu jeder Zeit, wo sich die Artikel oder die Bestellung befindet und kann Kunden bei Rückfragen bestmöglich betreuen.

Keine Zeit für aufwendige Kommunikation.
Händler wie Fulfillment-Anbieter arbeiten mit dem gleichen pixi System. So werden Bestellungen aus Verkaufskanälen durch pixi in Echtzeit an den Fulfillment-Anbieter weitergegeben und Artikelverfügbarkeiten im Lager des Fulfillers mit den Beständen in den Vertriebskanälen der Händler automatisiert abgeglichen. Auch sklz.de mit Kunden wie Werder Bremen, profitiert von den Benefits der White-Box-Fulfillment Lösung.

„Wir haben uns 2015 für pixi Fulfillment entschieden, einfach, weil wir Ahnung vom Verkaufen und von Marketing haben, aber die Logistikprozesse unseres E-Commerce Business mussten von allein laufen – ohne dass wir die Transparenz über die Versandabwicklung verlieren“, erzählt Gründer Marcus Voß von sklz.de

Online-Händler wissen somit zu jeder Zeit über die Bestellabwicklung, Lagerbestände, Versandzeiten und vielem mehr bescheid – und das alles ohne zeitaufwendige Abstimmungstermine mit dem Fulfillment-Anbieter.

„Wer als Händler auf Fulfillment setzt, sollte die Transparenz auf die logistischen Prozesse nicht verlieren“, erklärt Dirk Haschke, Vice President E-Commerce Operations bei Descartes pixi. „Daher bieten wir unseren Kunden mit pixi Fulfillment ein System, das ihnen trotz Outsourcing Transparenz und Überblick ermöglicht! Und wenn sich der Händler eines Tages doch für ein eigenes Lager entscheidet, kann pixi auch für dieses verwendet werden. Transparenz und Flexibilität ist bei der Logistikstrategie essenziell – ob inhouse Lager oder Fulfillment Lager“, erklärt Haschke. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 3/2019

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