LOGISTIK express Journal 5/2022

Wir steigern das Bruttosozialprodukt…
Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu und mit großen Schritten gehen wir dem Jahr 2023 entgegen, das sich nicht wohlwollender präsentieren wird. Denn die Inflation ist gekommen, um zu bleiben. Lesen Sie jetzt unsere 5. LOGISTIK express Ausgabe und holen Sie sich Ihre News & Zeitschriften App – MJR MEDIA WORLD für Ihren Informationsvorsprung.

LE 5/2022

03  Inhalt / Editorial / Impressum
04  Kann wirklich Interventionismus die Rettung sein?
08  Rohstoffnachfrage: Verfügbarkeit steht über allem
12  Krise beschleunigt Digitalisierung und Omnichannel-Integration
16  Omnichannel als Chance für den lokalen Handel
20 Die erste eCommerce-Landkarte für Österreich
24 TECH DAY 2022: Gipfeltreffen der heimischen Retail-Tech-Szene
28 eCommerce boomt, aber Österreich hat (fast) nichts davon
32 Wie viel Energie uns Kaufentscheidungen kosten und wie KI helfen kann
36 KNAPP ist Technologie-Partner für effiziente E-Commerce-Logistik
40 Pick-Buddies – die neue Welt der kollaborativen Lager-Roboter
44 Cyber Days – Effizientes Omnichannel Fulfillment auch in Peak-Zeiten
48 Von Anfang an richtig: Ganzheitliche Fabriksplanung
52 IDIH Logistikreise unterstützt durch die logistic-natives ein voller Erfolg
56 Auf die Terminals kommt es an
60 In allen Häfen war Österreich
64 Zentralverband Spedition & Logistik setzt auf Kontinuität
66 Großteil der Deutschen blickt düster in die Zukunft
68 Energie- und Rohstoffpreise für einige Unternehmen ein Betriebsrisiko
70 Taiwan-Konflikt: 6 Maßnahmen gegen Lieferengpässe bei Mikrochips
72 Vielfältige Krisen machen Österreichs Finanzvorständen zu schaffen
74 Kapitalmarktausblick 2023: Zwischen Resilienz und Rezession
78 Digitale Diktatur – Digitalisierung der Währungen
82 Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Leistungen & Services

Mehr Effizienz in der Logistik dank Künstlicher Intelligenz

Die Logistik ist ein geradezu idealer Anwendungsfall für Künstliche Intelligenz. Aufgrund ihres enormen Potenzials, Prozesse zu optimieren, Störungen und Fehler im System rechtzeitig zu erkennen und zu beheben sowie Kosten zu senken, wird sie von der Mehrheit der Entscheidungsträger innerhalb der nächsten zehn Jahre als unverzichtbarer Bestandteil der Branche angesehen. Auch aufgrund ihres Potenzials, neue, attraktivere Arbeitsplätze entstehen zu lassen.

Die Corona-Krise war und ist auch eine Krise der globalen Lieferketten und der Logistik. Sie kann jedoch auch als Weckruf verstanden werden: Immer ausgefeiltere Supply-Chain-Systeme sind in einem volatilen Umfeld und angesichts von Schwankungen bei Angebot und Nachfrage (nicht zuletzt auch aufgrund des Klimawandels oder wegen geopolitischer Rivalitäten) umso verletzlicher. Systeme der Künstlichen Intelligenz bieten jedoch ungeahnte Möglichkeiten, auf rasche Veränderungen schnell zu reagieren – beziehungsweise sie vorherzusehen und auch im Nicht-Krisenmodus die Abläufe effizienter zu organisieren, Ressourcen zu sparen und Kosten zu senken.

 

Die Logistik als idealer Anwendungsfall für die Künstliche Intelligenz.
Logistiksysteme sind Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, die zwar eindeutig, aber aufgrund ihrer Komplexität für den Menschen und für herkömmliche Methoden der Operations Research kaum überschaubar sind. Welche Auswirkungen haben ein Stau, ein Materialschaden bei einer Maschine oder ein Streik in einem Hafen an einem anderen Ende der Welt für das Gesamtsystem? Wie kann es rasch erneut in sich abgestimmt werden? Systeme der Künstlichen Intelligenz werden das in Zukunft immer genauer berechnen können.

Mehr noch: Wie werden sich aufgrund von Ernteausfällen oder Rekordernten, Wechselkursentwicklungen oder Themen, die in den Sozialen Medien gerade virulent sind, Angebot und Nachfrage nach bestimmten Gütern (auseinander) entwickeln? Künstliche Intelligenz kann nicht nur Prozesse optimieren sondern auch in der Bedarfsprognose und der Absatzplanung eingesetzt werden.

Intelligente Algorithmen, hohe Rechenleistung und Big Data.
Möglich ist dieser Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch mehrere Faktoren: Einer hohen und ständig zunehmenden Rechenleistung und Speicherkapazität, Big Data und intelligenten Algorithmen. Die Rechenleistung von Computern und Chips potenziert sich fortwährend – bis zum Jahr 2040 könnte sie gegenüber heute um einen Faktor 1000 zugenommen haben.

Nicht nur durch das Internet und durch soziale Medien, sondern auch über Sensoren und Systeme der Echtzeitdatenübermittlung kann auf gewaltige und stets aktuelle Datenmengen und auch auf aussagekräftige Datenreihen zugegriffen werden – das ist «Big Data». Bei Logistikprozessen selbst werden täglich riesige Mengen an Daten produziert. Basierend darauf können Aussagen getroffen werden, wie sich Systeme über die Zeit hinweg verhalten und auf welche Einflussfaktoren und Veränderungen sie wie reagieren.

Es gibt je länger je mehr Datenquellen, die bald neues Potenzial zur Effizienzsteigerung in der Logistik bieten können. So stellen beispielsweise die B2B-Plattformen wlw (ehemals «Wer liefert was») und EUROPAGES grosse Mengen an Daten zu Rohstoffen und Produkten zur Verfügung. Neben detaillierten Spezifikationen sind auch Preise und Lieferzeiten enthalten. Es ist absehbar, dass die Daten dieser beiden Plattformen des Plattformanbieters Visable in Zukunft genutzt werden können, um Lagerbestände durch Künstliche Intelligenz effizient zu bewirtschaften. Es sind dann Nachbestellungen zum besten Preis termingerecht und automatisiert möglich.

Notwendig dafür ist die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten. Denn Datenquantität ist nicht gleich Datenqualität. «Es ist wichtig, eine adäquate Vorauswahl zu treffen, welche Daten benötigt werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass diese Daten in genügender Qualität vorhanden sind», berichtet der CTO von Visable, Daniel Keller. «Visable hat für die Datensammlung begonnen, Künstliche Intelligenz zu nutzen, um relevante Daten als solche zu identifizieren – im Sinne eines Lernprozesses über intelligente Algorithmen», erklärt Daniel Keller.

Intelligente Algorithmen bedeutet, dass Künstliche Intelligenz, die auf diesen Algorithmen beruht, die Ergebnisse, die sie produziert und die Prognosen, die sie aufgrund einer Auswertung von Daten trifft, mit dem realen Wert vergleicht, aus ihren Fehlern lernt und sich so selbst fortwährend optimiert. Es bedeutet auch, dass Künstliche Intelligenz Echtzeitdaten verarbeiten und so instantan reagieren kann. Das heisst nicht, dass Künstliche Intelligenz deswegen ein Bewusstsein entwickelt. Im Hinblick auf ihre Rechenkapazitäten ist sie den kognitiven Fähigkeiten des Menschen jedoch bei weitem überlegen.

Vielfältige Anwendungsgebiete zur Effizienzsteigerung in der Logistik.
Künstliche Intelligenz kann aber noch für viel breitere Anwendungsgebiete als die simple Lagerbewirtschaftung genutzt werden. Zunächst können Systeme der Künstlichen Intelligenz Transportrouten (innerhalb und ausserhalb des Lagers) planen und, im Zusammenhang mit unerwarteten Ereignissen, neu berechnen. Ankunftszeiten können noch genauer vorhergesagt werden. Systeme der KI können leicht erkennen, wenn bestimmte Produkte oder Komponenten im Lager rar werden – und die möglichen Auswirkungen auf andere Produkte oder Komponenten im Logistikzyklus vorhersehen – und diese dann rechtzeitig aufstocken. Genauso können Überkapazitäten erkannt werden.

Im Sinne von «Predictive Maintainance» kann Künstliche Intelligenz Maschinenausfälle vorhersehen und darüber hinaus effizient die Timeslots für die entsprechenden rechtzeitigen Wartungsarbeiten innerhalb des Gesamtprozesses einteilen. Autonome Drohnen können Inventuren erledigen und Bilder zur Schadensprüfung aufnehmen. Chatbots können Anfragen von Paketempfängern entgegennehmen. Das Sortieren von Waren und Komponenten im Lager ist für den Menschen eine zeitintensive Aufgabe. Hier können Roboter die Vorsortierung übernehmen. Darüber hinaus können sie besser erkennen, welche Produkte oder Komponenten gerade stärker nachgefragt werden und diese näher am Ein-/Ausgang platzieren, um Wegzeit zu sparen.

Und neben dieser Prozess- und Transportoptimierung kann Künstliche Intelligenz eben in der Bedarfsprognose und Absatzplanung eingesetzt werden. Durch Big Data kann besser vorhergesehen werden, wer wann wo was braucht; wo es in nächster Zeit bei bestimmten Produkten zu einem Nachfrageüberhang oder aber –defizit kommen könnte. Damit kann sie nicht nur in bestehende Prozesse eingreifen und diese optimieren, sondern Ressourcen und Kapazitäten auch in die jeweilige Zukunft hinein besser aufteilen. Das würde bedeuten, dass Künstliche Intelligenz in der Logistik nicht allein innerbetriebliche Probleme und Engpässe sondern vielleicht sogar gesamtwirtschaftliche Abschwünge oder Volatilitäten besser abfedern könnte. Anhand dieser Beispiele sieht man auch, dass Künstliche Intelligenz menschliche Arbeit im Grossen und Ganzen nicht ersetzen wird. Sie wird die menschliche Arbeit vielmehr unterstützen.

Entscheidungsträger nehmen noch eine abwartende Haltung ein.
Trotz des hohen Potenzials von Künstlicher Intelligenz handelt es sich im Wesentlichen um eine neue Technologie, deren volle Entfaltung noch in der Zukunft liegt und deren Möglichkeiten, Risiken und Nebenwirkungen noch nicht ganz verstanden werden. So ist es dann vielleicht auch weniger verwunderlich, dass viele Unternehmen noch zögern, Künstliche Intelligenz zu implementieren. Laut einer Studie des Magazins Logistik heute und INFORM wenden nur 26 Prozent der befragten Betriebe in Deutschland Künstliche Intelligenz in ihrer Logistik an. Dabei gibt mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) an, dass ihnen das entsprechende Know-how fehlen würde. Als weitere Hindernisse werden hohe Kosten (46 Prozent), eine unzureichende IT-Infrastruktur (44 Prozent) und ein Mangel an zeitlichen Ressourcen (38 Prozent) genannt. Aus einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2019 geht jedoch hervor, dass 70 Prozent aller Befragten davon ausgehen, dass Künstliche Intelligenz in den nächsten zehn Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil in der Logistik sein wird.

Doch auch einen anderen Grund gibt es für die reservierte Haltung gegenüber dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Logistik: Die Angst davor, dass Künstliche Intelligenz in grossem Stil Arbeitsplätze überflüssig machen könnte. Was sich abzeichnet, ist, dass Künstliche Intelligenz menschliche Fähigkeiten beträchtlich erweitert, sie aber nicht notwendigerweise ersetzt. Vielmehr werden Menschen benötigt, die die Systeme der Künstlichen Intelligenz beaufsichtigen, warten und die ihre Vorschläge ausführen und konkret umsetzen. Zu erwarten ist, dass sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gesamtwirtschaftlich und gesamtgesellschaftlich neue Berufsfelder auftun. In der Summe könnten in der Logistik bessere und weniger anstrengende Arbeitsplätze entstehen.

Die Logistik ist also ein idealer Anwendungsfall für die Künstliche Intelligenz. Die Möglichkeiten, dass Probleme schneller und effizienter behoben werden, Kosten gesenkt, Ressourcen geschont, nicht allein betriebswirtschaftliche sondern gesamtwirtschaftliche Krisen und Probleme durch sie abgefedert werden und nicht zuletzt eventuell bessere Arbeitsplätze für Menschen entstehen, sind kaum zu unterschätzen. Klar ist, dass noch Qualifizierungsbedarf besteht. Bald aber dürfte allein aus Gründen des Wettbewerbs Künstliche Intelligenz in der Logistik überall zu finden sein. Für die Betriebe lohnt es sich daher, sich jetzt bereits darauf vorzubereiten.

LOGISTIK express Journal 4/2022

Langfristige Investitionssicherheit mit AutoStore von Element Logic

Multichannel-Unternehmen Greendonkey schafft Platz und automatisiert mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem ist mit dem Lagerverwaltungssystem eManager optimal in die IT-Architektur von Greendonkey mit dem ERP-System Tricoma eingebunden und sorgt für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung.

Beitrag: Redaktion.

In Nagold, 25 Kilometer südwestlich von Stuttgart, hat sich mit der Greendonkey GmbH in den vergangenen zehn Jahren eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche etabliert. Greendonkey ist die Dachmarke für das Radzentrum Nagold und dessen Online-Handel. In einem ehemaligen Autohaus bietet das Ladengeschäft auf mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche alles, was Fahrradfahrer benötigen. Neben 800 vorrätigen Fahrrädern und hochwertigen E-Bikes führender Hersteller zählen dazu unter anderem Fahrradhelme, Fahrradteile und -zubehör, Sets, Werkstattverpackungen und Fahrradbekleidung sowie Fahrradträger, Kinderfahrradanhänger und sonstiges Zubehör. Parallel wurden im Internet eigene Online-Shops eingerichtet.

Inzwischen betreuen die 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Radzentrums 14.000 feste Kunden. Zudem verzeichnet die Adressdatenbank von Greendonkey mehr als 700.000 Online-Kunden. Insgesamt schreibt das 2011 gegründete Unternehmen zweistellige Millionen-Umsätze. „Mit unseren verschiedenen Vertriebskanälen decken wir vom Endkunden bis zum B2B Kunden alles ab“, erklärt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart das rapide Wachstum. „Als 2020 die Pandemie begann, war der Online-Handel für uns noch weit weg. Dann haben wir unser ganzes Personal im Online-Handel eingesetzt. Im August hatten wir schon 800 Sendungen verschickt. Heute schreiben wir 70 Prozent unseres Umsatzes mit dem Online-Handel, die Hälfte davon über den eigenen Webshop. Und wir sind technisch so aufgestellt, dass wir weiteres Wachstum stemmen können.“

Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse.
Die rasant positive Unternehmensentwicklung brachte Greendonkey allerdings zunehmend an die Grenze seiner Lagerkapazitäten. Vor diesem Hintergrund vertiefte Borkhart die Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse. Als übergeordnetes ERP-System wurde bereits 2013 das Warenwirtschaftssystem „Tricoma“ implementiert. „Tricoma ist schnell einsetzbar und bietet verschiedene Schnittstellen, sowohl zu den Handelsplattformen im Netz als auch zu intralogistisch Automatisierungssystemen“, erklärt Borkhart. „Nebenbei nehmen uns die Automatismen viel Arbeit ab.“ Diese Erfahrungen wurden mit einer im Januar 2022 in Betrieb genommene AutoStore-Anlage auch auf die Intralogistikprozesse der Lagerung und Kommissionierung behälterfähiger Artikel übertragen. Den Auftrag für Anlagenlayout und Projektrealisierung erhielt der Systemintegrator Element Logic, der erste offizielle AutoStore-Integrator.

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die Entscheidung für die AutoStore-Anlage fiel hinsichtlich Effizienz und Flexibilität mit Blick auf unsere Bestandsimmobilie und die Skalierbarkeit der Anlage nach einem Vergleich mehrerer Automatisierungsoptionen“

Das automatisierte Kleinteilelager- und Kommissioniersystem AutoStore zählt zu den markantesten Erfolgsgeschichten der Intralogistik in den vergangenen 20 Jahren. Weltweit sind inzwischen annähernd tausend der robotergestützten Anlagen installiert. Allein Element Logic, weltweit erfolgreichster AutoStore-Distributor des Jahres 2020 und 2021, hat inzwischen mehr als 200 AutoStore-Lösungen realisiert. Die Kombination aus Automatisierung der Intralogistik-Prozesse, Flexibilität einer durchgängig skalierbaren Komplettlösung und kompakter, energieeffizienter Anlagentechnik gelten als Erfolgsfaktoren des Systemkonzeptes. Anders als in herkömmlichen Automatisierten Kleintelelagern (AKL) werden die Behälter in den modular konzipierten AutoStore-Anlagen zur Kleinteilelagerung in Schächten übereinandergestapelt und von kleinen Robotern, sogenannten Robots, ein-, um- und ausgelagert. Die Behälterstapel werden in einem standardisierten, bis zu 6,20 Meter hohen Aluminium-Raster, dem sogenannten Grid, gelagert. Auf dessen Oberfläche arbeiten die Robots, heben die Behälter mit den gewünschten Waren an, übergeben sie an integrierte Arbeitsstationen, den sogenannten Ports, und stapeln die Behälter nach der Kommissionierung wieder in der Anlage ein.

Als Füll- und Kommissionierstationen sind Karussell-Ports für höhere Lagerdurchsätze, Conveyor-Ports für geringere Durchsätze und Relay-Ports für maximale Durchsätze verfügbar. Mit einer um 60 bis 70 Prozent verbesserten Raumausnutzung gegenüber herkömmlichen AKL-Lösungen erzielen AutoStore-Anlagen bei minimalem Flächenbedarf so die höchste Lagerdichte. Dabei lässt sich das Anlagenlayout exakt auf jedwede bauliche Gegebenheit angepassen – und es ist bei wachsendem Leistungs- oder Kapazitätsbedarf durch zusätzliche Robots, Ports oder Behälter-Schächte mühelos skalierbar. „Hoch verdichtete Lagerung, minimaler Flächenbedarf und eine schnelle, fehlerfreie Kommissionierung ohne Laufwege“, fasst Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland, zusammen. „Bei einem Energiebedarf von durchschnittlich 100 Watt je Robot pro Stunde weisen AutoStore-Anlagen zudem den geringsten Energieverbrauch unter den AKL-Lösungen auf.“ Faktoren, die mit den wachsenden Anforderungen an Reaktionszeiten und Prozesseffizienz durch den stark wachsenden Online-Handel und die Pandemie die Nachfrage nach AutoStore-Anlagen in den vergangenen Jahren weiter gefördert haben.

Schnelle Projektrealisierung.
So auch bei Greendonkey. Angepasst an die Rahmenbedingungen der niedrigen Raumhöhe von lediglich 3,30 Metern in der Bestandsimmobilie konzipierte Element Logic für den Omnichannel-Händler eine exakt zugeschnittene automatisierten AutoStore-Anlage. „Nachdem Lagergröße und Dynamik der Anlage definiert waren, haben wir Layout und Konzeption festgelegt und bereits nach wenigen Wochen mit der Installation begonnen“, veranschaulicht Kieninger. „Durch die modularen Komponenten und unsere Plug-and-Play-Software eManager war die Projektrealisierung schnell abgeschlossen.“

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die kompakte Anlage bietet uns auf minimaler Grundfläche ein Maximum an Lagerkapazität und die automatisierten Prozesse entlasten die Mitarbeiter bei gesteigerter Performance.“

Auf einer Grundfläche von lediglich 105 Quadratmetern bietet die AutoStore-Anlage bei Greendonkey 2.125 Behälterstellplätze zur Kleinteilelagerung. Achtfach übereinander stehen die 330 Millimeter hohen Behälter in dem Schächten des Aluminium-Rasters. Auf der Grid-Oberfläche sorgen sechs Robots der R5-Serie für koordinierten, auftragsgerechten Zugriff auf die Behälter. Die Behälter aus der Anlage präsentieren die Roboter an drei integrierten Arbeitsplatz-Modulen. Diese sind platzsparend als Conveyer-Ports ausgeführt.

Schnittstelle für koordinierte Prozessabfolgen.
Die Einbindung der AutoStore-Anlage in die Logistikprozesse des Online-Shops, des stationären Geschäftes und der angeschlossenen Fahrradwerkstatt erfolgte in enger Zusammenarbeit von Element Logic mit Greendonkey und den ERP-Spezialisten von Tricoma. Über eine standardisierte Schnittstelle wurde das Tricoma-Warenwirtschaftssystem (WMS) mit dem eManager von Element Logic verbunden.

Das Lagerverwaltungssystem von Element Logic ist speziell auf die Bedürfnisse der Autostore-Technologie zugeschnitten. Für besondere Aufgaben wie etwa Express-Sendungen oder Multi-Aufträge aus unterschiedlichen Lagerbereichen wurden im WMS die individuellen Prozesse für die Anlagensteuerung definiert. Nach wenigen Testläufen konnte die Bestückung der Anlage erfolgen. Innerhalb von sechs Woche waren alle entsprechenden Produkte eingelagert. „Im Zusammenspiel von WMS und eManager hat sich die Anlage schnell bewährt“, urteilt Kieninger.

So unterstützen die optimierten Prozesse der AutoStore-Anlage bei Greendonkey nicht allein die schnelle, fehlerfreie Auftragsfertigung im weiter wachsenden Online-Handel. Die Anlage dient auch zur Verarbeitung auftragsbezogener Großhandelsbestellungen. Die entsprechenden Artikellieferungen kommen in Mischpaletten und Mischkartons in Nagold an. An den Ports der Anlage werden die Artikel in Behälter umgepackt, chaotisch eingelagert und umgehend auftragsbezogen wieder kommissioniert und an den Versand übergeben.

Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland: „Die AutoStore-Anlage kommt sowohl als Lager- und Kommissioniersystem wie auch als Auftragspuffer und Sortiermaschine zum Einsatz.“

Inzwischen verlassen jeden Monat rund 50.000 Sendungen das Greendonkey-Zentrallager am Standort Nagold. „Zuverlässige Kommissionierung und schneller Versand zählen zu den Schlüsselfaktoren unseres Online-Handels“, resümiert Greendonkey-Geschäftsführer Borkhart. „Mit der AutoStore-Anlage von Element Logic unterstützt uns dabei ein effizientes Automationssystem. Seine Skalierbarkeit und Flexibilität bietet uns langfristige Investitionssicherheit bei weiterem Unternehmenswachstum. Wir sind mit dem Projektverlauf und den Ergebnissen sehr zufrieden.“

SoMe-Zeilen: 
Multichannel-Unternehmen Greendonkey automatisiert Auftragsfertigung mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem bietet auf 105 m2 und einer Deckenhöhe von lediglich 3,3 m Platz für 2.125 Behälter und sorgt mit sechs Robots und drei Ports für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung. (RED)

Gakten und Zahlen: Greendonkey

  • Gründungsjahr 2011
  • eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche
  • mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche in Nagold
  • 14.000 feste Kunden des Radzentrums
  • mehr als 700.000 Online-Kunden
  • AutoStore-Anlage:
  • Grundfläche 105 qm
  • 2.125 Behälterstellplätze
  • 330 mm Höhe
  • achtfach gestapelte Behälter
  • 6 AutoStore-Robots R5
  • 3 Conveyor-Ports
  • Lagerverwaltungssystem eManager von Element Logic mit Schnittstellenanbindung zum WMS

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Ein Unternehmen kann man nicht allein mit Technologie führen

ProGlove CEO Andreas König glaubt fest an den Wert der menschlichen Arbeitskraft. Kürzlich nahm er an der Podiumsdiskussion des Weltwirtschaftsforums „The Augmented Workforce Experience“ teil. In diesem Kommentar teilt er einige seiner Erkenntnisse und skizziert einen Weg zur bestmöglichen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Beitrag: Redaktion.

Derzeit sehen wir uns mit vielen.
Herausforderungen konfrontiert. Im anglo-amerikanischen Raum grassiert aktuell eine Kündigungswelle unter dem Schlagwort „The Great Resignation“. Dazu kommen der globale Arbeitskräftemangel und die nicht enden wollenden Unterbrechungen der globalen Lieferketten. Und dennoch scheint es, als wollte man vielerorts einen unserer größten Fehler wiederholen, indem man beim Einsatz von Technologie die menschlichen Arbeitskräfte vergisst.

Robotik, künstliche Intelligenz und Automatisierung sind Geschenke, aber wenn wir sie unseren Unternehmen einfach überstülpen, vergeben wir damit einen Großteil der möglichen Ernte. Stattdessen leisten wir ihrer Verteufelung Vorschub. Um es klar zu sagen: In der heutigen Welt sind vollautomatisierte Arbeitsabläufe eher Science Fiction denn Realität. Diese Technologien sind mit einer Reihe von kritischen Einschränkungen und Grenzen verbunden. Weit sinnvoller wäre es, sie als Ergänzung und damit als Unterstützung für die Mitarbeiter zu betrachten. Dazu muss man Vertrauen schaffen, den Mitarbeitern zuhören und den Wert ihrer tagtäglichen Leistung buchstäblich wertschätzen. Denn andernfalls werden wir am Ende einen hohen Preis zahlen.

Versuchen Sie mal, einem Roboter etwas beizubringen.
Werker einfach durch Roboter zu ersetzen, ist derzeit aus einem einfachen, aber einleuchtenden Grund keine Option: Es ist schlicht nicht möglich. Versuchen Sie einmal, einem Roboter beizubringen, ein einzelnes T-Shirt aus einem Regal zu nehmen, statt des ganzen Stapels! Oder bringen Sie ihn dazu, eine spontane Lösung für einen recht einfachen Fehler zu finden, der in einer vollautomatisierten Umgebung alles zum Stillstand bringen könnte!

Automatisierung ist zudem nicht einfach zu implementieren. Sie erfordert große Investitionen und ist mit hoher Komplexität verbunden. Hinzu kommt, dass das vielfach entfremdende Gerede über Automatisierung das Gefühl erzeugt, dass die menschliche Arbeit in der Fertigung keine Zukunft hat. Wer sollte sich so berufen fühlen, in der Produktion zu arbeiten? Ein derartiges Szenario kann also kaum dazu beitragen, den derzeitigen Arbeitskräftemangel zu beheben.

Während meiner Teilnahme am Podium des Weltwirtschaftsforums „The Augmented Workforce Experience“ erfuhr ich, dass allein in den USA derzeit etwa 800.000 Arbeitskräfte im Bereich Produktion gesucht werden. Und in fünf Jahren wird es dort wohl drei Millionen offene Stellen im verarbeitenden Gewerbe geben. Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass jeder Dollar, der im verarbeitenden Gewerbe ausgegeben wird, seinen Wert für die US-Wirtschaft fast verdreifacht. Ähnliches gilt sicher auch für Zentraleuropa. Dies vermittelt ein Gefühl für den Wert, der entgeht, wenn wir nicht in die Arbeitskräfte des verarbeitenden Gewerbes investieren.

Machen wir uns nichts vor: Die menschliche Arbeitskraft ist wahrscheinlich der am meisten unterschätzte Faktor in den Werkshallen und innerhalb der globalen Lieferketten. Menschen haben nicht nur die Fähigkeit, Probleme schnell zu lösen, sie können auch sofort zusammenarbeiten und haben eine intrinsische – manchmal sogar spielerische – Motivation, zu lernen. All dies ist entscheidend für das Funktionieren von Abläufen, denn wir können Unternehmen nicht nur auf der Grundlage von Technologie führen. Anstatt uns also auf eine ziellose Technologiesuche zu begeben, sollten wir uns auf die Frage konzentrieren, wie die Mitarbeiter besser mit den sie umgebenden Maschinen bidirektional interagieren können. Wir brauchen geführte Arbeitsabläufe, die die Lücken umfassend schließen, mit denen wir derzeit noch konfrontiert sind.

Die Mitarbeiter als Motor der Digitalisierung.
Wie aber können wir dabei vorgehen? Wir müssen uns mit unseren Mitarbeitern auseinandersetzen, ihnen zuhören, sie abholen und ins Bild setzen. Wir müssen ihre Arbeitsabläufe gemeinsam mit ihnen betrachten, Papier zunehmend abschaffen und sie mit einer digitalen Umgebung verbinden. Es ist von entscheidender Bedeutung, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um ihren Arbeitsalltag zu erleichtern, sich vielfach wiederholende Aufgaben mithilfe von Technologie zu eliminieren und – zu guter Letzt – genau die Technologie bereitzustellen, die sie benötigen. Mit anderen Worten: Wir können und sollten die Mitarbeiter in den Betrieben maximal einbinden, um die Digitalisierung in unseren Unternehmen voranzutreiben.

Robotik und Automatisierung müssen die menschliche Arbeitskraft ergänzen. Daher brauchen wir „Cobots“, die an der Seite menschlicher Arbeitskräfte operieren. Sie können für Entlastung sorgen und physisch anstrengende sowie sich stets wiederholende Aufgaben weit besser erledigen. Dies erfordert natürlich auch intuitive Werkzeuge, die die Kluft zwischen beiden Welten überbrücken. Das können zum Beispiel auch Industrie Wearables sein, die den Arbeiter unterstützen und gleichzeitig die Erfassung von Datenpunkten ermöglichen, ohne ein Big-Brother-ähnliches Überwachungssystem aufzubauen.

Wir müssen das ewige Technologie-Buzzword-Bingo endlich beenden. Brechen wir die geschlossenen Systeme auf, die uns nur dazu bringen, uns auf Technologien zu stürzen, die letztlich nicht hilfreich sind und zudem einen kontraproduktiven Angstfaktor erzeugen. Vielmehr sollten wir Ökosysteme aufbauen, die menschliche Arbeit fördern und die Mitarbeiter ermutigen, ihre Erfahrungen zu teilen und sich dabei an die übergeordnete Marschroute zu halten. Dies erfordert vor allem eine kulturelle Führung, die menschliche Werte in alle Prozesse einbezieht. Diese Strategie hat alle notwendigen Zutaten, um die Arbeit zu erleichtern, die Löhne anzuheben und die Produktivität zu steigern. Kurz gesagt: Die Nutzung der Technologie dient der Wirtschaft und macht die Arbeitsplätze attraktiver, die wir jetzt besetzen müssen. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

KNAPP präsentiert sich als Technologiepartner für intelligente Wertschöpfungsketten

Auf der Intralogistik-Leitmesse LogiMAT 2022, von 31. Mai bis 2. Juni in Stuttgart, zeigt KNAPP neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Messe-Highlights: Neueste Roboter-Technologie und Software Cloud-Services, die Besucher in Halle 3 auf Stand B05 live erleben können.

KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen.

Innovative Roboter und Software-Tools.
KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Pick-it-Easy Robot: Einer der alles kann Pick-it-Easy Robot bietet nicht nur die automatische Einzelstück-Kommissionierung, sondern auch das Umpacken vorkommissionierter Artikel aus Batch-Behältern in Hängefördertechnik- und Sorter-Systeme. Verschiedene Greifer kombiniert mit auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierter Objekterkennung und Greifpunktbestimmung machen eine zuverlässige Handhabung von Artikeln mit unterschiedlichen Eigenschaften möglich. Höchstleistung im Team mit dem Taschensorter-System: Pick-it-Easy Robot übernimmt die vollautomatische Befüllung von Sortertaschen und eröffnet neue Möglichkeiten zur Gestaltung von intralogistischen Prozessen. Aus der Kombination von KI-gesteuertem Roboter, schneller Sortertasche und effizienten Lagersystem entsteht eine innovative Automatisierungslösung für E-Commerce- und Omnichannel-Anwendungen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Breites Artikelspektrum und automatische Artikelcode-Identifikation, hohe Leistung und das 24/7, sowie Kosteneffizienz und geringe Fehlerkosten.

AutoPocket: Taschensorter System für Hochleistungsbetrieb.
Das neue Taschensorter-System kann an jeder beliebigen Stelle im Lager Waren automatisch und punktgenau abgeben, ohne dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren oder anzuhalten. RFID-Technoloige ermöglicht eine 100-prozentige Verfolgbarkeit, eindeutige Identifizierung und jederzeit Zugriff auf jeden Artikel im System. Im Zusammenspiel mit dem vollautomatischen Kommissionier-Roboter Pick-it-Easy Robot bietet AutoPocket intelligentes Zero-Touch-Handling für Hochleistungsanwendungen.

Open Shuttle: autonome mobile Roboter für mehr Flexibilität im Lager Open Shuttles sind autonome mobile Roboter (AMR), die Unternehmensbereiche schnell und einfach miteinander verbinden und mit Waren, Rohstoffen und Komponenten versorgen. Die VDA 5050-fähigen Open Shuttles transportieren unterschiedlichste Ladungsträger. Dabei werden Aufträge intelligent auf die Flotte verteilt. Neu im Produktportfolio ist das Open Shuttle Fork, ein Transportroboter für den automatisierten Paletten-Transport.

Dank der speziellen Kinematik des Fahrzeugs ist ein besonders platzsparender Einsatz möglich. Open Shuttle Fork kann einfach in bestehenden und auch herstellunabhängigen Mischflotten eingesetzt werden. Eine weitere Neuheit aus diesem Bereich ist der Open Shuttle Store. Open Shuttle Store ist ein besonders flexibles und schnell einsetzbares automatisches Lagersystem mit mobilen Robotern. Durch das intelligente Systemdesign und die Modul-Bauweise ist das Lagersystem jederzeit in Bezug auf Stellplätze oder Leistung skalierbar, anpassbar und erweiterbar. Es ist schnell einsetzbar und kann einfach in Betrieb genommen werden. Gesteuert werden die autonomen mobilen Roboter mit dem intelligenten Flottenkontrollsystem KiSoft FCS. Mit dem Digital Twin können Anpassungen und Anwendungen vorab einfach simuliert und per Mausklick ins Echtsystem übertragen werden.

KiSoft Cloud: Cloud-basierte Serviceplattform für Big Data-Anwendungen.
Mit KiSoft Cloud bietet KNAPP eine umfassende Serviceplattform für einen zukunftsweisenden Logistikbetrieb. Sie stellt Kunden alle Daten und ausgewählte Services in nur einer Infrastruktur gebündelt zur Verfügung. So sind alle Betriebsdaten einer oder mehrerer Anlagen zentral gespeichert und jederzeit bereit für die Weiterverarbeitung. Daten können für unterschiedlichste Anwendungen einfach genutzt werden. Zudem unterstützt KiSoft Cloud vielfältige KI-Anwendungen wie maschinelles Lernen, insbesondere Deep Learning zum Trainieren von neuronalen Netzen. Hardware- und Software-Support, IT-Security, Datensicherheit sowie Schnittstellen zwischen Anwendungen sind out oft the box sichergestellt, unabhängig vom Anbieter der Software oder der Automatisierung.

KiSoft Analytics: Mit smarter Software die richtigen Entscheidungen für Lager und Supply Chain treffen.
KiSoft Analytics ist ein strategisches Tool zur Analyse und Visualisierung von Daten in der Supply Chain. Langzeitstatistiken, Prognosen und Benchmarkings helfen, gezielte Entscheidungen bei komplexen Abläufen zu treffen, Veränderungen im Business früh zu erkennen oder die Supply Chain zu optimieren. Die Logistik-App für Smartphone und Desktop eignet sich ideal für Executives, Logistik Manager, Supply Chain Manager oder Operations Teams.

redPILOT: Effizientes Ressourcen-Management.
Die redPILOT Operational Excellence Solution ist eine modulare Software-Lösung, die Logistikbetreiber dabei unterstützt, ihre Logistiksysteme zu jeder Betriebsstunde am optimalen Limit zu betreiben. Der Einsatz zum nachhaltigen Ressourcen-Management ist vielseitig – einerseits unterstützt das Software-Modul CMMS (kurz für Operational Maintenance Modul) die strukturierte und planmäßige Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen im technischen Anlagenbetrieb. Andererseits optimieren die weiteren Module den operativen Betrieb der Logistikanlage, unter anderem durch die automatisierte Mitarbeitereinsatzplanung und Optimierung basierend auf dynamischer Engpasserkennung. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge

Am 2. Juni endete die mit Spannung erwartete Intralogistikmesse LogiMAT, die nahtlos an „alte Zeiten“ anknüpfen konnte. Auch im dritten und letzten Teil der Serie präsentiert Logistik Express interessante Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Redaktion: Markus Walter.

Für die 1.571 Aussteller und den Veranstalter war es spannend bis zuletzt: Niemand wusste, wie viele Menschen die erste LogiMAT nach Ausbruch der Corona-Pandemie besuchen würden. Doch die Ängste vor einem Flop mit leeren Hallen waren unbegründet. Am Ende des Events konnte Messechef Michael Ruchty solide Zahlen verkünden, die fast auf dem Rekord-Niveau von 2019 lagen. „Bereinigt um die pandemiebedingten Einschränkungen kann man dieses Ergebnis in allen Kategorien als Fortsetzung der LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen“, erklärte Ruchty,

In Zahlen ausgedrückt: Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 125.000 Quadratmetern in allen zehn Hallen war das Stuttgarter Messegelände komplett ausgebucht. Die weltweit größte Intralogistik-Messe zog wieder rund 50.000 Besucher an und erwies sich erneut als Publikums-Magnet. Das lag zu einem Großteil an den zahlreichen Produktpremieren und Weltneuheiten – darunter zwei neuartige automatische Kleinteilelager, die AutoStore die Stirn bieten wollen. Diese waren mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Jungheinrich und Körber zu finden.

Die von Jungheinrich entwickelte Alternative zu AutoStore heißt PowerCube. Damit wollen die Hamburger „neue Maßstäbe im Bereich der automatisierten Lagersysteme“ setzen. Der PowerCube ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut. Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu 12 m hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche.

Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist. Das automatische Behälter-Kompaktlager kann auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden und lässt sich deshalb problemlos in bestehende Lagerhallen integrieren.

Die PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s und einer Beschleunigung von bis zu 2 m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 kg Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden.

Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Da die Shuttles zu Wartungsarbeiten aus dem PowerCube auf Bodenniveau entnommen werden können, ist keine Wartungsbühne nötig. Auch der internationale Technologiekonzern Körber bietet mit Attabotics eine neuartige Lagerlösung für Kleinbehälter, die bei einer Stapelhöhe von bis zu 10 Metern eine extrem hohe Speicherdichte mit einem schnellen und direkten Zugriff ermöglicht.

Die Attabotics-Lösung basiert auf einer vertikalen, sehr platzsparenden Gitterstruktur. Produkte werden in quadratischen Behältern mit einem Innenmaß von 571 x 571 mm gelagert. Die „Attabots“ genannten Roboter können auf dem Gitter, unter dem Gitter und vertikal durch die Abwärtsschächte fahren, um Behälter einzulagern oder zu entnehmen und zu den integrierten Entnahmeöffnungen zu transportieren.

Attabottics ermöglicht damit auf einer extrem verdichteten Lagerfläche eine effiziente Kommissionierung, einschließlich Sequenzierung und Pufferung. In den USA und Kanada wurde die Technologie bereits bei zahlreichen Unternehmen der E-Commerce-Branche implementiert. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft vertritt das Körber Geschäftsfeld Supply Chain Automation das kanadische Robotikunternehmen Attabotics in fast allen europäischen Ländern und in weiten Teilen Asiens.

Das Startup Rocketsolution zeigte sich erstmals auf der LogiMAT und stellte dort sein Shuttle-System RSX1 vor. Das hochverdichtende Kleinteilelagersystem RSX1 für Ladegüter bis zu 50 Kilogramm bietet maximale Verdichtung der Lagerplätze, flexible Skalierbarkeit sowie einfache Integrationsfähigkeit. Verglichen mit herkömmlichen Shuttle-Systemen reduziert das RSX1 den benötigten Raum deutlich und sorgt für Effizienz- und Rentabilitätssteigerung in der Kleinteillagerung. Mit einer Höhe von bis zu 30 Meter nutzt das RSX1 auch den Luftraum optimal. Selbst sehr flache Güter lassen sich innerhalb des RSX1 hochverdichtet lagern, bereits ab einer Behälterhöhe von 100 Millimeter arbeitet das RSX1 ohne jeglichen Raumverlust in der Höhe.

Die Automatisierung spielte auch an vielen anderen Ständen der Messe eine wichtige Rolle. Die Pixel Robotics GmbH präsentierte als Mitaussteller der Logivations GmbH erstmalig Roboter, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Pixel Robotics kombinierte hierfür KI, Computer Vision und Robotik, um innerbetriebliche Palettentransporte zu automatisieren. Der von Grund auf neu entwickelte Roboter PIXEL PT arbeitet kooperativ mit den menschlichen Kollegen zusammen und passt sich dynamisch an bestehende Prozesse in der Intralogistik an. Die Roboter sind modular und robust konstruiert, sodass sie für raue Logistikumgebungen geeignet sein sollen. Der Hersteller verspricht zudem eine Amortisationszeit von unter 1,5 Jahren.

Ein weiteres Highlight präsentierte das Technologieunternehmen TeamViewer: Gezeigt wurde die mehrfach ausgezeichnete Vision-Picking-Lösung xPick. Die Augmented-Reality-Lösung, die seit der Übernahme des Wearable-Computing-Unternehmens Ubimax Teil des TeamViewer Portfolios ist, ermöglicht Kunden ein hocheffizientes und nahezu fehlerfreies Kommissionieren. Neu sind Gamification-Elemente, die für eine höhere Einsatzbereitschaft und eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeitenden sorgen und gleichzeitig monotone Kommissionierprozesse auflockern.

Bei Unternehmen wie DHL, Schnellecke Logistics und Coca-Cola HBC ist TeamViewer xPick etablierter Standard und bei vielzähligen Großkunden bereits seit Jahren im Einsatz. Durch die Verwendung von Wearables wie Smart Glasses lässt sich die Lösung ohne großen Aufwand leicht in bestehende Infrastrukturen von Unternehmen integrieren. Dies unterstützt die einfache Skalierbarkeit der Lösung – auch standortübergreifend.

Neben Hardware sah man auf der LogiMAT wieder jede Menge Software: Zum Beispiel die neue Logistikplattform CargoON der Technologiefirma Trans.eu Group. Diese vereint verschiedene Funktionen, um neben Auftragsverwaltung und Frachtmonitoring beispielsweise auch die Rampenbelegung digital zu steuern und so die Prozesseffizienz zu erhöhen. Durch die Anbindung an das europaweite Trans.eu-Netzwerk mit über 30.000 Logistikdienstleistern wird zudem die flexible Beschaffung von Transportressourcen gewährleistet.

Die größte ausländische Ausstellergruppe kam übrigens aus Italien, vertreten durch Unternehmen wie Ubiquicom. Die Firma wurde 2021 als einziges italienisches Unternehmen in den „Magic Quadrant for Indoor Location Services, Global“ von Gartner, Inc.* aufgenommen und präsentierte auf der LogiMAT die Prozesssteuerungs-Lösung Synchro. Durch die Standorterfassung der Flurförderzeuge in Echtzeit werden ihre Einsätze auf optimale Art und Weise organisiert. Dabei wird die RTLS-Technologie (Real-Time Locating System) mit Algorithmen künstlicher Intelligenz kombiniert.

Die in diesem Artikel und den beiden vorausgegangenen Vorberichten genannten Neuheiten bilden natürlich nur die Spitze des Eisbergs und können einen Besuch der realen Messe nicht ersetzen. Apropos: Die nächste LogiMAT findet statt vom 25. bis 27. April 2023. Eine Rückkehr in den gewohnten Messe-Rhythmus mit einem Termin im Februar erschien dem Veranstalter EuroExpo noch zu früh. Die Zeitspanne zwischen den beiden LogiMAT-Events hätte dann nur acht Monate betragen. Außerdem birgt Corona nach wie vor große Sprengkraft. Der Winter könnte neue Beschränkungen bringen. Einziger Schönheitsfehler am April-Termin ist jedoch die große Nähe zur transport logistic, die 2023 vom 9. bis 12. Mai im Kalender steht. Da wird sich mancher Aussteller entscheiden müssen. Wir werden sehen. (MW)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


Dematic optimiert in Kollaboration mit STILL Kleinteile-Lager von Siemens

Entwicklung, Engineering, Produktion, Prüfung und Vorinbetriebnahme – das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz (Siemens WKC) ist führend im Schaltanlagenbau für Werkzeug- und Produktionsmaschinen in Europa. Hier fertigt der Technologiekonzern modernste elektrische Ausrüstungen sowie Baugruppen und Geräte für den weltweiten Bedarf von Maschinen- und Anlagenbauern. Dazu zählen auch Projekte im Logistik- und Automotive-Bereich. Allerdings hatte das bisherige manuelle Fachbodenlager für Kleinteile seine Kapazitätsgrenzen erreicht, weshalb Siemens WKC auf der Suche nach einem effizienteren Lagersystem war.

Beitrag: Redaktion.

Das Unternehmen entschied sich auf ein Ware-zur-Person-Stückgut-Kommissioniersystem von AutoStore® umzustellen. Die Konzeption des neuen Logistikkonzeptes erfolgte durch den langjährigen Partner, die Still Intralogistik-Beratung. Diese umfasste die Automatisierung des Kleinteile-Lagers durch die AutoStore®-Anlage. Mit der Installation des kompakten Stückgut-Kommissioniersystems sowie der direkten Anbindung an die Fördertechnik beauftragte Siemens im Weiteren den Intralogistikspezialisten Dematic. Rund 46.000 Schaltanlagen und kundenspezifische elektronische Komponenten für den weltweiten Markt werden im Siemens WKC jährlich gefertigt. Im Lauf der Jahre haben sich durch die erhöhte Auftragslage Volumen und Durchsatz im Lager der Betriebsstätte Leipziger Straße deutlich erhöht. Dadurch wurde eine Reorganisation der gesamten Lagerbewirtschaftung erforderlich: „Bis dahin haben wir noch mit einem manuellen Modulregallager gearbeitet“, berichtet Carsten Sambo, Leiter Inbound-Logistik, Siemens WKC. Das ehemalige manuelle Lager genügte den aktuellen Ansprüchen jedoch nicht mehr.

Automatisierung des Produktionslagers mit AutoStore®
Siemens initiierte deshalb die Suche nach einer neuen Lösung: „Unser Ziel war es, Planung und Fertigung möglichst effizient zu gestalten. Gleichzeitig sollte die Durchlaufzeit reduziert und natürlich die Kosten gesenkt werden“, erläutert Carsten Sambo. Eine weitere Vorgabe war: Die neuen Lagersysteme sollten samt Fördertechnik auf der gleichen Stellfläche im bestehenden Gebäude und während des laufenden Betriebs installiert werden. Als langjähriger Partner von Siemens hatte zunächst die Still Intralogistik-Beratung die Ausplanung des Logistikkonzepts übernommen. Diese beinhaltete die Automatisierung des Kleinteilelagers durch ein AutoStore®-System, um die Versorgung der Produktion mit Kleinteilen zu verbessern.

„Im Siemens Werk Bad Neustadt (EWN) haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit diesem Lagersystem sammeln können“, so Carsten Sambo. Im Vergleich zum vorherigen manuellen System, kann ein bis zu viermal größerer Bestand untergebracht werden. Bereits nach kurzer Einführungsphase erreichte das Siemens WKC zudem eine Kommissionierleistung von 75 Auslagerungspositionen (AP) pro Stunde und Mitarbeiter. Diese lag zuvor bei lediglich 30 AP. Mithilfe der Anlage soll diese Leistung noch um mindestens weitere 15 Prozent gesteigert werden.

Als weltweiter Distributionspartner von AutoStore® und mit entsprechend großer Erfahrung und Expertise wurde Dematic hinzugezogen. Die KION-Konzernschwester wurde als System-Integrator von Siemens beauftragt, AutoStore® und eine direkte Anbindung der Dematic-Fördertechnik für eine weitest-gehende Automatisierung des Materialflusses und damit eine optimale Produktionsversorgung zu implementieren. Ein großer Vorteil der Stückgut-Kommissionierlösung ist, dass sie nur wenig Platz benötigt. Den gewonnenen Raum kann Siemens für die Lagerung größerer Materialpositionen, wie bzpw. Gehäuse für Schalt-anlagen nutzen. STILL lieferte für das Lager eine Regalanlage für circa 12.000 Stellplätze sowie 2.100 Quadratmeter Bühnenfläche als Teil des logistischen Gesamtkonzepts.

Kapazitäten deutlich erhöht.
Das von Dematic implementierte Fördersystem verfügt über zwei Ebenen. Im Wareneingang werden eingehende Pakete zunächst gescannt und über einen Lift in die obere Ebene transportiert. Dort wird die Ware automatisch und zufällig an den acht Umfüllstationen verteilt. Über die untere Ebene wiederum gelangen leere AutoStore®-Behälter zu den Arbeitsplätzen. Nach der Befüllung werden die Behälter zum automatischen Kleinteilelager befördert. Um sicherzustellen, dass diese das zulässige Maximalgewicht von 30 Kilogramm nicht überschreiten, erfolgt zuvor eine Gewichtskontrolle. Über Transferzellen werden Behälter selbsttätig und in einem Schritt von den AutoStore® -Robotern abgegeben und aufgenommen. Das kompakte Kleinteilelager AutoStore® selbst nimmt lediglich eine Fläche von 760 Quadratmetern ein. Es umfasst insgesamt mehr als 45.000 Behälter, die in verschiedene Fächer unterteilt sind und so mehrere unterschiedliche Produkte aufnehmen können.

Mit dem Abruf aus der Produktion startet der Kommissionier-Prozess, also die Bereitstellung der Ware an die interne Logistik, die die Materialien produktionsgerecht aufbereitet und für die Fertigung bereitstellt. Die Zusammenstellung der Aufträge erfolgt durch 34 mobile Roboter, die auf der Oberseite des AutoStore®-Systems fahren. Sie holen die Kisten aus dem Grid und bringen sie der Reihe nach an den Port, sodass die Mitarbeiter unterbrechungsfrei ihrer Kommissioniertätigkeit nachgehen können. Zuvor mussten sie hierfür lange Strecken zurücklegen, um die einzelnen Artikel zu kommissionieren. Mit derselben Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann Siemens dank AutoStore® nun mehr Aufträge in kürzerer Zeit abwickeln. „Gleichzeitig sorgt das System für deutlich weniger Fehler bei der Zusammenstellung“, so Carsten Sambo.

Für die Zukunft gerüstet
In der AutoStore®-Anlage können auf derselben Stellfläche ein bis zu vier Mal größerer Bestand untergebracht werden als in herkömmlichen Lagersystemen. „Der Vorteil des Systems ist die maximale Verdichtung des Lagers. Denn das Besondere an diesem Cube-Storage-System ist ein sich selbsttragendes Aluminium-Raster (Grid), dessen modularer Aufbau es erlaubt, Behälter dicht neben- und übereinander zu stapeln. Darüber hinaus ist es dezentral organisiert. Das heißt, fällt ein Roboter aus, läuft das System weiter, ohne das es zu einem Ausfall kommt“, erklärt Carsten Sambo und fügt an: „Im AutoStore® haben wir täglich Abrufe von über 7.000 verschiedenen Kommissionier-Positionen. Um morgens schnell auf die benötigte Ware zugreifen zu können, haben wir eine Prognose-Funktion für die Auslagerung bzw. Nachtschicht-Umlagerung programmiert.“ Über Nacht wird der Bedarf für den nächsten Tag geprüft. Die ermittelten Materialien werden aus den untersten Ebenen der AutoStore-Anlage in den oberen Bereich des Grids umgelagert. „Somit ist gewährleistet, dass mit dem Beginn der Frühschicht schnell auf die erforderlichen Behälter zugegriffen werden kann.“ Das Konzept zum Ablauf der neuen Intralogistik wurde in enger Kollaboration aller Beteiligten entwickelt. Am Ende zieht Carsten Sambo folgendes Resümee: „Mit dem neuen Lager sind wir für die Zukunft bestens gewappnet, da dessen Skalierbarkeit schon bei der Planung berücksichtigt wurde. Die Lager- und Kommissionier-Kapazitäten zu steigern sowie das Handling und die gesamte Lagerbewirtschaftung effizienter zu gestalten, wurden bestens erfüllt.“ Das die Produktionsversorgung störungsfrei aufrechterhalten werden konnte, war für den Projektleiter von Siemens ein persönliches Highlight. (RED)

 

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

LogiMAT 2022 Fachmesse mit Vorlauf: Intralogistik aus erster Hand

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Start der Intralogistikmesse LogiMAT, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart stattfindet. Auch im zweiten Teil der dreiteiligen Serie präsentiert Logistik Express vorab die interessantesten Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Die langjährigen Besucher der LogiMAT werden in diesem Jahr feststellen, dass sich der Charakter des Branchen-Events leicht verändert hat. Anders als früher finden die beliebten Foren nicht mehr in den Hallen, sondern ausschließlich im Eingangsbereich statt. Diese Corona-Schutzmaßnahme hat zur Folge, dass die Zahl der Fachvorträge während der drei Messetage deutlich gesunken ist.

Aus dieser Not machte der Veranstalter, die Münchner Euroexpo GmbH, eine Tugend.
Etliche Vorträge finden nun im Vorfeld der LogiMAT auf der digitalen Plattform LogiMAT.digital statt, die damit spürbar an Attraktivität gewonnen hat. Am 5. April stand zum Beispiel der LogPR-Thementag auf dem Programm. Hier ging es in zwölf moderierten Vorträgen um die Themen Automatisierung, Warehousemanagement und Disposition. Für potenzielle Besucher war das eine von vielen Möglichkeiten, sich gezielt auf die Messe vorzubereiten und einige der Top-Lösungen im Vorfeld zu betrachten. Apropos Top-Lösungen: Auch im zweiten Teil des Vorberichts stellen wir einige der herausragenden Exponate vor.

Handheld Germany stellt den neuen SP500X ScanPrinter vor. Die tragbare Scan-und-Druck-Lösung vereint 2D-Imaging, Tintenstrahldruck und drahtlose Kommunikation in einem Gerät. Der SP500X wurde für Logistikanwendungen mit hohen Volumina entwickelt, bei denen bei der Sortierung von Paketen manuell gescannt und etikettiert wird. Mit dem integrierten Drucker und Wi-Fi ist der SP500X echt mobil. Der SP500X verwendet eine patentierte Technologie von HP und druckt direkt auf Pakete und andere Oberflächen. Der leichte SP500X kann über 1.250 Scans und Ausdrucke pro Stunde erstellen. Er hat eine Lithium-Ionen-Batterie, die bis zu 5.000 Scans und Ausdrucke pro Ladung schafft. Die Druckerpatronen reichen für Tausende Ausdrucke. Die Batterie kann im laufenden Betrieb gewechselt werden, sodass Ausfallzeiten minimiert werden können. Durch die Wi-Fi-Kompatibilität lässt sich der SP500X ScanPrinter nahtlos in bestehende IT-Umgebungen integrieren und kommuniziert direkt mit den vorhandenen Back-End-System.

Das Supply Chain Technologieunternehmen Zetes präsentiert auf der LogiMAT in Halle 8, Stand A41 Innovationen für eine digitalisierte, vernetzte Lieferkette. Messebesucher erleben anhand von praxisnahen Anwendungsszenarien Supply Chain Management 4.0 zum Anfassen. So wird die Logistic Execution-Lösung ZetesMedea zur Digitalisierung von Lagerprozessen inklusive Voice-Kommissionierung und das RFID-/ImageID-Gate für eine kamerabasierte Palettenprüfung des Wareinein- und ausgangs zu sehen sein. Darüber hinaus sind Live-Demos des druckluftfreien Hochleistungs-Applikators MD 5000E zum ein-, zwei- oder dreiseitigen Etikettieren von Paletten in Kombination mit dem Packaging Execution System (PES) ZetesAtlas, des IND-Staplerterminals sowie der topaktuellen Mobilcomputer und Wearables führender Hersteller geplant.

Der Pick-by-Light-Spezialist KBS Industrieelektronik GmbH präsentiert ein neu entwickeltes Modul für die elektronische Füllstandüberwachung. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten des KBS Systems um die elektronische Nachfüllsteuerung von Bereitstellregalen (e-Kanban) erweitert. Um die elektronische Nachschubermittlung zu erleichtern hat KBS einen Sensor entwickelt, der eine automatische Füllstanderfassung nahtlos in bestehende oder neue Pick-by-Light-Systeme integrieren kann. Die hierbei eingesetzte Technologie ermöglicht es, dass nur noch ein Sensor je Durchlaufkanal zur Füllstanderfassung erforderlich ist und Kabelführungen innerhalb des Durchlaufkanals entfallen. Der Behälter-Füllstand wird dabei durch den Sensor kontinuierlich berührungslos überwacht. Sobald sich nur noch eine definierbare Mindestanzahl an Behältern im Regal befindet, meldet dies der Sensor an die Nachschubsteuerung. In Kombination mit einem Put-to-Light-Modul kann der aktuelle Status angezeigt und der Nachfüllprozess optimiert werden, indem die leucht-
starke Blickfangleuchte visuell unterstützt und so den Nachfüllprozess beschleunigt und
Beschickungsfehlern vorbeugt.

Das Schweizer Familienunternehmen Kern AG hat sich dem leidigen Thema der übergroßen Pakete und dem Füllmaterial aus Plastik im Onlinehandel gewidmet und ein umweltschonendes Verpackungssystem entwickelt: PackOnTime 2box stellt maßgeschneiderte Pakete her, die ganz ohne Verpackungsmaterial auskommen. In einem vollautomatisierten Prozess wird die Ware ausgemessen und die Daten weitergeleitet. Aus recycelter Wellpappe stellt die Maschine ein passendes Paket her – und das im Sieben-Sekunden-Takt. Der nachhaltige Nutzen liegt auf der Hand: kleinere Pakete, weniger Volumen, weniger Lastwagen auf der Straße.

Das Robotikunternehmen Magazino zeigt erstmals öffentlich die serienreife Version des mobilen Roboters SOTO. Der vollständig autonom arbeitende Roboter automatisiert die Materialversorgung in der produzierenden Industrie und bringt Kleinladungsträger (KLT) vom Lager bis zur Montagelinie – ganz ohne manuelle Zwischenschritte. Der Roboter ist bereits in mehreren Pilotprojekten im Einsatz. SOTO kombiniert die elementaren Prozessschritte in einer einzigen, vollständig autonomen Lösung: die Aufnahme von unterschiedlich großen KLT, der autonome Transport von mehreren KLT von Quelle zu Senke sowie die Abgabe in Durchlaufregale auf unterschiedlichen Höhen. Das Einsammeln von Leergut sowie die Rotation von Kleinladungsträgern um 90° bis 180° gehören ebenfalls zum Fähigkeiten-Repertoire des neuen Roboters.

Mettler Toledo stellt erstmalig in Deutschland die Lösung TLD970 vor, mit der während der Fahrt die Abmaße von Paletten am Gabelstapler gemessen werden können. In Kombination mit der Waage TLF820, welche am Gabelstapler angebaut wird, entsteht so eine dynamische Messlösung für Volumen, Gewicht und ID. Damit können Spediteure ohne Zeitverlust während der Lagerumschlags prüfen, ob die vom Kunden angegebenen Maße und Gewichte stimmen. Denn mit jeder Palette, die ohne Kontrolle transportiert wird, können Umsatzverluste entstehen. Selbst kleinste Übermaße von Paletten können bei der Beladung von LKWs große Probleme hervorrufen und die gesamte Lade- und Routenplanung gefährden.

Das TLD970 von Mettler Toledo ist ein an der Hallendecke montiertes Messystem, dass die Abmaße von Paletten am Gabelstapler mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h messen kann. Die Lösung ist so unauffällig integriert, dass man sie kaum bemerkt. Eine am Gabelträger montierte Waage vom Typ TLF820 und das Handscannersystem liefern zur Vervollständigung des Datensatzes das Gewicht und die ID der Palette. Ein optionales Staplerterminal führt den Fahrer durch den Messprozess und überträgt den Datensatz per WLAN an das übergeordnete IT-System des Anwenders.

Der Pick-by-Vision-Spezialist Picavi stellt den Lager-Mitarbeiter in den Fokus. Kernthema am Messestand ist neben neuen Funktionalitäten im Picavi-Ökosystem die Entwicklung einer intelligenten Analytik mit Hilfe neuronaler Netze zur Echtzeit-Optimierung im Lager. Die Lösung basiert auf einer Echtzeit-Datenerfassung mittels Datenbrille und der Nutzung dieser Daten zur Optimierung von Lagerprozessen und der Arbeitsplatzergonomie der Mitarbeiter. Picavi führt die Auswertung mit neuronalen Netzen durch. Auf dieser Basis erkennt das System eigenständig Optimierungspotenziale und schlägt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erfassung von Bewegungsmustern und deren Optimierung für eine bessere Ergonomie im Lager. So können beispielsweise wiederkehrende Bewegungen, wie z.B. häufiges Bücken, erkannt und anschließend Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Optimierung ergriffen werden.

Die KNAPP AG (Halle 3 auf Stand B05) zeigt neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen. Innovative Roboter und Software-Tools: KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Seit September 2021 trägt BITO-Lagertechnik (Halle 6 / Stand C31) die TÜV-Zertifizierung „Klimaneutralen Unternehmen“ und stellt auf der LogiMAT ihre hohen Grundsätze hinsichtlich Umweltschutz bzw. nachhaltiger Ressourcenschonung vor. Mit dem Fahrerlosen Behältertransporter LEO Locative ermöglicht BITO-Lagertechnik den Anwendern, den innerbetrieblichen Transport von Behältern oder Waren auf ganz einfache Art und Weise zu automatisieren, ohne dafür die komplette Infrastruktur verändern zu müssen. Die LEO-Produktfamilie wächst und passt sich den verschiedenen Marktrends an. LEO custom beispielsweise eignet sich als variable FTS-Lösung für die einfache Automatisierung des Materialtransports in der Produktion und lässt sich je nach Einsatz um individuelle Aufbauten ergänzen. Das LEO-System ist in allen Ausführungen ein unkomplizierter Schritt in Richtung Industrie 4.0. Es funktioniert ohne W-LAN und IT und kann vom Nutzer problemlos selbst installiert und in Betrieb genommen werden. Auf der LogiMAT 2022 stellt BITO-Lagertechnik die neuesten Weiterentwicklungen der LEO-Familie vor und zeigt, wie sich das System unkompliziert in unterschiedliche Prozesse einbinden lässt.

Die TGW Logistics Group (Halle 5 / Stand C13) hat sich für das digitale Zeitalter mit modernen Technologien aufgestellt und zeigt als Systemintegrator das Spektrum seiner digitalen Services. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage: von der Planung über die Realisierung bis zum laufenden Betrieb. Dabei stehen Innovationen im Fokus, die Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden.Der TGW-Stand setzt auf ein offenes Kommunikationskonzept. Neben Modulen, Systemen und Lösungen rücken auch Referenzprojekte mit namhaften Kunden in den Fokus, bspw. Coop, PUMA, Fource, Engelbert Strauss.

SSI Schäfer deckt diese komplexe Bandbreite ab und präsentiert auf der LogiMAT 2022, wie seine Kunden mit zukunftsfähiger Intralogistik einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Auf dem Messestand in Halle 1 zeigt SSI Schäfer, wie kleinere und mittelständische Unternehmen Abläufe teilautomatisieren können – auf einfache Weise im Sinne von „Plug & Play“ und zu attraktiven Kosten. Im Ergebnis werden die Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse beschleunigt, der vorhandene Raum effektiver genutzt und ergonomische Arbeitsabläufe garantiert. Bausteine dieser Lösungen sind unter anderem Fahrerlose Transportsysteme, Verschieberegalsysteme, Kanallager- Applikationen mit dem SSI ORBITER® und der Lagerlift SSI LOGIMAT®, die auf der Messe ausgestellt werden. Ein besonderes Highlight auf dem Messestand ist das Exponat zur Vertical Farming Lösung, die SSI Schäfer (Halle 1 D21) als offizieller Partner des Konsortiums des Deutschen Pavillons gerade erst auf der Expo 2020 in Dubai vorstellte. Die innovative wie nachhaltige Lösung wurde in Zusammenarbeit mit Infarm, dem schnell wachsenden Urban Farming Unternehmen mit weltweiter Präsenz, entwickelt und wird nun in Europa präsentiert.

Innovation ist nicht länger eine Option. Es ist eine Notwendigkeit, BEYOND zu gehen. Wir als Dematic freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch in diesem Jahr wieder an der führenden EMEA-Messe Logimat 2022 teilnehmen werden, die vom 1. März bis zum 2. Juni in Stuttgart, Deutschland, stattfindet. Zusammen mit einem neuen Standkonzept und spannenden Showcases werden wir in Halle 1, Stand 1B37 zu finden sein. Als Unternehmen mit einem starken sustainable und sehr digitalen Mind-Set, werden wir uns im Jahr 2022 auf den ganzheitlichen Ansatz unserer Lösungen > Services > Software konzentrieren, um die Zukunftsmärkte F&B, Grocery, General Merchandise, e-Com/e-Grocery und Durable Manufacturing fokussieren.

Seit 2003 ist Element Logic (Halle 1, Stand 1H21) AutoStore-Partner. Als weltweit erster offizieller AutoStore-Integrator hat Element Logic seither mehr als 150 AutoStore-Lager installiert und ist europaweit Marktführer für AutoStore-Lösungen in Europa. Element Logic, der weltweit erfolgreichste AutoStore-Distributor des vergangenen Jahres, präsentiert innovative Neuentwicklungen auf Basis bewährter Standards mit individuellem Zuschnitt. Das in Stuttgart vorgestellte Produkt- und Leistungsspektrum reicht ausgehend von einer kompletten AutoStore-Anlage mit automatisierter Behälterandienung über integrierte Einzelstückkommissionierung per Roboter bis hin zu Peripheriegeräten, Lagerverwaltungs- und Steuerungssoftware sowie umfassenden After-Sales-Services.

Das Unternehmen AM Logistic Solutions GmbH (Halle 1 / Stand B31) konzipiert und realisiert als Generalunternehmer Logistikprojekte, die sämtliche am Markt verfügbaren Intralogistiksysteme integrieren: Automatische Kleinteilelager (AKL), AutoStore, Co-Bots, autonome mobile Roboter (AMR), Regalbediengeräte und Shuttle. Fördertechnik, IT-Lösungen, Retrofit-Sanierungen sowie 24/7-Anlagenservice und Wartung runden das Leistungsportfolio ab. Die AM Logistic Solutions ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Royal Reesink Gruppe und Teil der Reesink Logistic Solutions Division.

Wir bei Vanderlande kennen die Lagerautomatisierung in- und auswendig. Unser Fachwissen und unsere Erfahrung, die wir in den letzten 70 Jahren gesammelt haben, sind schlichtweg unübertroffen. Und all dieses Know-how steht Ihnen zur Verfügung. Lassen Sie sich von unseren Ingenieuren auf der LogiMAT von unseren Robotik- und autonomen Fahrzeuglösungen inspirieren und finden Sie heraus, warum wir der Meinung sind, dass diese innovative Technologie nicht isoliert funktionieren sollte, sondern wirklich in den Lagerfluss eingebettet werden muss. Entdecken Sie die neuesten Erkenntnisse über die einzigartige ADAPTO-Shuttle-Technologie von Vanderlande – unser automatisches 3D-Ein-/Auslagersystem mit integrierten Sortier- und Sequenzierungsfunktionen. Oder erfahren Sie, warum unsere adaptiven Taschensysteme, wie AIRPICK, die beste Lösung für Ihre Anforderungen sein könnten.

Die Fluxus Solutions GmbH (Halle 5, Stand C01) präsentiert auf der LogiMat 2022 zum ersten mal Lösungen und Dienstleistungen rund um die Themen Intralogisitk und Materialfluss. Zum Produktportfolio gehören das Paletten-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics PFS, Paletten-Einschubregalsysteme FXS Dynamics PPS & FXS Dynamics TSS, Gefällerollenbahnen FXS Dynamics GRC, Karton-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics CFS sowie das Shuttleregalsystem FXS Automation GRC und ein automatisches Palettenregalsystem FXS Automation APS.

Die IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH untermauern ihre Intralogistik-Kompetenz für hochautomatisierte SAP-gesteuerte Intralogistik-Anlagen. So beteiligt sich IGZ an dem „LogiMAT Digital“-Event am 12. Mai mit dem Vortrag „Logistikplanung mit SAP Fokus“. Ebenso sind die SAP Ingenieure in Stuttgart vertreten in Halle 1 (Stand B25) und Halle 8 (Stand B47).  (RED)

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

LogiMAT: Innovationen für Automatisierung und die digitale Transformation

Auf der LogiMAT 2022 belegen die internationalen Aussteller im Bereich Anlagen- und Fördertechnik dreieinhalb von insgesamt zehn Hallen auf dem Stuttgarter Messegelände und präsentieren ein umfassendes Lösungsspektrum für die zunehmenden Anforderungen von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Damit bietet die Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement den Fachbesuchern einen weitreichenden Überblick und entscheidende Orientierungshilfen zur zukunftsfähigen Ausrichtung ihrer Intralogistik.

Der andauernde Fachkräftemangel bei gleichzeitig wachsendem Volumen des Onlinehandels prägen gegenwärtig die Nachfrage und die Entwicklungstrends im Segment der Anlagen- und Fördertechnik. Die aktuellen Lösungsangebote für die Intralogistik, das unterstreichen die Hersteller und Systemintegratoren mit ihren Exponaten auf der LogiMAT 2022, zielen daher auf weitere Automatisierung der Intralogistik-Prozesse, Digitalisierung der Daten und Datenströme sowie Flexibilität durch mitwachsende Lösungen. Hinzu kommt unter dem Stichwort „Green Logistics“ der Trend zu nachhaltigen Lösungen und ressourcenoptimierten Prozessen. Dementsprechend fokussieren die Materialfluss- und Anlagenkonzepte für die Intralogistik kompakte, energieeffiziente Anlagentechnik sowie – mit Blick auf volatile Nachfragesituationen – weitgehende Flexibilität bei Gestaltung und Skalierbarkeit von Systemen und Lösungen. „Die vornehmlichen Treiber für die Weiterentwicklung im Bereich der Anlagentechnik sind bereits aus den vergangenen Jahren bekannt,“, erklärt Messeleiter Michael Ruchty vom LogiMAT-Veranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH, München. „Die Pandemie hat sie allerdings noch einmal verstärkt und ihre Auswirkungen auf die Anforderungen an Intralogistik sowie auf Hersteller und Anbieter deutlich forciert. Welches aktuelle Lösungsspektrum die internationalen Fördertechnik-, System- und Anlagenbauer für Automatisierung, Digitalisierung und Flexibilität in der Intralogistik bieten, präsentieren sie Interessenten und dem Fachpublikum vom 31. Mai bis 2. Juni auf der LogiMAT 2022 in dreieinhalb Hallen auf dem Stuttgarter Messegelände.“

In den Hallen 1 – nebst Galerie –, 3 und 5 sowie weiten Teilen der Halle 7 veranschaulichen die Exponate der Hersteller und Systemintegratoren eine vermehrte Integration modernster Technologien wie Robotik, Bilderfassung und Minimalisierung bei den System- und Steuerungselementen. Parallel dazu werden zunehmend die Prozesse einer installierten Regal- und Fördertechnik mit mobilen Komponenten wie etwa automatisierten Staplern oder Fahrerlose Transport Fahrzeuge (FTF) vernetzt und miteinander koordiniert. So stellen die Maschinen- und Anlagenbauer, Systemanbieter und -integratoren als stärkste Ausstellergruppe auf der LogiMAT 2022 in Stuttgart unter anderem neue Shuttlesysteme, Carry-Robots, autonom arbeitende Pickroboter und platzsparende Sortierlösungen vor. Sie präsentieren innovative Kommissionierautomaten und Fördertechnik-Komponenten sowie neuartige Taschensorter und Cobots für Picking und Palettierung. Mehrere Systemintegratoren sind zudem mit AutoStore-Anlagen vor Ort und zeigen die jüngsten Komponenten und Ergänzungen für das automatisierte Lagersystem. Weitere Exponate fokussieren IT-gestützte Leistungsoptimierungen durch System- und Datenvernetzung für durchgängigen Datentransfer und umfassende -analysen.

Insbesondere bei Prozesssteuerung, Analysen, Wartung und Services werden dabei immer öfter Methoden und Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) eingebunden. „Vernetzte Intralogistiksysteme, die lernfähig sind und sich selbst optimieren können, werden schon in naher Zukunft eine große Rolle spielen“, betont Johann Steinkellner, CEO Central Europe bei TGW Logistics Group (Halle 5, Stand C13). Der österreichische Systemintegrator präsentiert auf der LogiMAT 2022 neben aktuellen Entwicklungen bei Modulen, Systemen und Lösungen für automatisierte Anlagen Software-Modelle für die Systemvernetzung. Dabei werden Daten von sämtlichen Anwendungen, Produkten und Lösungen gesammelt und in einem einheitlichen System ausgewertet, visualisiert und für weitere Optimierungen genutzt.

 

Repräsentativer Querschnitt durch das aktuelle Lösungsspektrum.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen investieren viele Unternehmen in die Modernisierung ihrer Intralogistik-Ausstattung und die Optimierung ihrer Prozesse. Entsprechend zeigen sich die Auftragsbücher der Maschinen- und Anlagenbauer gegenwärtig prall gefüllt. Binnen Jahresfrist, so die Zahlen des Branchenverbands VDMA, hat die Branche in Deutschland 2021 einen Auftragszuwachs von real 32 Prozent erzielt. In das laufende Jahr sind die Unternehmen mit einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand von 10,9 Monaten gestartet – sind also schon zu Jahresbeginn bis November ausgebucht gewesen. Gleichwohl wollen sie dem internationalen Fachpublikum ihre aktuellen Produktentwicklungen präsentieren und weitere Vertragsabschlüsse erzielen. „Wir freuen uns, 2022 endlich wieder live interessante Produktinnovationen zeigen zu können“, so Sebastian Krayenborg, Geschäftsführer Karl-H. Bartels GmbH (Halle 1, Stand B69). Dafür bietet die LogiMAT als bewährte Präsentations-, Informations- und Kommunikationsplattform mit dem Charakter einer Arbeitsmesse das optimale Umfeld.

Die von den Unternehmen auf der LogiMAT gezeigten neuen Einzelkomponenten und jüngst entwickelten vollautomatisierten Anlagen bilden einen repräsentativen Querschnitt durch das aktuelle Lösungsspektrum für effiziente Intralogistik in Industrie und Handel. So kommt etwa die Rocketsolution GmbH (Halle 1, Galerie, Stand OG71) mit ihrem neuen Shuttle-System „RSX1“ nach Stuttgart. Die Technologie-Neuheit zielt auf maximale Verdichtung bei größtmöglicher Leistung automatisierter Lagersysteme. Die Körber Supply Chain Automation GmbH (Halle 1, Stand C34) zeigt in Stuttgart verschiedene Automatisierungs- und Materialtransportlösungen, darunter ein neues Shuttle-System sowie die KI-gestützte „Operator-Eye“-Technologie zur Fehlerbehebung und -vermeidung bei vollautomatisierter Lagenkommissionierung.

Stock Solutions und Streicher Maschinenbau GmbH & Co. KG präsentieren im Eingang Ost, Stand E080, mit ihrem Kooperationsprojekt „iQS“ ein flexibles Shuttle für Standard-Regale sowie Klein- und Großladungsträger. Mit der hoch performanten Lösung sollen sich auch bereits installierte automatische Kleinteilelager nachrüsten lassen. Die Extor GmbH (Halle 5, Stand G69) stellt das kompakte Lagersystem „RoverLog“ aus. Das System stapelt Ladungsträger per Hubtisch in die Höhe, kommt bei der Lagerung mittelgroßer Artikel komplett ohne Stapler, Fördertechnik, Paletten oder Sorter-Anlagen aus und soll manuelle Kommissionierprozesse ebenso wie die Lauf-, Stapler- und Hochkommissionierung im Schmalgang automatisieren oder ersetzen.

 

Roboter für gesteigerte Dynamik.
Neue Lösungen zur Steigerung von Prozesseffizienz und Genauigkeit bei Lagerung und Kommissionierung stellen unter anderem der Cube Storage Pionier AutoStore (Halle 1, Stand B61) und die Element Logic GmbH (Halle 1, Stand H21) sowie die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH (Halle 1, Stand C03), die Knapp AG (Halle 3, Stand B05) und der niederländische Systemintegrator Inther Group (Halle 5, Stand B50) auf der LogiMAT vor. AutoStore kündigt neben einem neuen, integrierbaren CarouselPort für die Anlagen unter anderem die Vorstellung verschiedener Branchenlösungen an. Element Logic präsentiert als einer von mehreren Ausstellern mit AutoStore-Anlagen auf der LogiMAT 2022 weitere innovative Neuentwicklungen des kompakten, automatisierten Lager- und Kommissioniersystems. Dazu zählen die neuen „R5+-Robots“ von AutoStore, neue Systembehälter mit bis zu 425 Millimetern Höhe und der AutoStore „Bin-Lift2“, ein neuer robuster Vertikallift für mehrstöckige Lager. Weitere Peripheriegeräte für AutoStore-Anlagen zeigen unter anderem die Picavi GmbH (Halle 7, Stand D08) mit einer assistierenden Pick-by-vision-Lösung zur visuellen Führung und weiteren Steigerung der Kommissionierqualität und die AM Logistic Solutions GmbH (Halle 1, Stand B31) mit dem neuen „RiCO-bot“. Der mit einem Knickarm ausgestattete RiCO-bot orientiert sich über 3D-Optik selbstständig, kann Kleinteile autonom erkennen und handhaben und ist als Ergänzung zu automatisierten Lagersystemen wie AutoStore konzipiert, um deren Systemleistung auf die automatisierten Prozesse in Wareneingang und Versand auszuweiten.

Gesteigerte Dynamik bei Lagerung und Kommissionierung versprechen neben der Einbindung von Roboter-Technologie systemische Neuentwicklungen wie etwa das automatische Lager- und Kommissioniersystem „Smart-Flexdepot“ der AMI Förder- und Lagertechnik GmbH (Halle 1, Stand C03). Nach Aussage des Herstellers bietet der Kommissionierautomat kontinuierlichen Bestandsabgleich mit dem Warenwirtschaftssystem, den „aktuellen Höchstwert für das Lager-Nutzvolumen und damit maximale Verfügbarkeit“. Die Knapp AG (Halle 3, Stand B05) zeigt auf der LogiMAT gleich mehrere Neuheiten. Erstmals präsentiert das Unternehmen mit „AutoPocket“ dem Fachpublikum ein völlig neuartiges Taschensorter-System. Zudem werden Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter „Open Shuttles“ sowie die neueste Generation des mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters „Pick-it-Easy Robot“ gezeigt.

 

FTF als barrierefreie Alternative zur fest installierten Fördertechnik.
Als einer von weltweit lediglich drei Herstellern der A-Frame-Technologie präsentiert der niederländische Systemintegrator Inther Group auf der LogiMAT 2022 (Halle 5, Stand B50) erstmals das jüngste Modell aus diesem Technologie-Segment für effiziente Intralogistik. Mit der von Inther perfektionierten Technologie bietet der Systemintegrator eine hocheffiziente Lösung mit 1.200 Zugriffen pro Stunde bei der vollautomatisierten Artikelkommissionierung großvolumiger Aufträge im Kleinteilesegment. Als weitere spezielle Produktvorstellung steht der stationäre Einzelstück-Pickroboter „Gripp“ (Gantry Robotic Intelligent Piece Picker) im Fokus.

Weitere Optionen für die Einbindung von Robotern in die Kommissionierprozesse sind bei der J. Schmalz GmbH (Halle 7, Stand C05) zu sehen. Zwei Demozellen mit Cobots für Picking und Palettieren zeigen Anwendungsbeispiele aus dem Bereich Bin Picking und Palettieren/Depalettieren. Eine Neuheit dabei: das Vakuum-Lagengreifsystem „ZLW“ für lageweises Anheben von Paketen, Gläsern oder anderen Werkstücken. In der zweiten Demozelle wird eine kamerabasierte Vision & Handling-Lösung mit Bildverarbeitung für den Griff in die Kiste vorgestellt. Das End-of-Arm-Ecosystem „Match“ ermöglicht dabei schnellen, automatisierten Greiferwechsel. Ebenfalls ausgelegt auf das roboterbasierte Handling von Gebinden sind die neuen Robotersysteme, die die Premium Robotics GmbH (Halle 7, Stand C30) auf der LogiMAT erstmals präsentiert. Die Roboter mit Bildverarbeitung, Sensorik und einem Greifsystem arbeiten ohne Lagen-Depalettierer, Shuttle-Zwischenlager oder Fördertechnik und können beispielsweise instabile Gebinde aus der Konsumgüterindustrie ganz direkt von einer Lagerpalette auf eine Lieferpalette umsetzen.

Neben der Konzentration von Neuentwicklungen im Bereich der Automated Guided Vehicle (AGV) in Halle 2 auf dem Stuttgarter Messegelände stellen auch mehrere Flurförderzeuge-Hersteller sowie zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer ihre Lösungen in den Bereichen autonome mobile Roboter (AMR), Carrybots und Fahrerlose Transport Fahrzeuge (FTF) als barrierefreie Transportalternative zur fest installierten Fördertechnik vor. So präsentiert etwa die Geekplus Europe GmbH (Halle 7, Stand D51) mit dem „RoboShuttle“ ein AMR-System, das durch den Einsatz von Robotern eine deutliche Lagerverdichtung verspricht. Schlüsselkomponente des RoboShuttle-Systems ist der „RS8-DA“, nach Einschätzung des Herstellers der höchste AMR im Markt, der Regale mit einer Höhe von mehr als acht Metern bedienen kann. Die Carrybots GmbH (Halle 5, Stand B67) zeigt in Stuttgart erstmals ihr fahrerloses Transportsystem „Herbie“ im neuen Design. Das FTF mit modular erweiterbarem Systemaufbau wurde als kosteneffiziente Startlösungen speziell für den Transport von Kleinladungsträgern und ähnlichen Transportgütern entwickelt.

 

Einstiegslösungen für durchgängige Prozessautomatisierung und Vernetzung.
Auch im Bereich der stationären Fördertechnik unterstreichen die internationalen Aussteller auf der LogiMAT 2022 mit zahlreichen Exponaten die Innovationskraft und Lösungskompetenz der Maschinen- und Anlagenbauer. Die Gebhardt Intralogistics Group (Halle 5, Stand B71) etwa kommt neben FTF „Karis“ und Shuttlesystem „StoreBiter MLS“ mit der Premierenpräsentation einer neuen Sortiertechnologie speziell für kompakte Lager nach Stuttgart. Die platzsparende „SpeedSorter line“ ist vertikal aufgebaut und bietet an beiden Sorterseiten eine variable Anzahl von Endstellen für hohe Sortierleistung und Flexibilität auf kleinstem Raum. Mit einer neu entwickelten, eigenständigen Behälterfördertechnik, die auf der LogiMAT 2022 erstmals zu sehen ist, stellt die Dambach Lagersysteme GmbH & Co. KG (Halle 1, Stand F41) eine Lösung für den Warenfluss in Vorzonen automatisierter Lagersysteme vor. Die Fördertechnikkomponente, die speziell für Dambach-Anlagen entwickelt wurde, soll künftig mit weiteren Innovationen als systemunabhängige Einzelkomponente angeboten werden.

Mit einer „Revolution unter den Palettenmagazinen“, so Bartels-Geschäftsführer Sebastian Krayenborg, kommt die Karl-H. Bartels GmbH (Halle 1, Stand B69) nach Stuttgart. Neben Treppensteigern zeigt das Unternehmen erstmals das Palettenmagazin „DStacker“. Es ist auf sehr hohen Palettenumschlag in einem Kommissionierlager ausgelegt und gibt alle 10 Sekunden eine von bis zu 55 Paletten aus. Zudem, ein deutlich nachhaltiger Aspekt, kommt der „DStacker“ komplett ohne Stromanschluss, Pneumatik oder Hydraulik aus. Die Schmale Logtec GmbH (Halle 3, Stand C53) präsentiert neben der neu entwickelten Produktlinie „AGV Connect“ als Live-Exponat eine ganzheitlich konzipierte Übergabestation für das Be- und Entladen Fahrerloser Transportsysteme (FTS), die neben Effizienzvorteilen einen komfortablen Einstieg in durchgängige Prozessautomatisierung und Vernetzung bieten soll.

Die internationalen Aussteller aus dem Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus, das zeigt diese willkürliche Auswahl von Neuheiten auf der LogiMAT 2022, halten für das Fachpublikum eine Vielzahl an Innovationen und Lösungsoptionen für effiziente Warehousing-Prozesse bereit. Die Systementwickler und Anbieter präsentieren mit kompakten, flexibel skalierbaren Lager- und Kommissioniersystemen einerseits die neusten Komponenten, Geräte und Einzelsysteme in den Bereichen der stationären und fest installierten automatisierten Anlagen- und Fördertechnik. Andererseits stellen sie mit Fahrerlosen Transportfahrzeugen und jüngsten Shuttle-Lösungen mobile Alternativen für die innerbetrieblichen Transporte, für die Produktionsversorgung und eine automatisierte Bedienung von Regalsystemen vor. „Ein umfassender Querschnitt und Überblick über die jüngsten Innovationen und Lösungsangebote, die die Maschinen- und Anlagenbauer, Systemanbieter und -integratoren gegenwärtig für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Intralogistik anbieten“, fasst Messeleiter Ruchty zusammen. „Auf der LogiMAT können die Fachbesucher diese Neuheiten und zahlreiche Produktpremieren endlich wieder direkt in Augenschein nehmen, sie miteinander vergleichen und für fachkundige Informationen und Abstimmungen mit den Anbietern vis-a-vis ins Gespräch kommen. Ein Nutzwert von derartiger Quantität und Qualität wird Interessenten und Fachpublikum nirgendwo sonst geboten.“

Veranstalter: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH
Joseph-Dollinger-Bogen 7, 80807 München
Tel.: +49 (0)89 32391-259 | Fax: +49 (0)89 32391-246
www.logimat-messe.de | www.logimat.digital


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

LogiMAT: Geballte Fachkompetenz rund um Stapler und Co.

Auf der Internationalen Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement präsentieren die weltweit führenden Flurförderzeuge-Hersteller dem internationalen Fachpublikum die aktuellsten Neuentwicklungen und Produktinnovationen im Bereich der mobilen Lagertransporte. Der kompakte Überblick mit zahlreichen Premieren untermauert den Stellenwert der LogiMAT als international bedeutendste Fachmesse der Branche.

Mit den Exponaten, die die Aussteller der Flurförderzeuge-Branche auf der LogiMAT 2022 vorstellen, unterstreicht die Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement aktuell prägende Branchentrends. Hintergrund: Der globale Material-Handling-Markt hat im Jahr 2021 erneut die Dynamik der Vorjahre übertroffen. Alle namhaften Hersteller weisen in ihren Jahresbilanzen ein deutlich zweistelliges Wachstum aus. Jungheinrich etwa verzeichnet für 2021 „das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner Unternehmensgeschichte“. Der Auftragseingang stieg um 45 Prozent. Die Kion Group, unter anderem mit den Konzerntöchtern Linde Material Handling, Still GmbH und Baoli EMEA S.p.A. auf der LogiMAT 2022 vertreten, vermeldet für das abgelaufene Jahr im Bereich Industrial Trucks & Services (ITS), zu dem die Flurförderzeuge und verbundenen Dienstleistungen in der Group zählen, beim Neufahrzeuggeschäft ein Plus von 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt legte die Zahl der Neubestellungen im Vorjahresvergleich um 51,0 Prozent zu. Größtes Wachstum bei den Auftragseingängen weisen dabei die Gegengewichtsstapler auf – mit einem spürbaren Trend Richtung Elektrostapler.

Diese positiven Bilanzen, das belegen die Aussteller der FFZ-Branche mit ihren Exponaten auf der LogiMAT 2022, bilden zugleich mehrere aktuelle Trends im FFZ-Segment ab. Zum einen sind Mobilität und Materialflüsse im Lager offenbar weiterhin gestützt auf den Einsatz von Flurförderzeugen: Geräte der Klassen 1 bis 3 wie etwa Hubwagen, Routenzüge, Gegengewichts-, Deichsel-, Gelenk- und Schubmaststapler oder Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF). Zweitens werden sie technologisch, über die unterschiedlichen Handlings- und Staplerprozesse hinweg, elektromotorisch unterstützt und zunehmend automatisiert. Ein dritter, perspektivisch ausgerichteter Trend, der sich mit Blick auf die Exponate daraus indirekt ablesen lässt, ist das hohe Engagement und wirtschaftliche Interesse der Hersteller im Bereich von FTF und Automatisierten Mobilen Robotern (AMR).

Nahezu alle FFZ-Hersteller sind in diesem Segment bereits im Markt vertreten. Unter Einbindung von Sensorik sowie Methoden und Verfahren Künstlicher Intelligenz (KI) wird dabei die Entwicklungen Richtung autonom agierender Transportfahrzeuge verfolgt. So arbeitet etwa Still (Halle 10, Stand B41) auf Basis des Kommissionierers OPX iGo neo, der bereits autonom im Regalgang unterwegs ist, als deutscher Vertreter im europäischen Forschungsprojekt IMOCO (Intelligent Motion Control) mit, um FTF und AMR zu gänzlich autonom fahrenden Fahrzeugen weiter zu entwickeln. An ähnlichen Entwicklungen arbeitet die Jungheinrich AG (Halle 9, Stand B05).

Neben Exponaten auf den Ständen der FFZ-Hersteller ist das FTF- und AMR-Segment auf der LogiMAT 2022, erstmals insbesondere in der gesamten Halle 2 nebst Foyer konzentriert. Mehr als 80 Aussteller zeigen dem internationalen Fachpublikum dort ihre jüngsten Entwicklungen für FTF- und Roboter-basierte Automatisierung in der Intralogistik.

 

Plattformtransporter mit bis zu 65 Tonnen Traglast.
Auf der LogiMAT 2022 sind die internationalen FFZ-Hersteller aber vor allem im Segment der manuell geführten Flurförderzeuge mit den jüngsten Neuentwicklungen ihrer Geräte und deren Ausstattung vertreten. Mit zahlreichen Premieren präsentiert neben allen führenden Marktplayern nahezu die komplette Riege der internationalen Flurförderzeuge-Hersteller in den Hallen 9 und 10 ihr aktuelles Produkt- und Leistungsspektrum. Die Neuvorstellungen reichen von Geräten der Klassen 1 bis 3 über Zubehör und Anbaugeräte, Fahrerassistenz- und Flottenmanagementsystemen bis zu den jüngsten Lösungsangeboten in den Bereichen Antriebsalternativen, Batterie- und Energiemanagement. „Wir freuen uns darauf, auf der LogiMAT unsere Freunde endlich wieder bei einer physischen Veranstaltung auf unserem Stand zu treffen und wieder mit ihnen in Kontakt treten zu können“, charakterisiert Blade Feng, Forklift Business Unit Director, BYD Europe BV (Halle 10, Stand G61), die Stimmung unter den Herstellern. „Wir können es kaum erwarten, allen Besuchern unsere erweiterten alternativen Materialien und Handhabungslösung vorzustellen.“

Der Rothauspark und die Außenflächen zwischen den Hallen bieten Herstellern wie Jungheinrich und Linde zudem die Möglichkeit dem internationalen Fachpublikum ihre neuesten Stapler der Klassen 4 und 5 mit Verbrennungsmotor, ausgelegt auf die Abgasstufe 5, in Live-Demonstrationen vorzustellen. „Das zusätzliche Outdoor-Areal auf dem Messegelände ist der perfekte Ort, um die zahlreichen Verbesserungen und Vorteile der neuen Shooting-Stars mit ihren verschiedenen Antriebsarten Diesel, Treibgas, Elektro erlebbar zu machen und in Aktion zu zeigen“, urteilt Stefan Prokosch, SVP Brand Management Linde Material Handling (Halle 10, B21).

Die Jungheinrich AG, die sich inzwischen deutlich auch im Bereich der Lagertechnik und automatisierten Lagersysteme engagiert, hat bereits die Präsentation mindestens einer Premiere und mehrere Neuheiten angekündigt. Sicher wird darunter der wendige, kompakte Routenzug LiftLiner® für die Jungheinrich Elektro-Schlepper der EZS-Baureihen 1, 3 und 5 zu sehen sein. Überdies hat der Hamburger Hersteller zu Jahresbeginn als Neuheit einen Schmalgangstapler vorgestellt, der auf fahrerlose Einsätze als autonom fahrendes Flurförderzeug ausgelegt ist. Auch mit dessen Vorstellung kann man wohl rechnen.

Die Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG (Halle 10, Stand D05) zeigt dem Fachpublikum erstmals einen selbstfahrenden Plattformtransporter aus dem „SFX“-Baukasten mit Traglastvarianten von 25 Tonnen, 40 Tonnen und 65 Tonnen. Der Transporter ist für manuelle Anwendungen im Innen- und Außenbereich konzipiert und lässt sich in modularer Bauweise mit verschiedenen Lenksystemen und einem Plattformhub ausstatten oder als FTF auslegen. Still fokussiert sich beim Messeauftritt in Stuttgart auf die Präsentation von AMR-Fahrzeugen aus der neuen ACH-Baureihe, die erstmal öffentlich zu sehen sein wird. Die AMR werden den Fachbesuchern in Symbiose mit automatisierten Vertikalförderern wie Schubmast- oder Schmalgangstaplern vorgestellt. Zudem wird der Hersteller auf der LogiMAT 2022 sicher die neuen Baureihen „LXT 120-350“ und „LXW 20-30“ seiner elektrisch angetriebenen Schlepp- und Transportfahrzeuge vorstellen. Als Assistenzsystem kommt dabei die „Descent Speed Regulation (DSR)“ zum Einsatz. Die last- und neigewinkelabhängige Geschwindigkeitsregulierung soll mehr Sicherheit bieten und eine erhöhte Umschlagleistung bei Rampenfahrten unterstützen.

 

Premiere neuer Elektro-Gegengewichtsstapler.
Hyster Europe (Halle 10, Stand C10) rückt mit der Vorstellung emissionsarmer und emissionsfreier Stapler das Thema „Powering YOUR Possibilities” in den Mittelpunkt des Messeauftritts in Stuttgart. Dabei bieten etwa die neuen Hyster®“J10-18XD“-Modelle mit Lithium-Ionen-Batterie eine Tragfähigkeit von bis zu 18 Tonnen. Die emissionsfreien Elektrostapler sollen in ihrer Leistung dem Vergleich mit Verbrennungsmotoren standhalten. Die Besucher der LogiMAT 2022 werden zudem zu den ersten Interessenten in Europa gehören, die das Debüt des neuen BYD-Gabelstaplers „ECB20S“ und der neuen „SEF“-Gegengewichtsserie des Herstellers miterleben können. Der Dreirad-Gegengewichtsstapler ECB20S bietet eine elektrische Feststellbremse, das neueste energiesparende Batteriemanagementsystem des Herstellers sowie ein überarbeitetes Hydrauliksystem und ist mit zwei Batterieoptionen verfügbar. Weitere Exponate zielen mit Tools auf Transparenz im Flottenmanagement sowie die Optimierung von Energieverbrauch und Batteriemanagement über Ferndiagnosen.

Dem Herstellernamen alle Ehre macht ein neuer Gegengewichtsstapler des schwedischen Herstellers Semax Material Handling AB (Halle 10, Stand G75), der erstmals auf der LogiMAT zu sehen ist. „Se max“ heißt ins Deutsche übersetzt „maximal sehen“. Das ist Programm für den neuen, kompakten Stapler, der mit dem Mast hinter der Kabine den Fahrern viel freie Sicht und ein smartes Handling transportempfindlicher Güter ermöglicht. Integrierter Teleskopvorschub, 0-900 mm (Option), schafft dabei eine markante Reichweite für präzises Warenhandling.

 

Nachrüstbares Assistenzsystem.
Mit Neuentwicklung bei den Zusatzausstattungen und Anbaugeräten sind überdies beispielsweise die PowerFleet GmbH (Halle 10, Stand C77), die Abertax Technologies Ltd. (Halle 10, Stand C29) und die Durwen Maschinenbau GmbH (Halle 10, Stand B39) in Stuttgart vertreten. PowerFleet zeigt mit der Messeneuheit „VAI-100“ ein kamerabasiertes Personen- und Fahrzeug-Warnsystem. Das nachrüstbare Assistenzsystem für Flurförderzeuge nutzt Künstliche Intelligenz (KI) zur Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Hindernissen in seinem Arbeitsumfeld. Bei Unterschreitung eines konfigurierten Sicherheitsabstandes wird der Staplerfahrer unmittelbar visuell und akustisch vor Objekten in der Nähe gewarnt. Gekoppelt mit Flottenmanagement-System „VisionPro“ können Auswertungen über die Verletzung von Sicherheitszonen vorgenommen und im Visibility-Tool der Software angezeigt werden.

Abertax Technologies präsentiert mit der „Non-Metallic Liquid Level Sensor Electrode“ eine neuartige patentierte, metallfreie Sonde zur Füllstandsmessung von Batterieelektrolyt bei elektronischen Produkten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sonden auf Stahl- oder Bleibasis sind die neuen Füllstandsmesser korrosionsfrei und ermöglichen die unkritische Handhabung bei der Installation. Durwen stellt auf der LogiMAT 2022 eine repräsentative Auswahl ihrer wichtigsten Anbaugerätevor. Dazu zählen etwa Zinkenverstellgeräte mit SmartForks als Plug-in-Play-Lösung, eine Papierrollenklammer in 180°-Ausführung und Zinkenverstellgeräte in Kombination mit Teleskopgabelzinken. Als Innovationen wertet der Hersteller einen neuartigen Klemm-/Abschieber und eine neue Schneidballenklammer zum automatisierten Entdrahten. An unterschiedlichsten Ballen beispielsweise in der Altpapier- und Recyclingindustrie kappt die Neuentwicklung die Transport-Haltedrähte. Dabei fällt das Ballenmaterial nach dem Öffnen der Klammerfunktion in die vorgesehenen Lade- und Transporthilfsmittel. Die Drahtreste bleiben in der Greifeinheit stecken und können materialrein entsorgt werden.

„Mit den präsentierten Messepremieren innovativer Neuentwicklungen bietet die LogiMAT 2022 erneut den wohl umfassendsten Überblick über die aktuellen Geräte und Lösungsangebote der internationalen Flurförderzeug-Branche“, resümiert Messeleiter Michael Ruchty, EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH München. „Mit den Exponaten ihrer jüngsten Entwicklungen im Hardware-Bereich wie auch bei den Fahrerassistenz- und Flottenmanagementsystemen machen die Hersteller die Präsentationsplattform und Arbeitsmesse LogiMAT für die Fachbesucher zugleich zur wichtigsten Informationsbörse für zukunftsfähige Investitionsentscheidungen im Bereich der Flurförderzeuge. Ein Mehr an geballter Fachkompetenz wird ihnen nirgendwo geboten.“

 

Veranstalter: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH
Joseph-Dollinger-Bogen 7, 80807 München
Tel.: +49 (0)89 32391-259 | Fax: +49 (0)89 32391-246
www.logimat-messe.de | www.logimat.digital

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

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